Spielberichte

„Mit dem Tempo ist Obernberg nicht mehr zusammengekommen“ – ATSV Kohlgrube/Wolfsegg dreht das 0:1 noch

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ATSV Kohlgrube/Wolfsegg
Obernberg/Ort

In der 2. Klasse West hat ATSV Kohlgrube/Wolfsegg das Heimspiel gegen SPG Obernberg / Ort nach einem 0:1 zur Pause noch mit 2:1 gewonnen. Trainer Michael Kinberger sah zunächst einen druckvollen Beginn der Gäste, danach aber fast nur mehr seine Mannschaft am Drücker. Aus seiner Sicht lag der Schlüssel klar in der zweiten Halbzeit, als der ATSV direkter spielte und mit mehr Tempo auftrat.

Sechs Weiß-Grüne Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, dann kippt das Spiel langsam

Ganz nach Wunsch begann der Nachmittag für die Gastgeber zunächst nicht. Obernberg/Ort erwischte den besseren Start und ging schon in der 7. Minute durch Lukas Michael Stonig mit 1:0 in Führung. Kinberger sprach danach auch offen an, dass seine Mannschaft in dieser Phase nicht richtig im Spiel war. "Die ersten fünfzehn Minuten haben ihnen gehört", sagte der Trainer, der aber gleichzeitig betonte, dass sich die Partie danach deutlich drehte. Für ihn war spätestens rund um die halbe Stunde zu sehen, dass die Gäste den Zugriff nach vorne verloren. "Ab der 30. Minute war Obernberg nur mehr defensiv vorhanden", so Kinberger. Aus seiner Sicht zog sich die SPG nach dem Führungstreffer immer weiter zurück und war zunehmend damit beschäftigt, den Vorsprung zu verwalten, statt selbst weiter aktiv zu bleiben.


Nach der Pause spielt Kohlgrube/Wolfsegg viel direkter

Zur Halbzeit stand trotzdem noch das 0:1 auf der Anzeigetafel, und auch den eigenen ersten Durchgang redete Kinberger nicht schön. "Wir haben in der ersten Halbzeit ganz schwach gespielt", sagte er deutlich. Entscheidend war für ihn daher nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem die Reaktion nach dem Seitenwechsel. Der ATSV legte zu, spielte direkter und brachte laut Trainer genau das auf den Platz, was zuvor gefehlt hatte. "Wir haben in der zweiten Halbzeit angefangen zu spielen. Wir haben die Bälle direkt gespielt, und mit dem Tempo ist Obernberg absolut nicht mehr zusammengekommen", fasste Kinberger die Veränderung zusammen. Belohnt wurde diese Phase in der 53. Minute, als Deniz Odabas den verdienten Ausgleich zum 1:1 erzielte. Gerade dieser Treffer war für den Trainer ein ganz wesentlicher Punkt. "Das 1:1 war ganz wichtig", sagte er und ergänzte, dass seine Mannschaft danach weiter an den Sieg geglaubt habe.

Buljubasic macht den Heimsieg fix, Kinberger sieht einen verdienten Erfolg

Nach dem Ausgleich blieb Kohlgrube/Wolfsegg am Drücker und drängte laut seinem Trainer konsequent auf die Entscheidung. Kinberger sprach davon, dass seine Mannschaft Chancen auf weitere Treffer gehabt habe und die Partie danach nicht mehr aus der Hand gegeben habe. "Wir haben immer daran geglaubt, dass wir das 2:1 machen", sagte er. Dass am Ende tatsächlich noch der Siegtreffer fiel, passte damit genau zu seiner Wahrnehmung des Spiels. In der 79. Minute machte Ermin Buljubasic das 2:1 und drehte die Partie endgültig zugunsten der Gastgeber. Kinberger bewertete den Auftritt der Gäste insgesamt kritisch. "Der Gegner war für mich heute sehr passiv", meinte er und verwies darauf, dass ein bloßes Verwalten einer frühen Führung gegen seine Mannschaft nicht reichen würde. Entsprechend klar fiel auch sein Fazit aus: "Am Ende des Tages haben wir verdient gewonnen."

Kaum Kritik nach dem Schlusspfiff, dazu ein Lob für den Unparteiischen

Viel Anlass zur Nacharbeit sah der Trainer nach dem Schlusspfiff nicht. Dass seine Mannschaft in der Anfangsphase noch etwas verunsichert wirkte, sprach er zwar an, insgesamt wollte er den Fokus aber auf die starke zweite Halbzeit legen. "Wir hätten in der ersten Halbzeit normaler spielen können, da haben wir die Hosen ein wenig voll gehabt", sagte Kinberger, schob aber gleich nach: "Verbesserungspotenzial sehe ich da gar nicht." Auffällig war für ihn vor allem, wie konsequent sein Team nach der Pause auf das Tor drückte und den Rückstand noch drehte. Auch rund um die Spielleitung gab es aus seiner Sicht nichts zu beanstanden. "Es hat absolut keine strittigen Szenen gegeben. Die Schiedsrichterleistung war top", erklärte Kinberger. Mit dem 2:1 bleibt der ATSV nach 13 Runden ganz vorne dabei und hält bei 34 Punkten – ein Erfolg, der aus Sicht des Trainers vor allem deshalb so wertvoll ist, weil seine Mannschaft nach frühem Rückstand die richtige Antwort gefunden hat.

2. Klasse West: ATSV Kohlgrube : Obernberg/Ort - 2:1 (0:1)

  • 79
    Ermin Buljubasic 2:1
  • 53
    Deniz Odabas 1:1
  • 7
    Lukas Michael Stonig 0:1