In der Bezirksliga Nord hat die Union Oberaigner Nebelberg gegen den SV HOLZMANN Haslach mit 0:4 verloren. Für Haslach war es nach drei enttäuschenden Runden die erhoffte Antwort. Trainer Philipp Aigner machte nach dem Auswärtssieg vor allem den frühen Doppelschlag und das 3:0 direkt nach Wiederbeginn als Schlüssel aus. Dazu kam eine Leistung, die er als mutig, laufstark und geschlossen beschrieb.

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Haslach war von Beginn an in der Partie und setzte genau das um, was sich Aigner nach dem schwierigen Start in die Saison erhofft hatte. „Wir haben versucht, nach den negativen Ergebnissen in den ersten drei Runden Stabilität reinzubringen“, sagte der Trainer. Diese Stabilität war früh zu sehen, weil die Gäste nicht lange brauchten, um auf Kurs zu kommen. Matthias Brunninger traf bereits in der 8. Minute zum 0:1, Christoph Mahringer legte in der 19. Minute per Strafstoß nach einem Foul an Matthias Brunninger das 0:2 nach. Für Aigner war diese Führung verdient, weil seine Mannschaft die Aufgabe beim Aufsteiger mit viel Respekt, aber auch mit einem klaren Plan anging. „Die Stärken des Gegners waren uns bewusst. Wir haben uns sehr gut darauf eingestellt und meine Jungs haben das bärenstark umgesetzt“, meinte er.
Die Szene, die Aigner als eigentlichen Wendepunkt sah, folgte unmittelbar nach der Pause. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn erhöhte nach schönem Zuspiel von Manuel Vemba erneut Matthias Brunninger auf 0:3, und genau dieser Treffer gab Haslach laut dem Trainer die Ruhe, die es für einen klaren Auswärtssieg brauchte. „Das 3:0 direkt nach dem Wiederbeginn war definitiv ein Schlüsselmoment“, sagte Aigner. Ganz durch war die Partie damit aus seiner Sicht trotzdem noch nicht. In der 65. Minute hatte Nebelberg bei einem gefährlichen Freistoß von Markus Lauss die Chance, noch einmal heranzukommen. Der Ball ging an die Stange, und Aigner sprach offen davon, dass es in dieser Phase noch einmal spannend hätte werden können. So aber blieb Haslach stabil, brachte die Führung über diese kritische Phase und setzte in der 84. Minute mit dem 0:4 durch Florian Pröll den Schlusspunkt.
Mindestens so wichtig wie die Tore war für den Haslacher Trainer aber die Art und Weise. Aigner hob nicht einzelne Spieler heraus, sondern das Kollektiv. „Wir waren sehr mutig, und haben viel darüber gesprochen, dass wir die Grundtugenden auf den Platz bringen müssen“, sagte er. Gerade die Laufarbeit stellte er besonders heraus. „Da haben alle Spieler das nötige Herzblut ins Spiel gebracht. Speziell die Laufarbeit war überragend“, so Aigner. Deshalb wollte er den Sieg auch nicht an einzelnen Namen festmachen. „Es war schlicht und ergreifend die ganze Mannschaft. Auch die Einwechselspieler haben einen super Job gemacht“, erklärte der Trainer, der seine Gruppe in Nebelberg als sehr geschlossen erlebte. Dass die Partie in der zweiten Halbzeit etwas ruppiger wurde, änderte für ihn nichts am grundsätzlichen Bild. Der Schiedsrichter habe zwar teilweise kleinlich gepfiffen, aber seine Leistung gebracht.
Der klare Erfolg war für den SV Haslach nicht nur wegen des Ergebnisses wichtig, sondern auch für das Selbstverständnis. Aigner erinnerte daran, dass seine Mannschaft sich in den ersten drei Runden nicht belohnt hatte. Gegen Oepping sei die Leistung nicht gut gewesen, in den Partien gegen Arnreit und Altenberg habe dagegen das nötige Quäntchen Glück und in manchen Momenten auch die letzte Entschlossenheit gefehlt. „Das war gestern anders“, hielt der Trainer fest. Trotz des 4:0 wollte er den Sieg aber nicht größer machen, als er ist. „Für uns ist jetzt wichtig, dass wir das richtig einschätzen und demütig weiterarbeiten“, sagte Aigner. Er verteilte zugleich ein „großes Kompliment“ an die Arbeit der Union Nebelberg, sprach von viel Zusammenhalt und Qualität beim Aufsteiger und richtete den Blick schon auf die nächsten Aufgaben. Mit Lembach und Julbach warten laut Aigner zwei intensive Bezirksderbys, in denen Haslach „wieder 100 Prozent auf den Platz bekommen“ müsse, um nachzulegen.