In der Bezirksliga Nord setzte sich die DSG Sportunion Altenberg daheim gegen den SV HOLZMANN Haslach mit 2:1 durch. Für Haslach war es eine bittere Niederlage nach ordentlicher Leistung, wie Trainer Philipp Aigner schilderte. Sein Team führte, kassierte kurz vor der Pause ein unglückliches Eigentor und musste nach dem Seitenwechsel den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen. "Altenberg war brutal effizient", sagte Aigner, "während wir unsere Möglichkeiten liegen ließen."

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Aus Sicht der Gäste begann die Partie genau nach Plan. "Wir haben uns sehr gut auf den Gegner vorbereitet, der Plan hat gut funktioniert und wir sind verdient in Führung gegangen", erklärte Philipp Aigner. Das 0:1 fiel in Minute 25: Niklas Hackl traf für Haslach, die sehenswerte Vorlage kam von Marvin Lorenz. In dieser Phase boten sich den Gästen weitere Möglichkeiten auf den zweiten Treffer, sie blieben aber ohne Ertrag. Kurz vor der Pause fiel der Ausgleich – und das auf bittere Art. Altenberg hatte gefährliche Eckbälle, der Ball kam an die kurze Stange, von wo er unglücklich ins eigene Tor sprang. "Wir wussten, welche Varianten kommen, trotzdem ist der Ball an der kurzen Stange bei uns ins Netz abgefälscht worden", so Aigner. Als Eigentorschütze wurde Leotrim Sylaj notiert (40.). Zur Halbzeit stand es 1:1 – ein Ergebnis, das Haslach dem Spielgefühl nach nicht schmeckte.
Auch nach der Pause präsentierte sich Haslach zunächst gefestigt. "Wir sind gut aus der Kabine gekommen, haben die richtigen Dinge besprochen und waren dem Führungstreffer näher als der Gegner", sagte Aigner. Zwei gute Gelegenheiten blieben liegen – und das rächte sich prompt. Altenberg nutzte in dieser Phase die einzige klare Möglichkeit in HZ 2 nach einem Einwurf: "Da haben wir leider schlampig verteidigt." Joker Patrick Spitzl stellte in Minute 58 auf 2:1 für die Hausherren. Dieses Gegentor gab dem Spiel eine neue Richtung. "Dann ist es immer schwierig, noch zuzulegen und den Turn Around zu schaffen", meinte der Haslach-Trainer. Zwar versuchte er mit Umstellungen und Wechseln noch einmal alles, doch die Gäste brachten die letzte Konsequenz im letzten Drittel nicht mehr auf den Platz und konnten den Rückstand nicht mehr drehen.
Im Rückblick machte Aigner die Chancenverwertung als entscheidenden Unterschied aus. "Altenberg war brutal effizient, hat aus sehr wenigen Chancen zwei Tore gemacht. Uns ist trotz guter Leistung und fünf bis sechs Hochkarätern nur ein Treffer gelungen. Das war heute der große Unterschied." Positiv hob er den Auftritt seiner Mannschaft dennoch hervor – auch wenn eine Szene aus seiner Sicht hängen blieb: "Rund um die siebzigste Minute war für mich ein klarer Torraub, unser Stürmer wird vom Torwart von den Beinen geholt und es gibt kein Foul. Da kann man über Freistoß und Rot diskutieren." Ansonsten habe der Schiedsrichter "seine Leistung gebracht", Aigner sah jedoch "eine Heimtendenz bei vielen Fünfzig-Fünfzig-Entscheidungen". Lob gab es auch für den Gegner: "Altenberg war lauf- und kampfstark, auch spielerisch mutig – besonders ihre Kompaktheit und Entschlossenheit nach der Führung war gut." Ein Lichtblick bei Haslach: Ein 15-Jähriger aus dem eigenen Nachwuchs feierte sein Startelfdebüt, zeigte Torgefahr und lieferte rund 65 starke Minuten. Zudem belohnte sich Niklas Hackl mit einem Treffer nach schöner Vorarbeit von Marvin Lorenz. Nach 22 Runden hält Haslach bei 32 Punkten, Altenberg bei 29. Trotz eines kleinen Hängers im Frühjahr will Aigner den Weg nicht verlassen: "Die Entwicklung stimmt, wir probieren schon taktische Ansätze fürs nächste Jahr, derzeit fehlt uns aber das Momentum. In den letzten vier Spielen wollen wir wieder anschreiben." Der Blick geht sofort nach vorne: "Jetzt kommt das Derby gegen Öpping/Peilstein – das wollen wir unbedingt gewinnen. Wir wissen was wir draufhaben und stecken den Kopf keineswegs in den Sand."