Spielberichte

Das mögliche 2:0 als Knackpunkt: Union St. Johann/Walde dreht Partie in Waldzell

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SV Waldzell
St. Johann/Walde

In der 2. Klasse West hat der SV Waldzell gegen die Union St. Johann/Walde mit 3:6 verloren. Für Trainer Philipp Penninger lag die Wende schon kurz nach dem 1:0 der Gastgeber in der Luft: Waldzell ließ das mögliche 2:0 aus, danach übernahm "Saiga Hans" immer mehr das Kommando, glich noch vor der Pause aus und spielte seine Stärke über die Seiten nach dem Wechsel konsequent aus.

Fußball und Beine mit schwarzen Schuhen und Stutzen auf grünem Rasen

Foto von Emilio Garcia auf Unsplash

Aus Mittelfeldspiel wird offene Partie

Lange war es genau die Begegnung, die Penninger erwartet hatte. „Am Anfang war es ein ausgeglichenes Spiel“, sagte der Trainer. Waldzell versuchte viel mit hohen und langen Bällen, St. Johann wollte es eher spielerisch lösen, tat sich aber zunächst ebenfalls schwer, regelmäßig nach vorn zu kommen. Entsprechend spielte sich viel im Mittelfeld ab. In der 31. Minute gingen die Gastgeber dann durch Lukas Schrattenecker 1:0 in Führung, nachdem die Gäste diese Situation laut Penninger „nicht gut verteidigt“ hatten und ein schöner Distanzschuss einschlug. Noch wichtiger als das Gegentor selbst war für ihn aber die Szene danach. „Dass Waldzell nicht sofort das 2:0 gemacht hat, war sicher der entscheidende Punkt“, betonte Penninger, weil seine Mannschaft in dieser Phase Glück hatte und ab dann immer besser Zugriff bekam. Nur sieben Minuten nach dem Rückstand sorgte Kapitän Christoph Gerner mit einem „sehr, sehr schönen Distanzschuss“ für das 1:1, das die Partie noch vor der Pause neu aufmachte.


Nach der Pause nutzt St. Johann seine Vorteile

Mit dem 1:1 zur Halbzeit war die Richtung aus Sicht der Gäste schon klar. Penninger hatte das Gefühl, dass seine Mannschaft das Spiel nun „in die Hand genommen“ hatte, und genau das zeigte sich nach dem Wechsel auch am Ergebnis. Tobias Knauseder brachte St. Johann in der 50. Minute erstmals in Führung, sieben Minuten später legte Hermann Haas das 1:3 nach. Der Trainer sah vor allem über die Seiten den Schlüssel: „Wir haben es nach der Halbzeit über die Seiten sehr gut gespielt.“ Für ihn lassen sich beinahe alle weiteren Treffer ähnlich erklären, mit guten Flanken, Rückpässen und gewonnenen Eins-gegen-eins-Duellen. Als Waldzell durch Alexander Gruber in der 75. Minute auf 2:3 verkürzte, kam die Antwort sofort: Knauseder stellte nur eine Minute später auf 2:4. Danach erhöhten Hannes Haslinger in der 82. und Marco Forstenpointner in der 85. Minute weiter, dazwischen traf auf der anderen Seite noch Stefan Birglechner zum 3:5. So wurde aus einem engen Spiel in der Schlussphase doch noch ein klarer 6:3-Auswärtssieg.

Kompakt hinten, druckvoll vorne

Penninger war mit dem Auftritt seiner Mannschaft insgesamt sehr einverstanden, auch weil für ihn nicht nur die sechs Tore zählten. „Offensiv waren wir wieder sehr präsent, vor allem auf den Seiten“, sagte er, und genau dort sah er die größte Stärke seines Teams. Dazu kam, dass sich seine Spieler in vielen direkten Duellen durchsetzten. Gleichzeitig gefiel ihm die Ordnung gegen den Ball. „Wir sind hinten ganz kompakt gestanden“, meinte der Trainer, auch wenn ihn die drei Gegentore störten, weil sie aus seiner Sicht zu billig fielen. Über den Gegner verlor er trotz des deutlichen Resultats kein schlechtes Wort. Waldzell sei „ein guter Gegner“ und gerade auswärts „immer schwierig“, sagte Penninger. Die Gastgeber seien besser, als es der Tabellenplatz vermuten lasse, und hätten genug Qualität, um noch viele Punkte zu holen. Auch rund um die Spielleitung gab es für ihn nichts Besonderes: Es sei ein normales Spiel gewesen, der Schiedsrichter habe die Partie gut im Griff gehabt.

Serie hält an, jetzt wartet noch Zell/Pettenfirst

Der Auswärtssieg passt damit nahtlos in die starke Phase der St. Johanner. Penninger sprach nach dem Schlusspfiff von einer Mannschaft, auf die er „sehr, sehr stolz“ ist, weil sie aktuell „wirklich sehr gut performt“. Acht Siege in Folge stehen laut dem Trainer inzwischen zu Buche, und mit 28 Punkten nach zwölf Runden bleibt die Union St. Johann in der Spitzengruppe der Tabelle dran. Vor der Winterpause wartet nun noch das Spiel gegen Zell/Pettenfirst. Die Richtung ist für Penninger klar: „Da wollen wir auch noch einmal gewinnen.“ Gelingt das, würde die Union eine ohnehin schon starke Punkteausbeute weiter ausbauen und sich über den Winter ganz vorne festsetzen.

2. Klasse West: Waldzell : St. Johann/W. - 3:6 (1:1)

  • 85
    Marco Forstenpointner 3:6
  • 84
    Stefan Birglechner 3:5
  • 82
    Hannes Haslinger 2:5
  • 76
    Tobias Knauseder 2:4
  • 75
    Alexander Gruber 2:3
  • 57
    Hermann Haas 1:3
  • 50
    Tobias Knauseder 1:2
  • 38
    Christoph Gerner 1:1
  • 31
    Lukas Schrattenecker 1:0