In der 22. Runde der Bezirksliga Nord traf SK ADmira Linz auf den SV Freistädter Bier und trennte sich nach zähem Ringen 1:1. Nach torloser erster Hälfte brachte Paul Grabner die Gäste in Minute 73 per Standard in Front, zwei Minuten später stellte Khalif Basic auf Remis. Für Admiras Sportchef Patrick Philipp war es ein leistungsgerechtes Ergebnis: "Es war ein ausgeglichenes, chancenarmes Spiel – das Unentschieden passt."
Der Start in Linz war geprägt von viel Ballbesitz der Heimischen, ohne dass daraus reihenweise Möglichkeiten entstanden. Patrick Philipp fasste das sehr klar zusammen: "Es war grundsätzlich ein recht ausgeglichenes Spiel, wir hatten mehr Spielanteile, aber konnten uns nicht viele Torchancen erspielen." Der Sportliche Leiter blieb vor allem an einem Punkt hängen: "Im letzten Drittel hat uns oft der letzte Pass gefehlt." Weil die Angriffe selten sauber zu Ende gespielt wurden und Freistadt aufmerksam verteidigte, blieb die erste Hälfte chancenarm. Folgerichtig ging es mit 0:0 in die Pause.
Nach Seitenwechsel zog die Admira das Tempo merklich an. "In der zweiten Halbzeit war es noch einmal eine Spur besser", sagte Philipp und erinnerte an zwei, drei gute Vorstöße über links, "wo dann der Stanglpass nicht angekommen ist." Die Partie kippte zunächst dennoch in die andere Richtung: "Wir sind quasi aus dem Nichts durch eine Standardsituation 0:1 in Rückstand geraten", so Philipp über den Treffer von Paul Grabner in der 73. Minute. Der Gastgeber schüttelte sich kurz und schlug prompt zurück: Nur zwei Minuten später glich Khalif Basic nach "schöner Kombination" zum 1:1 aus – der schnelle Antworttreffer hielt die Admira im Spiel und entspannte die Lage.
In der Schlussphase drängte die Admira weiter, ohne den entscheidenden Stich zu setzen. Für Philipp überwog dennoch ein positiver Eindruck: "Nach dem 0:1 hat man gemerkt, dass wir nicht aufgesteckt haben. Wir wollten das Spiel unbedingt noch drehen und haben Moral bewiesen." Gerade weil die letzten drei Spiele "nicht ganz so erfolgreich" waren, war dieser Widerstand für ihn ein wichtiges Signal. Gleichzeitig blieb seine Forderung klar: "Im letzten Drittel müssen wir zielstrebiger sein und uns mehr klare Torchancen herausspielen. Das wird für die nächsten Spiele wichtig sein." Lob fand er auch für den Unparteiischen: "Der Schiedsrichter war sehr gut, keine strittigen Situationen, er hatte alles im Griff."
In der Analyse hob Philipp auch den Gegner hervor: "Freistadt hat uns das Spiel überlassen und versucht, durch Konter gefährlich zu werden. Das haben wir aber ganz gut unterbunden." Der Punkt hilft beiden Teams in einer dichten Liga: Laut aktueller Tabelle liegt SK ADmira Linz mit 32 Punkten auf Rang vier, der SV Freistädter Bier hält als Achter bei 28 Zählern. Für die Linzer ist das 1:1 deshalb kein Rückschlag, sondern eine Erinnerung daran, woran es zu arbeiten gilt. Die Ansage des Sportchefs ist eindeutig: Mehr Klarheit im letzten Drittel, damit sich der Aufwand demnächst auch in drei Punkten niederschlägt.