In der Bezirksliga Ost hat die Union Mitterkirchen am Freitagabend bei der Union Freller Dach Schiedlberg mit 3:0 gewonnen und sich damit erstmals in dieser Saison voll belohnt. Trainer Kevin Eder sah von Beginn an genau den Auftritt, den er eingefordert hatte: aggressiv in den Zweikämpfen, präsent im Zentrum und über die gesamten 90 Minuten sehr diszipliniert. Daniel Kranzer traf doppelt, Paul Haslinger sorgte vor der Pause für das 2:0.

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Mitterkirchen war von der ersten Minute an voll da und setzte genau das um, was sich der Trainer vor dem Spiel vorgenommen hatte. "Wir sind mit dem Auftrag nach Schiedlberg gefahren, dass Leistung und Ergebnis endlich zusammenpassen", sagte Kevin Eder nach dem Schlusspfiff. Diese Haltung war seiner Mannschaft sofort anzumerken. Die Gäste gingen griffig und giftig in die Zweikämpfe, waren gegen den Ball sehr aufmerksam und bekamen dadurch früh Zugriff auf das Spiel. Gerade das gefiel Eder besonders, weil Schiedlberg auf eigenem Platz sonst genau über diese Tugenden kommt. "Wir haben ihnen von Beginn weg die Schneid abgekauft", sagte der Trainer. Dazu kam, dass Mitterkirchen im Mittelfeldzentrum viele Bälle gewann und von dort aus immer wieder druckvoll nach vorne spielte. Nach 17 Minuten fiel dann die verdiente Führung: Daniel Kranzer vollendete nach einem Angriff über die rechte Seite zum 1:0. Mitterkirchen blieb danach am Drücker und legte in der 28. Minute nach. Eine schöne Kombination durch das Zentrum brachte Schiedlberg aus der Ordnung, im Rückraum kam Paul Haslinger zum Abschluss und erhöhte auf 2:0.
Mit dem zweiten Treffer war die Partie noch nicht entschieden, aber sie lief klar in die Richtung der Gäste. Eder sprach allerdings von einer kurzen Phase vor der Pause, in der Schiedlberg ein wenig aufkam. Seine Mannschaft habe in dieser Zeit nach vorne nicht mehr mit dem letzten Nachdruck abgeschlossen, dazu kam ein Ballverlust in Tornähe, nach dem die Gastgeber schnell umschalteten. Das führte auch zur besten Schiedlberger Szene im ersten Durchgang. "Das war die einzige wirkliche brenzlige Situation in der ersten Halbzeit", meinte Eder. Rund 20 Meter vor dem Tor konnte Mitterkirchen den Schiedlberger Kapitän nur mit einem Foul stoppen, den anschließenden Freistoß parierte der Torhüter der Gäste stark und hielt damit das 2:0 fest. Auch dieses Detail passte für Eder ins Gesamtbild. Seine Mannschaft war an diesem Abend nicht nur das aktivere Team, sondern blieb auch in den wenigen heiklen Momenten ruhig. Gerade diese Mischung aus Druck, Zweikampfstärke und Ordnung machte den Auftritt für den Trainer so rund.
Was Eder nach dem Seitenwechsel sehen wollte, bekam er dann auch zu sehen. "Wir wollten taktisch diszipliniert genauso auftreten, obwohl wir das 2:0 im Rücken haben", erklärte er. Genau das gelang Mitterkirchen. Die Gäste ließen sich nicht herauslocken, gaben im Zentrum keine unnötigen Räume her und hielten sich eng an den Matchplan, an dem unter der Woche gearbeitet worden war. Eder betonte, dass seine Spieler die kleinen Anpassungen im Spiel gegen den Ball "perfekt" umgesetzt hätten. So blieb Schiedlberg weiter weitgehend ohne Zugriff, während Mitterkirchen selbst gefährlich blieb. In der 65. Minute machte Daniel Kranzer mit seinem zweiten Treffer des Abends alles klar und stellte auf 3:0. Damit war der Deckel drauf. Eder wollte den Sieg trotzdem nicht auf diesen einen Moment reduzieren. "Es war kein einzelner Moment, sondern man hat von der ersten Minute an gemerkt, dass wir das unbedingt wollten", sagte der Trainer. Weil seine Mannschaft kompromisslos in die Zweikämpfe ging und viele zweite Bälle einsammelte, ließ sie hinten bis zum Schluss kaum noch etwas zu.
Nach dem Schlusspfiff ordnete Eder den Auswärtssieg auch als verdiente Belohnung für die bisherigen Saisonleistungen ein. Schon in den ersten beiden Spielen habe seine Mannschaft gut gearbeitet, diesmal habe endlich auch das Resultat dazu gepasst. Als entscheidenden Unterschied machte der Trainer vor allem die Kontrolle im Zentrum aus. "Wir hatten im Mittelfeldzentrum klar die Oberhand und haben nahezu jeden zweiten Ball gehabt", fasste er zusammen. Genau dort nahm die Union Mitterkirchen den Schiedlbergern laut Eder eine ihrer größten Stärken weg. Zugleich fand seine Mannschaft auch gegen das situative Pressing der Gastgeber saubere Lösungen. Respekt hatte der Trainer dennoch für den Gegner, den er als kompakte und zweikampfstarke Mannschaft beschrieb. Diskussionen um das Schiedsrichtergespann gab es laut Eder keine, es habe die Partie "unaufgeregt und gut" geleitet. Für Mitterkirchen war dieser 3:0-Erfolg damit mehr als nur ein Auswärtssieg in Runde drei: Es war der erste volle Erfolg einer Mannschaft, die sich für einen klaren Plan und einen geschlossenen Auftritt endlich auch mit drei Punkten belohnt hat. "So kann es weitergehen", sagte Eder.