In der Bezirksliga Ost hat die ASKÖ Leonding das Derby gegen die ASKÖ Doppl-Hart 74 nach einem wilden Finish mit 3:2 gewonnen. Nach dem 0:1 zur Pause drehte die Mannschaft von Dominik Schneeberger die Partie in der zweiten Hälfte, kassierte in der 89. Minute aber das 2:2. Leonding antwortete jedoch sofort und holte sich den Derbysieg. Für den Trainer war vor allem eines ausschlaggebend: mehr Mentalität und der größere Wille.

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Dass Leonding am Ende trotzdem jubelte, war nach dem Start nicht selbstverständlich. Schneeberger sagte, seine Mannschaft sei "in den ersten Minuten sehr gut ins Spiel gekommen" und hätte sich fast sofort belohnt. Ein Stangenschuss in der Anfangsminute sprang von der Innenstange wieder heraus, kurz darauf ließ Leonding laut Trainer einen weiteren Hochkaräter liegen. Statt einer frühen Führung stand nach fünf Minuten plötzlich ein 0:1 auf der Anzeigetafel, weil Marko Lekic für die Gäste traf. "Das war schon ein kleiner Rückschlag", sagte Schneeberger. Danach brauchte sein Team einige Zeit, um sich wieder zu sortieren. Bis etwa zur 30. oder 35. Minute hatte Doppl-Hart mehr vom Spiel, ehe Leonding mit längeren Ballbesitzphasen langsam wieder besser hineinfand. Wirklich zwingend wurde der Gastgeber vor der Pause aber noch zu selten, auch wenn Doppl-Hart nach einer Standardsituation einmal auf der Linie retten musste.
Die Halbzeitansprache setzte dann genau dort an. "Wir haben in der Pause angesprochen, dass wir definitiv mehr Mentalität an den Tag legen müssen, um ein Derby zu gewinnen", erzählte Schneeberger, und genau diese Reaktion bekam er nach Wiederbeginn. Leonding kam besser heraus, hatte wieder gute Möglichkeiten und arbeitete sich spürbar zurück in die Partie. In der 70. Minute schlug Stefan Maslac mit einem Freistoß zum 1:1 zu. Für Schneeberger war das ein Wendepunkt: "Mit dem Ausgleich haben wir uns wieder in die Partie zurückgearbeitet." Nur vier Minuten später legte Leonding nach. Mathias Haider bereitete stark vor, Michael Halbartschlager verwertete zum 2:1. Das Derby war gedreht, und die Hausherren hatten in dieser Phase klar das Momentum auf ihrer Seite. Schneeberger sah sein Team nun auch in den Zweikämpfen präsenter und vorne deutlich zwingender als noch vor der Pause.
Entschieden war die Partie damit aber noch lange nicht. In der 89. Minute bekam die ASKÖ Doppl-Hart einen Elfmeter zugesprochen, den Alexander Sixl zum 2:2 nutzte. Bitter aus Leondinger Sicht: Schneeberger sprach danach vom "einzigen Torschuss" der Gäste in der zweiten Halbzeit. Der Trainer nannte die Schlussphase "sehr turbulent" und betonte zugleich, dass sich der Sieg nicht an einem einzelnen Moment festmachen lasse. Dass seine Mannschaft dennoch sofort wieder antwortete, passte genau zu dem Bild, das er vom Spiel zeichnete. Gleich nach dem Anstoß holte die ASKÖ Leonding einen Freistoß in gefährlicher Zone heraus, brachte den Ball gut ins Zentrum und Omid Ahmadzai traf in der 91. Minute zum 3:2. "Unter dem Strich haben wir das Spiel verdient gewonnen, weil wir den Sieg mehr wollten und mehr Mannschaft waren als der Gegner", sagte Schneeberger. Für Leonding sind das im Derby nicht nur drei wichtige Punkte, sondern auch die Bestätigung, dass die guten Ballbesitzphasen und die zweite Halbzeit mit deutlich mehr Biss den Ausschlag gaben.