Spielberichte

„Das 2:0 war die kleine Vorentscheidung“ – Nebelberg bringt das 2:1 über die Zeit

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Union Nebelberg
Union Lembach

In der Bezirksliga Nord hat Union Oberaigner Nebelberg das Derby gegen Union Lembach mit 2:1 gewonnen. Trainer Stefan Eidenberger sprach nach dem Schlusspfiff von einem glücklichen Erfolg und fand mit Blick auf die entscheidende Phase eine klare Erklärung: „Das 2:0 war die kleine Vorentscheidung.“ Weil Nebelberg nach schwachem Beginn effizient war und den knappen Vorsprung danach ins Ziel brachte, blieben die drei Punkte am Ende doch bei den Gastgebern.

Spieler schnürt auf der Bank seine Fußballschuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Schlechter Start, dann fällt die Führung aus dem Nichts

Aus Sicht der Heimischen begann die Partie alles andere als nach Wunsch. Eidenberger machte kein Geheimnis daraus, wie unzufrieden er mit den ersten Minuten war. „Wir sind ganz schlecht in das Spiel gekommen“, sagte der Nebelberg-Trainer und legte gleich nach: „Die Gäste aus Lembach waren die ersten fünfzehn Minuten die absolut klar bessere Mannschaft.“ Vor allem Jakob Pechmann sorgte in dieser Phase für Gefahr, einmal mit einem Kopfball, einmal mit einem Fernschuss. Nebelberg bekam laut seinem Trainer weder Zugriff in den Zweikämpfen noch ins Laufspiel, wirkte also in mehreren Bereichen unterlegen. Umso bemerkenswerter war, dass die Führung dann trotzdem auf der anderen Seite fiel. In der 17. Minute brachte Markus Lauss die Gastgeber mit 1:0 in Front. Eidenberger ordnete diesen Treffer sehr offen ein: „Die Führung war absolut aus dem Nichts.“ Erst danach fand seine Mannschaft besser in die Begegnung, das Spiel wurde ausgeglichener. Ganz zufrieden war der Trainer mit der ersten Halbzeit trotzdem nicht, denn für ihn blieb Lembach bis zur Pause „wahrscheinlich noch die bessere Mannschaft“.


Hellauer erhöht, dann wird es nach dem Anschlusstreffer noch einmal eng

Nach dem Seitenwechsel sah Eidenberger zunächst eine offen geführte Partie, in der sich lange nicht allzu viel vor den Toren tat. „Nach dem Wechsel war das Spiel sehr offen, meiner Meinung nach ohne wirkliche Torchancen“, sagte er. Genau in dieser Phase fiel aber das Tor, das für ihn am Ende den Ausschlag gab. Nach einem Fehler in der Defensive der Gäste nutzte Sebastian Hellauer in der 52. Minute die Gelegenheit und stellte auf 2:0. Für den Nebelberg-Coach war das der Knackpunkt des Nachmittags: „Der entscheidende Moment war sicher das 2:0. Wir sind gut aus der Halbzeit gestartet und es war ein kleiner Abstimmungsfehler in der Defensive, den Sebastian Hellauer nutzen konnte.“ Danach verlor die Partie aus seiner Sicht etwas an Tempo. „Das Spiel ist etwas dahingeplätschert und man hatte nicht wirklich das Gefühl, dass Lembach zurückkommen könnte“, meinte Eidenberger. Ganz erledigt war die Sache aber nicht, denn in der 65. Minute verkürzte Jonathan Altendorfer auf 2:1. Dem Anschlusstreffer ging laut Eidenberger „ein kleiner Torwartfehler“ voraus. Von da an wurde Lembach wieder aktiver. Nebelberg musste also noch einmal zittern, brachte den Vorsprung aber über die Zeit.

Eidenberger lobt die Defensive und spricht von einem glücklichen Sieg

Interessant war nach dem Derby vor allem, wie nüchtern der Nebelberg-Trainer den Heimsieg einordnete. Trotz der drei Punkte sprach er nicht von einem rundum überzeugenden Auftritt, sondern wählte eine ehrliche Analyse. „Ehrlicherweise muss man sagen, dass in Summe wahrscheinlich ein Unentschieden das gerechtere Ergebnis gewesen wäre“, sagte Eidenberger. Gleichzeitig war die Freude über den erfolgreichen Abschluss natürlich spürbar: „Wir sind sehr glücklich, dass wir diese drei Punkte zum Abschluss erreichen konnten.“ Positiv bewertete er vor allem die Arbeit gegen den Ball. „Mit der Defensive war ich eigentlich sehr zufrieden“, meinte der Trainer, auch wenn er sich im Umschalten mehr Konsequenz gewünscht hätte. „Offensiv hätten wir noch ein, zwei, drei gute Kontermöglichkeiten besser fertigspielen müssen.“ Den Gegner stufte er ebenfalls stark ein. Lembach habe „auf den meisten Positionen mehr Qualität“ gehabt und sei „eine sehr, sehr gute Mannschaft“, die deshalb auch zu Recht im oberen Tabellendrittel stehe. Für Nebelberg bleibt damit vor allem ein Erfolg, der kämpferisch abgesichert werden musste, auch wenn der Trainer die eigene Leistung sehr ehrlich einordnete.

Bezirksliga Nord: Nebelberg : Lembach - 2:1 (1:0)

  • 65
    Jonathan Altendorfer 2:1
  • 52
    Sebastian Hellauer 2:0
  • 17
    Markus Lauss 1:0