Spielberichte

Mit Herz und Kaltschnäuzigkeit zurück in die Spur: SV Freistadt nimmt in Nebelberg 6:2-Sieg mit

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Union Nebelberg
SV Freistädter Bier

In der Bezirksliga Nord hat die Union Oberaigner Nebelberg am Samstagnachmittag gegen den SV Freistädter Bier mit 2:6 verloren. Nach dem 0:1 zur Pause zog Freistadt nach dem Seitenwechsel davon und antwortete auf jeden Nebelberger Hoffnungsschimmer sofort. Trainer Michael Wolm sah vor allem die Reaktion seiner Mannschaft auf die Vorwochenniederlage: „Die Einstellung, das Fußballspiel mit Herz und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor“ seien diesmal der Schlüssel gewesen.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Freistadt kommt mit klarem Plan ins Spiel

Für Michael Wolm begann der Nachmittag mit einem klaren Auftrag. Nach der aus seiner Sicht unnötigen Niederlage in der Vorwoche wollte seine Mannschaft „unbedingt wieder zurück in die Erfolgsspur finden“. Der Trainer sprach von einer „guten, ehrlichen Trainingswoche“ und davon, dass seine Elf von Beginn an auf das eigene Spiel fokussiert gewesen sei. Gerade in Nebelberg gegen einen Aufsteiger war das für ihn keine Kleinigkeit. „Wir wussten, dass der Gegner sehr heimstark ist, waren aber sehr gut vorbereitet, sehr gut eingestellt, sodass wir unseren Gegner gut unter Kontrolle hatten und die nötigen Tore machen konnten“, sagte Wolm nach dem Schlusspfiff. In der 25. Minute zahlte sich dieser Zugang erstmals aus, als Jindrich Rosulek die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Dass Freistadt diesen Vorsprung bis zur Pause verteidigte, war für den Trainer ein weiterer Beleg dafür, dass seine Mannschaft von Anfang an voll da war.

Joker schieben Freistadt nach der Pause an

Wolm hob später vor allem jene Phase hervor, in der seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel nachlegte. In der 62. Minute erhöhte Simon Würzl auf 2:0, und genau rund um diese Phase rückten für den Freistädter Trainer die Einwechselspieler in den Mittelpunkt. „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, wo heute vor allem die Einwechselspieler in den Fokus rücken“, sagte er. Besonders Simon Würzl und Daniel Pühringer hätten dem Spiel „ihren Stempel aufgedrückt“. Dazu kam mit Thomas Kellerer-Pirklbauer noch ein weiterer Spieler, der sich später ebenfalls in die Torschützenliste eintragen sollte. Für Wolm war das mehr als nur ein angenehmer Nebeneffekt, weil Freistadt damit nicht nur vorne nachschob, sondern die Partie auch personell breit tragen konnte. Gerade nach einer enttäuschenden Vorwoche war diese Reaktion der gesamten Mannschaft hervorragend.


Auf jeden Nebelberger Treffer folgt sofort die Antwort

Ganz erledigt war die Sache beim Stand von 2:0 noch nicht. Als Markus Lauss in der 75. Minute für Nebelberg auf 1:2 verkürzte, bekam die Partie noch einmal einen Moment, in dem aus Sicht der Gastgeber etwas hätte kippen können. Freistadt lieferte jedoch genau jene Reaktion, die Wolm von seiner Mannschaft sehen wollte. Nur drei Minuten später stellte Daniel Pühringer mit seinem Treffer auf 3:1. Der Trainer fasste diese Phase knapp und treffend zusammen: Der Gegner habe zwar den Anschlusstreffer erzielt, „jedoch konnten wir postwendend wieder mit drei zu eins in Führung gehen“. In der Schlussphase wurde das Ergebnis dann noch deutlicher. Rene Kober traf in der 86. Minute zum 4:1 und in der Nachspielzeit zum 5:2. Dazwischen verkürzte Markus Lauss in der 89. Minute noch einmal auf 2:4, ehe Thomas Kellerer-Pirklbauer in der 94. Minute den Endstand von 6:2 herstellte. So blieb jeder Nebelberger Hoffnungsschimmer nur kurz bestehen.

Einstellung, Teamgeist und klarer Fingerzeig für die nächsten Wochen

Dass der Sieg am Ende so klar ausfiel, führte Wolm nicht auf einen einzelnen Treffer oder einen besonderen Moment zurück. „Das Wichtigste war die Einstellung meiner Mannschaft“, betonte er und verwies darauf, dass sein Team aus den Unachtsamkeiten der bitteren Niederlage zuletzt gelernt habe. Dazu kam für ihn diesmal genau das, was er sich vor dem Spiel gewünscht hatte: „Die Einstellung, das Fußballspiel mit Herz und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.“ Am meisten nahm er aber mit, dass das, was in der Woche intern eingefordert worden war, nun auch auf dem Platz sichtbar wurde. „Meine Mannschaft war sich der Situation bewusst. Mich freut umso mehr, dass dieser Teamgeist, den wir diese Woche immer wieder verdeutlicht haben, so gegriffen hat“, sagte Wolm. Entsprechend klar fiel auch der Ausblick aus: Der SV Freistadt will den Schwung dieses 6:2 mitnehmen und sich „jetzt voller Elan auf die nächsten Aufgaben vorbereiten“.

Bezirksliga Nord: Nebelberg : Freistadt - 2:6 (0:1)

  • 94
    Thomas Kellerer-Pirklbauer 2:6
  • 92
    Rene Kober 2:5
  • 89
    Markus Lauss 2:4
  • 86
    Rene Kober 1:4
  • 78
    Daniel Pühringer 1:3
  • 75
    Markus Lauss 1:2
  • 62
    Daniel Pühringer 0:2
  • 25
    Jindrich Rosulek 0:1