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Später Doppelschlag rettet Schweinbach ein 2:2 nach Fehlstart

Union Schweinbach
Union Julbach

In der Bezirksliga Nord stemmte sich die Sportunion Schweinbach nach 0:2-Pausenrückstand gegen die Union Thaller Fassaden Julbach zurück und holte spät ein 2:2. Trainer Wolfgang Klapf sprach von einer schwierigen ersten Hälfte, einer wirkungsvollen Umstellung in der Pause und viel Schwung von den Rängen. Der Anschlusstreffer brachte spürbar Oberwasser, danach belohnte sich Schweinbach für eine druckvolle Schlussphase. Julbach verteidigte lange tief und effektiv, musste am Ende aber den Ausgleich hinnehmen.

Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Nackenschläge, schwerer Weg in die Partie

Die Geschichte der ersten halben Stunde war schnell erzählt – und doch schmerzhaft aus Schweinbacher Sicht. Bereits in Minute 5 traf David Schlägl zum 0:1, acht Minuten später legte Elias Lorenz zum 0:2 nach. Wolfgang Klapf ärgerte sich vor allem über die Art der Gegentreffer: "Wir haben zwei identische Gegentore über unsere linke Seite bekommen. Ein Doppelpass in den Rücken der Abwehr – das war sehr ärgerlich." Weil Julbach danach kompakt stand, fehlten zunächst die Antworten. "Wir waren nach 15 Minuten 0:2 hinten. Dann hat sich Julbach hinten reingestellt und es war schwierig, Lösungen zu finden", schilderte der Coach. So ging es mit 0:2 in die Kabinen – eine Hypothek, die erst einmal aufgearbeitet werden musste.

Umstellung zur Pause, mehr Präsenz vorne – und der Knoten platzt

Nach dem Seitenwechsel griff Klapf ein und stellte um. Der Plan: vorne wuchtiger werden, mehr Präsenz im Strafraum, zweite Bälle erzwingen. "Nach der Pause hatten wir mit zwei wuchtigen Spielern viel mehr Präsenz im vorderen Drittel. Dadurch sind wir viel gefährlicher geworden", erklärte der Trainer. Der Druck nahm spürbar zu, doch der entscheidende Moment ließ auf sich warten – bis zur 80. Minute. Da verkürzte Marcel Pichler auf 1:2 und weckte das Stadion. "Der Anschlusstreffer zum 1:2 war der Moment, der uns den Glauben zurückgegeben hat. Hätten wir ihn früher gemacht, wäre sogar ein Sieg möglich gewesen", so Klapf. Schweinbach blieb am Drücker und wurde belohnt: In der 84. Minute stellte Rene Kaltenberger auf 2:2 – der verdiente Lohn einer energischen zweiten Hälfte.

Zwischen Frust und Lob: Gründe, Gegner, Pfiff – und viel Rückenwind von den Rängen

Warum es überhaupt so weit kam, ordnete Klapf offen ein. "In der ersten Halbzeit waren wir zu inkonsequent, schwach im Zweikampf und zu wenig körperlich." Genau das nutzte Julbach aus und zog sich mit der Führung im Rücken tief zurück. "Der Gegner hat sehr destruktiv gespielt, hatte eigentlich nur zwei Torchancen. Sie waren sehr effektiv, aber sie haben sich dann mit zehn Leuten in der eigenen Hälfte aufgestellt", sagte der Schweinbach-Coach. Eine strittige Szene blieb hängen: "Einmal sind wir allein aufs Tor gelaufen, obwohl es angeblich kein Abseits war, hat der Linienrichter die Fahne gehoben. Ansonsten war der Schiedsrichter sehr souverän."

Ein dickes Plus verteilte Klapf an die eigene Tribüne: "Die Stimmung war sehr gut, die Energie der Zuschauer ist auf die Mannschaft übergegangen. Das hat uns sehr geholfen." Gerade in der Schlussphase war das zu spüren.

Ein Punkt mit Wirkung – aber auch mit klaren Hausaufgaben

Tabellarisch bringt das 2:2 zumindest die Relegation: Schweinbach steht nach 25 Runden bei 27 Zählern und hält Anschluss an das hintere Mittelfeld, während Julbach mit 31 Punkten im sicheren Mittelfeld rangiert. Vor allem aber dürfte der Auftritt nach der Pause intern Gewicht haben. Die Umstellung griff, die Mannschaft schaltete einen Gang rauf und zeigte, dass sie auch gegen tiefstehende Gegner Lösungen finden kann – wenn der Druck hoch und die Präsenz im Strafraum da ist. Gleichzeitig bleibt die erste Hälfte ein klares To-do: linke Seite besser absichern, Zweikämpfe konsequenter führen, früher ins Spiel kommen.

Klapf fasste das sinngemäß zusammen: Der frühere Anschluss hätte sogar einen Sieg möglich gemacht. Nimmt sein Team diese zweite Halbzeit als Maßstab, kann der Punkt mehr sein als nur eine Aufholjagd – nämlich ein Startschuss für einen stabileren Saisonendspurt.

Bezirksliga Nord: Schweinbach : Julbach - 2:2 (0:2)

  • 84
    Rene Kaltenberger 2:2
  • 80
    Marcel Pichler 1:2
  • 13
    Elias Lorenz 0:2
  • 5
    David Schlägl 0:1