Spielberichte

Frühe Standards kosten Schiedlberg die Punkte – zurückgenommener Elfer beim 1:2 in Leonding

ASKÖ Leonding
Union Schiedlberg

In der Bezirksliga Ost musste Union Freller Dach Schiedlberg bei ASKÖ Leonding eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Zwei frühe Standards stellten die Weichen, der Anschluss vor der Pause hielt die Partie offen. Nach Seitenwechsel rückte eine zurückgenommene Elfmeter-Entscheidung in den Fokus, doch Schiedlberg brachte zu wenig Wucht auf den Platz. Trainer Thomas Hinterreiter fasste selbstkritisch zusammen: „Wenn wir nach der Pause zu statisch sind, haben wir zu wenig Chancen. Unterm Strich ist es eine verdiente Niederlage.“

Torwart greift zur Trinkflasche

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Fehlstart mit zwei Standards – Leonding stellt rasch auf 2:0

Schiedlberg erwischte einen denkbar schweren Beginn. Nach einem Foul rund um den Sechzehner traf Michael Leitner in Minute 18 per direktem Freistoß zum 1:0. Nur zwei Minuten später legte Leonding nach einer Ecke durch Moritz Gimpl das 2:0 nach – zwei Standards, zwei Gegentore in kürzester Zeit. Genau das beschäftigte auch Thomas Hinterreiter: „Wir waren am Anfang nicht hellwach und kassieren gleich zwei Standardtore. Der Freistoß ist unglücklich, bei der Ecke sind wir nicht achtsam genug.“ Leonding war in dieser Phase das bissigere Team, früher am Ball und gedankenschnell in den Zweikämpfen. „Sie haben viele Fouls rausgeholt und ihre Standards gut umgesetzt“, sagte Hinterreiter. Bei Schiedlberg machte sich der Fehlstart im Spielaufbau bemerkbar, Nervosität kam dazu – trotzdem blieb genug Zeit, um sich wieder in die Partie zu arbeiten.

Wartingers Anschluss bringt Leben ins Spiel – Schiedlberg tankt Mut

Nach dem Schock der ersten 20 Minuten fingen sich die Gäste Schritt für Schritt. Sie spielten ruhiger von hinten heraus, suchten wieder die Kombinationen und trauten sich mehr zu. „Dann sind wir immer besser reingekommen, haben uns wieder getraut, rauszuspielen“, so Hinterreiter. Die Belohnung folgte in Minute 38: Jan Wartinger drückte eine Hereingabe an die zweite Stange zum 2:1 über die Linie – ein Treffer, der Schiedlberg sichtbar beflügelte. „Das 2:1 war gut herausgespielt, auf der zweiten Stange reingedrückt“, beschrieb der Trainer. Kurz davor gab es sogar eine dicke Möglichkeit im Eins-gegen-eins, doch Leondings Schlussmann blieb Sieger. Trotz des Rückstands ging Schiedlberg mit neuem Selbstvertrauen in die Kabine, weil das Spiel wieder offener wirkte und der Anschluss greifbar war.

Riesenchance, aufgehobener Elfer – danach fehlte der letzte Wille

Nach der Pause bot sich schnell die große Gelegenheit zum 2:2, doch erneut verhinderte Leondings Tormann mit einer starken Parade den Ausgleich. „Wir hatten eine Riesenchance, der Tormann hält sensationell“, wundert sich Hinterreiter. Kurz darauf sorgte eine strittige Szene für Diskussionen: „Wir haben eigentlich einen Elfmeter bekommen, der Stürmer war schon am Punkt – dann hebt der Assistent ihn wieder auf.“ Der mögliche Momentumwechsel blieb also aus. In der Folge fand Schiedlberg offensiv zu wenig Lösungen. „Wir waren zu statisch, zu wenig Bewegung, zu wenig Tiefenläufe“, sagte der Coach. Leonding stand kompakt, lauerte auf Konter und fand selbst noch Gelegenheiten, die Schiedlbergs Keeper mit starken Paraden vereitelte. Zur Leistung des Unparteiischen blieb Hinterreiter sachlich: „Junges Team, insgesamt okay. Die Elfer-Szene ist strittig, das muss man sich im Video anschauen, aber es ändert nichts.“ Sein Fazit fiel klar aus: „Summa summarum: Wenn der Elfer für uns zählt, kann es anders aussehen – so ist es trotzdem eine verdiente Niederlage.“

Einordnung und Ausblick: Duell im Mittelfeld, Arbeit an den Basics

Mit dem 1:2 in Leonding bleibt es im dicht gedrängten Mittelfeld der Liga eng: Beide Teams halten nach 23 Runden bei 29 Punkten, Leonding rangiert als Siebenter knapp vor Schiedlberg auf Platz acht. Für Thomas Hinterreiter war der Knackpunkt eindeutig: „Die zwei Standardsituationen am Anfang waren entscheidend.“ Zugleich nannte er den Unterschied zwischen den Mannschaften beim Namen: „Der absolute Wille, das Tor zu machen – da haben sich zu viele auf die anderen verlassen. Jeder muss den Sieg wirklich wollen und dafür Akzente setzen.“ Für die nächsten Aufgaben bedeutet das klare Hausaufgaben: wacher starten, Fouls am Sechzehner vermeiden und nach der Pause mehr Bewegung sowie Tiefenläufe einbringen. Denn die Basis stimmt – doch ohne Durchschlagskraft bleibt der Lohn aus.

Bezirksliga Ost: A. Leonding : Schiedlberg - 2:1 (2:1)

  • 38
    Jan Wartinger 2:1
  • 20
    Moritz Gimpl 2:0
  • 18
    Michael Leitner 1:0