Spielberichte

"Ab der zehnten Minute haben wir das Kommando übernommen" - Schildorn meldet sich mit 4:2 zurück

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SV Schildorn
ASKÖ Ampflwang

In der 2. Klasse West hat SV Schildorn mit 4:2 gegen ASKÖ Oberbank Ampflwang gewonnen und damit die richtige Antwort auf den Rückschlag der Vorwoche gegeben. Trainer Sebastian Alexander Strasser sah nach einer offenen Anfangsphase eine klare Steigerung seiner Mannschaft. Vor allem die Tore kurz vor der Pause und direkt nach Wiederbeginn brachten die Heimelf auf Kurs und legten laut Strasser den Grundstein für den verdienten Heimsieg.

Ball auf Rasen im Tor im Hintergrund

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Nach ausgeglichenem Beginn übernimmt Schildorn

Die Partie brauchte zunächst ein paar Minuten, ehe sie klarere Konturen bekam. Strasser sprach von einer "eher ausgeglichenen" Anfangsphase, in der Ampflwang gut in die Begegnung fand und auch zu einer guten Möglichkeit kam, die Schildorns Tormann entschärfte. Danach aber verlagerte sich das Spiel immer mehr auf die Seite der Gastgeber. "Ab der zehnten Minute haben wir immer mehr das Kommando übernommen und kaum mehr gefährliche Situationen zugelassen", sagte Strasser nach dem Schlusspfiff. Auf der Anzeigetafel wurde diese Entwicklung in der 31. Minute sichtbar, als Norbert Major das 1:0 erzielte. Die Gäste zeigten aber sofort, dass sie sich nicht verstecken würden, und glichen durch Luca Brand in der 34. Minute zum 1:1 aus. Noch vor der Pause schlug Schildorn erneut zu: Sebastian Alexander Strasser traf in der 44. Minute zum 2:1 und stellte damit den Halbzeitstand her.


Die Tore vor und nach der Pause geben die Richtung vor

Dass genau diese Phase den Ausschlag gab, war für den Trainer der entscheidende Punkt des Nachmittags. "Entscheidend war sicherlich, dass wir kurz vor der Halbzeit den Führungstreffer erzielt und gleich nach der Halbzeit den Zwei-Tore-Vorsprung gemacht haben", sagte Strasser. Genau so kam es dann auch auf dem Platz. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Norbert Major mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 und gab der Partie damit früh eine klare Richtung. Strasser sprach in seiner Analyse sogar von einer "komplett überlegenen" zweiten Halbzeit. Schildorn blieb am Drücker, ließ den Gästen kaum mehr Räume und legte in der 70. Minute durch Harald Winter das 4:1 nach. Das späte 4:2 von Luca Brand in der 88. Minute änderte nichts mehr daran, dass die Heimelf das Spiel über weite Strecken kontrollierte. "Wenn du achtzig Minuten überlegen bist, ist es ein verdienter Heimsieg", brachte es Strasser auf den Punkt.

Griffig in den Zweikämpfen, stabil in der Defensive

Besonders zufrieden war der Trainer mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft gegen den Ball und in den direkten Duellen auftrat. "Wir waren griffig in den Zweikämpfen", sagte Strasser und sah darin einen wichtigen Unterschied zwischen den beiden Teams. Dazu kam aus seiner Sicht ein Offensivspiel, das trotz schwieriger Bedingungen immer wieder funktionierte. "Wir haben immer wieder auch die Abläufe ins Spiel gebracht", erklärte der Schildorn-Coach. Der Boden habe ein ruhigeres und genaueres Spiel zwar nicht leicht gemacht, dennoch sei seine Mannschaft immer wieder gefährlich geworden. Gleichzeitig stand Schildorn laut Strasser hinten sehr ordentlich. "Wir sind gut gestanden in der Defensive, haben als Mannschaft gut verteidigt", sagte er. Dass sogar noch die eine oder andere klare Chance ungenützt blieb, passte für ihn ins Bild einer Mannschaft, die vorne die besseren Mittel fand und hinten nur wenig zuließ. Auch den Gegner ordnete Strasser respektvoll ein: Ampflwang wähle klar die spielerische Linie, habe fußballerische Qualität, habe in der Defensive aber Probleme mit dem Tempo gehabt.

Nach der schwachen Vorwoche folgt die richtige Antwort

Mindestens so wichtig wie das Ergebnis selbst war für Strasser die Reaktion auf die enttäuschende Vorstellung aus der Vorwoche. Gegen Kohlgrube/Wolfsegg habe seine Mannschaft laut dem Trainer ein "sehr, sehr schwaches Spiel" gezeigt, deshalb war der Auftritt gegen Ampflwang für ihn auch ein Zeichen, dass die Mannschaft die richtige Antwort geben wollte. "Wir sind heute richtig glücklich über die Reaktion aufgrund von letzter Woche", sagte Strasser. Entsprechend deutlich fiel sein Lob an die eigene Elf aus: "Ich muss der Mannschaft ein Kompliment aussprechen, dass sie heute so eine Reaktion gezeigt hat." Mit dem 4:2 hält Schildorn nach zwölf Runden bei 31 Punkten und bleibt damit punktgleich mit Tabellenführer ATSV Kohlgrube/Wolfsegg ganz vorne dabei. Für die Innviertler war es damit nicht nur ein torreicher Heimsieg, sondern vor allem ein Auftritt, der nach innen und außen Wirkung haben dürfte.

2. Klasse West: Schildorn : Ampflwang - 4:2 (2:1)

  • 88
    Luca Brand 4:2
  • 70
    Harald Winter 4:1
  • 47
    Norbert Major 3:1
  • 44
    Sebastian Alexander Strasser 2:1
  • 34
    Luca Brand 1:1
  • 31
    Norbert Major 1:0