Zum Saisonauftakt der Bezirksliga Ost hat sich die ASKÖ Blaue Elf Linz im Heimspiel gegen den SC St. Valentin mit einem 1:1-Unentschieden begnügen müssen. Nach der 1:0-Pausenführung durch Simon Berger kassierte die Mannschaft von Trainer Gheorge Cibu in der 84. Minute noch den Ausgleich. Der Coach sah einen ordentlichen Einstand in der neuen Liga, ärgerte sich aber klar darüber, dass sich sein Team in der starken ersten Halbzeit nicht früher belohnte.

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Dass es am Ende beim Remis blieb, hatte für Gheorge Cibu viel mit den beiden sehr unterschiedlichen Halbzeiten zu tun. Der Trainer des Aufsteigers sprach von einer „erwartet intensiven Partie“ und ärgerte sich vor allem über die ersten Minuten. „Wir haben die ersten fünf Minuten ein bisschen verschlafen“, sagte er. In dieser Phase sei SC St. Valentin besser in die Zweikämpfe gekommen und habe den besseren Start erwischt. Danach sah Cibu aber eine klare Steigerung seiner Mannschaft. ASKÖ Blaue Elf Linz bekam das Spiel immer besser in den Griff, baute Druck auf und fand vor allem im Umschalten immer wieder gute Momente. „Wir haben sofort nach Ballgewinn versucht, so schnell wie möglich nach vorne zu spielen“, erklärte der Trainer. Gerade in der ersten Halbzeit habe das über weite Strecken ordentlich funktioniert.
Was ASKÖ Blaue Elf Linz in dieser guten Phase fehlte, war aus Sicht des Trainers vor allem der Ertrag. Cibu sprach offen von einer „mangelhaften Chancenauswertung“ und davon, dass gerade der letzte Pass zu oft nicht angekommen sei. Trotzdem blieb seine Mannschaft am Drücker und ging in der 32. Minute nach einem Standard verdient in Führung. Der Trainer schilderte die Szene sehr genau: „Wir hatten eine Ecke, die zunächst abgewehrt wurde. Dann haben wir den Ball wieder hineingespielt. Den ersten Abschluss hat der Tormann noch retten können, beim zweiten war Simon Ludwig Berger zur Stelle und hat den Ball über die Linie gedrückt.“ Für Cibu war das 1:0 die logische Folge einer starken Phase. „Wir haben uns dafür nicht belohnt, dass wir in der ersten Halbzeit schon relativ viel Druck ausgeübt haben“, sagte er, fügte aber zugleich hinzu, dass die Pausenführung „gerechtfertigt“ gewesen sei.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild laut Cibu aber spürbar. SC St. Valentin legte zu, entwickelte mehr Druck und drängte ASKÖ Blaue Elf Linz zunehmend in jene Spielphase, in der zunächst fast nur noch Konter möglich waren. Der Trainer versuchte gegenzusteuern und brachte frische Kräfte, sah dabei aber keine vollständige Wende. „Wir haben mit frischen Kräften von der Bank versucht, entgegenzuwirken. Das ist leider nur teilweise aufgegangen“, sagte er. Seine Mannschaft habe sich in dieser Phase besser positionieren und die Aktionen des Gegners früher stören müssen. In der 84. Minute fiel dann der Ausgleich, als Armin Memic für SC St. Valentin zum 1:1 traf. Cibu sprach von einer „schönen Aktion“ des Gegners und machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass dieses Ergebnis zwar weh tue, aber nicht aus der Luft gegriffen sei. „Vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit geht das Unentschieden in Ordnung“, sagte er.
Ganz zufrieden klang der Trainer trotzdem nicht, weil für ihn mehr drinnen gewesen wäre. „Wir hadern trotzdem ein bisschen mit den zwei verlorenen Punkten, weil wir uns viel früher hätten belohnen müssen“, sagte Cibu und brachte damit die Gefühlslage nach dem Auftakt auf den Punkt. Gleichzeitig wollte er den Auftritt seiner Mannschaft nicht schlechter reden, als er war. „Dafür, dass es das erste Spiel in einer neuen, höheren Liga war, bin ich zufrieden mit der Leistung der Mannschaft“, meinte er. Den Gegner beschrieb er als „sehr kompakt“ und „zweikampfstark“, die Spielleitung lobte er als „top“ und ohne große strittige Szenen. Jetzt gehe es darum, die eigenen Fehler rasch aufzuarbeiten. Die ASKÖ Blaue Elf Linz will schon unter der Woche an den angesprochenen Themen arbeiten, ehe in der zweiten Runde auswärts das Derby bei der ASKÖ Leonding wartet. „Wir müssen schleunigst aus unseren Fehlern lernen und uns verbessern“, sagte Cibu.