In der Bezirksliga Ost hat die Union WABS Saxen am Samstagnachmittag gegen die SPV Kematen-Piberbach/Rohr eine wilde 3:5-Niederlage hinnehmen müssen. Nach einem 2:3 zur Pause kämpften sich die Hausherren zwar immer wieder hinein, am Ende blieb aus Saxener Sicht aber derselbe Befund, den Co-Trainer Rene Rosenthaler nach Schlusspfiff klar benannte: Der Matchplan war über weite Strecken da, nur die individuellen Fehler kosteten zu viel.

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Saxen musste früh einem Rückstand nachlaufen, weil Dominik Neudorfer schon in der 7. Minute das 0:1 für die Gäste erzielte. Rosenthaler sah dabei gleich das Muster, das sich aus seiner Sicht durch den ganzen Nachmittag zog. "Wir hatten am Seitenrand das Gefühl, dass wir nicht entschlossen genug zum Ball gehen und uns das gewisse Etwas nicht zutrauen", sagte der Co-Trainer. Nach dem Eigentor von Thomas Weilig zum 0:2 in Minute 29 schien die Partie schon klar in Richtung Kematen zu kippen, doch Saxen antwortete sofort. Tobias Grinninger verkürzte nur eine Minute später auf 1:2, Julian Karl stellte in der 33. Minute sogar auf 2:2. Die Gastgeber waren also rasch wieder da, ehe Florian Eisenhuber in Minute 39 noch vor der Pause das 2:3 für die Gäste besorgte.
Gerade dieser Verlauf passte zu jener Einschätzung, die Rosenthaler nach dem Spiel mehrfach betonte. "Der Matchplan wurde grundsätzlich gut umgesetzt", sagte er und wollte seiner Mannschaft damit keinen kompletten Vorwurf machen. Im Gegenteil: "Man kann der Mannschaft an sich keinen großen Vorwurf machen. Es war kein schlechtes Spiel." Vor allem spielerisch habe Saxen einiges richtig gemacht. "Wir haben gegen den Ball Geduld bewiesen und konnten somit viele Bälle durch unsere Überzahl im Zentrum gewinnen. Wir haben tolle Umschaltmöglichkeiten gehabt", so der Co-Trainer. Dass dennoch fünf Gegentore auf der Anzeigetafel standen, führte er nicht auf fehlende Ordnung im Großen zurück, sondern auf jene Einzelaktionen, die den eigenen Plan immer wieder kaputt machten. "Durch individuelle Fehler haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht", brachte er es auf den Punkt.
Nach dem 2:3-Pausenstand bekam Saxen direkt nach Wiederbeginn den nächsten Rückschlag. Lukas Pölz erhöhte in der 46. Minute auf 2:4, Ivan Puskaric sorgte in Minute 64 für das 2:5. Damit war die Aufgabe gegen den Tabellenführer noch schwerer geworden, auch wenn Moritz Schinnerl in der 78. Minute noch auf 3:5 verkürzte. Für Rosenthaler lag genau darin der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. "Sie waren effizient vorm Tor", sagte er. Besonders ärgerlich aus Saxener Sicht war für ihn, dass die Gäste aus wenigen Möglichkeiten viel machten. "Gerade in der zweiten Halbzeit hatten die Gegner fast keine Chancen mehr." Umso mehr schmerzte es, dass Kematen seine Möglichkeiten nützte und Saxen aus seinen guten Phasen nicht genug machte.
Rosenthaler richtete den Blick nach dem Schlusspfiff daher weniger auf Nebenschauplätze als auf die eigene Arbeit. "Der Schiedsrichter ist meistens der wenigste Grund, wieso man ein Spiel verliert", sagte er trotz einzelner Entscheidungen, über die man reden hätte können. Viel wichtiger sei für ihn, die Fehlerkette abzustellen, die sich derzeit zu oft durchzieht. "Jeder sollte über seine eigenen Fehler nachdenken, um die individuellen Fehler abzustellen. Das ist momentan das größte Problem." Dass die Union Saxen gegen den Spitzenreiter drei Tore machte, wertete er durchaus als brauchbaren Teil des Auftritts. "Wir haben auch drei Tore gemacht, das passt grundsätzlich. Allerdings waren sie effizienter als wir." Für den Tabellensiebenten bleibt damit eine klare Aufgabe: die ordentlichen spielerischen Ansätze endlich ohne teure Geschenke durchzubringen.