In der Bezirksliga Nord hat der SV Freistädter Bier die Saison auf Rang sechs mit 37 Punkten abgeschlossen. Trainer Michael Wolm blickt dennoch nicht nur auf die Platzierung, sondern vor allem auf die Entwicklung seiner Mannschaft. Nach einem Start, in dem die Veränderungen noch nicht griffen, kam Freistadt laut Wolm „ab Runde fünf immer besser in Form“. Genau aus diesem Verlauf leitet der Coach nun auch seinen Optimismus für die neue Saison ab.
Im Winter stellte Wolm einiges um. Genau diese Phase nennt er auch, wenn er den bisherigen Verlauf einordnet. „Die Veränderungen kamen am Beginn der Saison nicht so zum Tragen, aber ab Runde fünf kamen wir immer besser in Form“, sagt der Trainer. Rückblickend spricht er sogar von einer „sehr guten Hinrunde mit siebzehn Punkten“. Der Blick auf den Tabellenverlauf passt zu dieser Einschätzung. Nach Runde fünf lag Freistadt auf Platz zehn, später arbeitete sich die Mannschaft wieder nach vorne. Dass die Liga bis zum Schluss eng blieb, zeigte die Endphase besonders deutlich. Noch nach Runde 24 stand das Team nur auf Rang neun, ehe die Siege gegen Katsdorf und Altenberg den Sprung auf 37 Punkte und Platz sechs brachten. Auch die letzten fünf Spiele mit zehn Punkten untermauern, dass Freistadt am Ende noch einmal zugelegt hat.
Im Kader gibt es nun einige Veränderungen, die Wolm klar anspricht. Vier Spieler haben den Verein verlassen, Jindrich Stransky, Muhamet Hajdari, Yaroslav Snishchuk und Edis Salkic. Gleichzeitig kommen drei Neue dazu, die unterschiedliche Bereiche des Aufgebots verstärken sollen. Thomas Hölzl wechselt als Innenverteidiger von Union Lasberg nach Freistadt, René Kober kommt für das zentrale Mittelfeld von Donau Linz, und mit Jindrich Rosulek vom SC Marchtrenk wurde auch ein neuer Stürmer geholt. Damit ist die Richtung klar erkennbar: Hinten soll mehr Stabilität dazukommen, im Zentrum mehr Qualität im Spiel mit dem Ball und vorne mit Jindrich Rosulek eine Top-Verstärkung. Ein wichtiger Punkt für die Vorbereitung ist außerdem, dass es laut Wolm aktuell keine verletzten Spieler gibt. Das verschafft dem Trainer die Möglichkeit, von Beginn an mit dem kompletten Kader zu arbeiten und die neuen Abläufe rasch einzustudieren.
Wolm schaut in seiner Bilanz aber nicht nur auf die Transfers, sondern vor allem auf das, was intern entstanden ist. „Wir haben unsere jungen Spieler sehr gut entwickelt und können jetzt in der neuen Saison mit diesen Neuverpflichtungen qualitativ einen weiteren Sprung nach vorne machen. Wir haben nun eine Achse mit routinierten Spielern, die unsere talentierten, jungen Spieler weiterbringen wird“, sagt er. Genau darin liegt seine Stoßrichtung für die kommenden Monate. Das Gerüst steht, die Nachwuchskräfte haben sich laut Trainer ordentlich entwickelt, und dazu kommen neue Optionen im Kader. Auch rund um die Mannschaft wurde nachgeschärft, weil es einen neuen sportlichen Leiter und einen neuen Co-Trainer gibt. Gleichzeitig erwartet Wolm wieder eine Meisterschaft, in der die Abstände klein bleiben. „Es war eine sehr ausgeglichene Liga, in der jeder jeden schlagen konnte. Überragend war im Frühjahr keiner“, sagt der Freistadt-Coach. Nach einem starken Schlussspurt und dem sechsten Platz ist der Tenor bei Freistädter Bier deshalb klar: Die Mannschaft sieht sich noch nicht am Ende ihrer Entwicklung, sondern mitten in einem Prozess, der in der kommenden Saison den nächsten Schritt bringen soll.