Spielberichte

"Wir waren spielerisch die bessere Mannschaft" – Union Saxen nach 0:1 mit klarem 4:2-Auftaktsieg

Union Schiedlberg
Union Saxen

In der Bezirksliga Ost hat die Union WABS Saxen den Auftakt bei der Union Freller Dach Schiedlberg mit 4:2 gewonnen. Neo-Trainer Marian Haider sah seine Mannschaft über weite Strecken als das aktivere Team, auch wenn sie nach 35 Minuten in Rückstand geriet. Entscheidend waren für den neuen Coach die spielerische Überlegenheit, die Reaktion noch vor der Pause und die Ruhe, mit der die Saxener das Spiel nach dem Seitenwechsel zunächst auf ihre Seite zogen.

Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Rückstand änderte nichts an der Richtung des Spiels

Für Marian Haider war die Richtung der Partie schon vor dem ersten Tor klar. "Wir waren von der ersten Minute an die bessere Mannschaft", sagte der Trainer von Union WABS Saxen und verwies auf klare Feldvorteile seiner Elf. Trotzdem ging Union Freller Dach Schiedlberg in der 35. Minute in Führung, weil Sebastian Enengl nach einem Einwurf das 1:0 machte. Union WABS Saxen ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen, blieb am Ball und bekam in der 40. Minute zusätzlich Rückenwind, als Julian Paul Fiala die Rote Karte sah. "Der Hauptschlüsselmoment war sicher die rote Karte", ordnete Haider ein. Noch wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft den Druck vor der Pause auch verwertete: In der Nachspielzeit köpfelte Matthias Lehbrunner nach einem Eckball zum 1:1 ein.

Nach der Pause legt Saxen sofort nach

Der Ausgleich war für Union WABS Saxen mehr als nur eine Antwort auf den Rückstand, weil der Gast damit genau in jener Phase zuschlug, die Haider als besonders wichtig bezeichnete. "Die Tore kurz vor der Halbzeit und kurz nach der Halbzeit waren sehr wichtig für uns", sagte er. Tatsächlich legte Union WABS Saxen nach dem Seitenwechsel sofort nach. In der 51. Minute traf erneut Matthias Lehbrunner, diesmal per Kopf nach einem Freistoß aus der Halbposition. Sieben Minuten später folgte das 1:3: Über die Seite spielte sich Union WABS Saxen durch, die Flanke kam auf die zweite Stange und Julian Karl verwertete mit dem ersten Kontakt. Damit schien die Partie entschieden, doch in der 72. Minute brachte die Rote Karte gegen Lucas Prix noch einmal Unruhe hinein. Fabio Nagler verkürzte vier Minuten darauf für Union Freller Dach Schiedlberg auf 2:3, ehe Felix Halbartschlager in der 80. Minute mit dem 2:4 den Deckel draufmachte.

Coach Haider lobt das Spiel gegen den Ball und sieht trotzdem Luft nach oben

Warum Union WABS Saxen am Ende trotzdem verdient als Sieger vom Platz ging, erklärte Marian Haider nicht nur über die Tore. "Gut funktioniert hat auf jeden Fall die Kommunikation am Platz. Dann auch die Arbeit gegen den Ball war sehr gut. Wir waren sehr aggressiv. Wir haben gut geschoben", sagte der Trainer. Genau darin sah er den Unterschied zwischen beiden Mannschaften. Union Freller Dach Schiedlberg agierte aus seiner Sicht lange sehr passiv, wartete im 4-4-2 ab und legte das Spiel auf Konter an. "Wir haben besser Fußball gespielt. Wir haben versucht, Fußball zu spielen und der Gegner hat uns auch wirklich spielen lassen", so Haider. Zugleich verschwieg er nicht, dass Union Freller Dach Schiedlberg mit seiner Robustheit und körperlichen Wucht gefährlich bleiben konnte, vor allem nachdem Fabio Nagler nach der roten Karte gegen Union WABS Saxen besser ins Spiel kam.

Gelungener Start, aber der neue Trainer warnt vor den schwächeren Phasen

Gerade deshalb war der Trainer trotz des gelungenen Starts in die neue Saison nicht in jeder Phase restlos zufrieden. "Wir müssen das Ganze einfach auf 90 Minuten zusammenbringen", forderte Marian Haider. Er sprach von Phasen, in denen die Union Saxen die Spannung verlor, nicht mehr so konsequent gegen den Ball arbeitete und dadurch den Gegner wieder aufbaute. Genau das passierte nach dem 1:3, als die Union Schiedlberg noch einmal herankam. Auch bei den strittigen Szenen blieb Haider sachlich und sprach insgesamt von einer "soliden Leistung" von Schiedsrichter Hiebl. Unterm Strich steht für Saxen dennoch ein 4:2-Auswärtssieg, der sportlich genau so zustande kam, wie es der Trainer zusammenfasste: mit mehr Spielanteilen, klarer Reaktion auf den Rückstand und dem besseren Fußball über weite Strecken.

Bezirksliga Ost: Schiedlberg : Saxen - 2:4 (1:1)

  • 80
    Felix Halbartschlager 2:4
  • 76
    Fabio Nagler 2:3
  • 58
    Julian Karl 1:3
  • 51
    Matthias Lehbrunner 1:2
  • 47
    Matthias Lehbrunner 1:1
  • 35
    Sebastian Enengl 1:0