Im Duell der Bezirksliga Ost trennte sich SK Amateure Steyr von Union HAKAKÜCHE Ansfelden mit 2:2 (1:2). Steyr ging früh in Führung, lag zur Pause hinten und glich in der Schlussphase aus. Co-Trainer Paul Petermair sprach von einem gerechten Remis, haderte aber mit der Effizienz und verwies auf mehrere ungenutzte Standards. Gegen den Tabellenzweiten nahm seine Mannschaft letztlich einen Punkt mit – auch, weil sie bis zum Schluss an den Ausgleich glaubte.

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Nach 14 Minuten stellte Daniel Bilic für die Heimischen auf 1:0. Der Ausgleich fiel allerdings ohne Zutun der Gäste, denn ein unglückliches Eigentor von Patrick Bilic brachte Ansfelden in der 30. Minute wieder ins Spiel. Noch vor der Pause drehte Rajko Vujanovic mit dem 1:2 (40.) die Begegnung, zur Halbzeit lag Steyr damit zurück. Paul Petermair ordnete diese wechselhafte erste Hälfte wie folgt ein: "Über 90 Minuten war es ein gerechtes Unentschieden, auch wenn wir meines Erachtens mehr Großchancen hatten." Besonders präsent waren für ihn die ruhenden Bälle: "Wir hatten drei Freistöße an der Strafraumgrenze, die alle entweder abgefälscht wurden oder der Torwart gehalten hat." Damit blieb Steyr trotz ordentlicher Möglichkeiten zunächst ohne Ertrag.
Nach dem Seitenwechsel arbeitete Steyr konsequent am Comeback und blieb geduldig. Der Lohn kam spät: In Minute 84 traf Shqiprim Vojvoda zum 2:2 und sorgte dafür, dass die Punkte geteilt wurden. Petermair hob den Auftritt seiner Mannschaft hervor: "Wir waren taktisch sehr diszipliniert." Gleichzeitig benannte er den Knackpunkt offen: "Wir waren zu wenig effizient vorm Tor. Wir hatten viele Großchancen, haben aber diese nicht genutzt." Dass die Partie bis zum Schluss offen war, fasste der Co-Trainer so zusammen: "Es hätte in beide Richtungen gehen können. In den letzten Minuten hätte es auch für Ansfelden ausgehen können." Unterm Strich blieb es beim Remis, weil Steyr dranblieb – und sich eben spät belohnte.
Dass der Punkt wertvoll ist, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Ansfelden reist als Zweiter (52 Punkte) an, Steyr liegt nach 23 Runden mit 27 Zählern im Mittelfeld. Genau diese Qualität des Gegners hatte das Heimteam am Zettel. "Wir wussten, dass der Gegner individuelle Qualität gerade in der Offensive hat. Gegen einen Gegner, der unter den ersten drei mitspielt, konnten wir sehr, sehr gut dagegenhalten bzw. befanden wir uns auf Augenhöhe.", sagte Petermair. Diskussionsstoff gab es für ihn dennoch: "Nach unserer 1:0-Führung hätten wir einen Elfmeter bekommen müssen, der aber als indirekter Freistoß gehandhabt wurde." Am Ende überwiegt beim Co-Trainer die Zuversicht: Die taktische Ordnung passt, der Einsatz stimmt – und wenn die Effizienz vorne wiederkehrt, will Steyr in den verbleibenden Runden weiter konstant punkten.