In der Bezirksliga Nord hat sich die SPG Print&Wear Putzleinsdorf/Hofkirchen am Freitagabend mit der Wimberger Sportunion Lasberg 1:1 getrennt. Nach der Führung durch Michael Würzl und dem frühen Ausgleich von Lukas Starlinger sprach Trainer Franz Waldhör von einem gerechten Remis. Vor allem die Defensivarbeit und die kämpferische Leistung seiner Mannschaft stellte er nach dem Auswärtsspiel klar in den Vordergrund.

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Aus Sicht von Franz Waldhör begann die Partie genau so, wie sich der Aufsteiger das vorgestellt hatte. „Wir haben sehr druckvoll begonnen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff und verwies darauf, dass seine Mannschaft in der Anfangsphase die besseren Möglichkeiten vorfand. Nach einer guten Chance, die noch ungenutzt blieb, ging Lasberg in der 14. Minute dann doch in Führung, als Michael Würzl zum 0:1 traf. Mit diesem Treffer war der starke Start auch auf der Anzeigetafel zu sehen. Danach veränderte sich das Spiel aber. „Dann sind wir ein bissl aus dem Spielfluss gekommen“, erklärte Waldhör. Der Landesliga-Absteiger bekam mehr Ballbesitz, zog die Gäste laut Coach immer wieder gut in die Breite und suchte von dort den Weg durch die Mitte. Ganz wohl war dem Trainer bei dieser Entwicklung nicht, dennoch hob er hervor, dass seine Mannschaft in dieser Phase kaum etwas herschenkte. „Unsere Verteidigung ist sehr gut gestanden und hat wenig Chancen zugelassen“, sagte Waldhör über jene Minuten, in denen die Gastgeber spielerisch mehr vom Spiel hatten, Lasberg aber die knappe Führung in die Pause brachte.
Die zweite Halbzeit begann aus Lasberger Sicht deutlich ungünstiger. Putzleinsdorf kam gut aus der Kabine und glich schon in der 48. Minute durch Lukas Starlinger zum 1:1 aus. Waldhör machte dabei keinen großen Bogen um die Entstehung des Gegentreffers. „Wir haben durch einen Verteidigungsfehler das 1:1 bekommen“, sagte er offen. Damit war die Begegnung früh nach Wiederbeginn wieder völlig offen, und genau so nahm der Trainer auch den weiteren Verlauf wahr. „Dann hätte das Spiel in beide Richtungen ausgehen können“, meinte Waldhör. Er sah weiterhin leichte spielerische Vorteile bei den Gastgebern, gleichzeitig aber auch genug Möglichkeiten für seine eigene Mannschaft, noch einmal zuzuschlagen. „Wir haben auch die eine oder andere Möglichkeit gehabt“, sagte der Lasberg-Coach. Weil beide Teams in dieser Phase zwar ordentlich nach vorne arbeiteten, sich aber nicht mehr entscheidend durchsetzen konnten, blieb es am Ende beim 1:1. Waldhörs Fazit dazu fiel klar aus: „Alles in allem war es von den Chancen her ein gerechtes Unentschieden mit leichten spielerischen Vorteilen für Putzleinsdorf.“
Dass Lasberg auswärts bei einem unangenehmen Gegner etwas Zählbares mitnahm, führte Waldhör in erster Linie auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Besonders gut funktioniert hat die defensive Stabilität“, betonte er, und genau darin sah er den wichtigsten Punkt an diesem Abend. Der Trainer schilderte Putzleinsdorf als sehr gute Mannschaft, die körperlich stark auftrete, viel Athletik mitbringe und das Spiel schnell von einer Seite auf die andere verlagern könne. „Sie sind sehr athletisch, machen gute, schnelle Spielverlagerungen von einer auf die andere Seite“, sagte Waldhör. Außerdem erkenne man, „dass der Großteil der Spieler schon in einer höheren Liga gespielt hat“. Umso höher wertete er es, dass seine Mannschaft trotz dieser Qualitäten des Gegners nur einen Treffer kassierte und über weite Strecken geschlossen verteidigte. Gleichzeitig machte der Lasberg-Coach aber auch klar, dass seine Mannschaft noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen ist. „In der Offensive können wir uns spielerisch auf jeden Fall noch verbessern“, sagte er und sprach damit jenen Bereich an, in dem er für die kommenden Wochen noch das meiste Potenzial sieht.
Unter dem Strich überwog bei Waldhör deshalb nicht der Ärger darüber, dass nach der Führung kein Sieg heraussprang, sondern die Zufriedenheit über einen hart erarbeiteten Punkt. „Defensiv hat sich keine Mannschaft viele Fehler erlaubt, und somit ist das ein gerechtes Unentschieden gewesen“, fasste er die 90 Minuten zusammen. Gerade die Haltung seiner Mannschaft stellte er dabei noch einmal deutlich heraus. „Wir sind stolz auf unsere Leistung, vor allem auf die kämpferische Leistung“, sagte der Trainer, der den Auftritt seiner Mannschaft auch deshalb positiv einordnete, weil die Union Lasberg in einer Phase mit mehr Druck des Gegners nicht auseinanderfiel. Selbst beim Blick auf die offenen Punkte blieb er sachlich: Spielerisch gebe es noch Luft nach oben, wenn man mit den Teams ganz vorne dauerhaft mithalten wolle. Sein Schlusswort war daher Lob und Bestätigung zugleich: „Gratulation an das gesamte Team für die aufopfernde Leistung und für die kämpferische Leistung. Das ist ein verdienter Punkt aus Putzleinsdorf.“ Mit dem Remis hält Lasberg nach vier Runden bei acht Punkten und bleibt damit im oberen Bereich der Tabelle.