In der Bezirksliga Ost hat sich die Union HOVA Adlwang gegen den SK ADmira Linz ein 2:2-Unentschieden erarbeitet. Nach frühem Treffer von Paul Dorfer, zwischenzeitlichem Rückstand und dem Ausgleich durch Ivan Dramac stand für die Gastgeber vor allem eines im Vordergrund: nach vier Niederlagen in Serie endlich wieder anzuschreiben. Genau das hob Sektionsleiter Mario Schoißwohl nach der Partie auch als entscheidenden Punkt hervor.

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Adlwang legte so los, wie man es sich nach schwierigen Wochen nur wünschen kann. Schon in der Anfangsminute brachte Paul Dorfer die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Schoißwohl sprach von einem starken Start seiner Mannschaft und betonte: "Wir sind relativ gut ins Spiel gekommen." Dazu passte auch der Plan, den er klar beschrieb: "Wir wollten kompakt stehen. Wir haben die letzten vier Spiele viele Tore bekommen und leider viermal verloren. Wir wollten aus einer kompakten Defensive auf Konter das Spiel so lange wie möglich offenhalten." Nach der Führung kam Adlwang laut Schoißwohl auch immer wieder in Umschaltmomente, spielte einige Situationen aber nicht sauber zu Ende. Ab etwa der 20. Minute verschob sich das Spiel dann mehr und mehr auf die Seite der Gäste. "Admira Linz übernahm das Spiel und drückte auf den Ausgleich", sagte Schoißwohl. In der 40. Minute fiel dieser dann auch, als Maximilian Abpfolter für die Linzer zum 1:1 traf und damit den Pausenstand herstellte.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Schoißwohl zunächst wieder eine ordentliche Phase seiner Mannschaft. "Nach der Pause waren wir wieder gut im Spiel", sagte der Funktionär und meinte damit vor allem, dass Adlwang dem Gegner nicht mehr so viele spielerische Möglichkeiten geben wollte wie in der stärkeren Phase der Gäste vor der Pause. Trotzdem geriet die Heimelf erneut in Rückstand. In der 62. Minute traf Phillip Linhartsberger zum 1:2 für Admira Linz, eingeleitet war die Szene laut Schoißwohl durch "einen Ballverlust im Mittelfeld". Entscheidend war aus Sicht der Gastgeber aber, dass die Mannschaft danach nicht auseinanderfiel. In der 74. Minute nutzte Ivan Dramac einen Fehler des Admira-Tormanns zum 2:2. Schoißwohl ordnete diese Phase nüchtern ein. Adlwang habe in beiden Halbzeiten gute und vielversprechende Situationen gehabt, "aber im letzten Drittel nicht fertig gespielt". Gerade deshalb hatte dieser Ausgleich für die Gastgeber umso mehr Gewicht.
Auch wenn Adlwang sich nach dem Ausgleich den wichtigen Zähler sicherte, machte Schoißwohl keinen Hehl daraus, dass dieser Punkt in der Schlussrechnung auch stark mit dem eigenen Tormann zu tun hatte. "Andererseits muss man auch froh sein, das Spiel nicht verloren zu haben", sagte er offen. Dann schob er nach: "Unser Tormann Marvin Panhölzl hatte einen Sahnetag und vereitelte drei, vier hundertprozentige Chancen." Damit war klar, warum der Sektionsleiter am Ende von einem verdienten Remis sprach, ohne das Ergebnis schönzureden. Gleichzeitig fand er sehr anerkennende Worte für den Gegner. Admira Linz sei "sehr spielstark", verfüge über "sehr tolle Einzelspieler, sowie lässt der Trainer einen tollen Fußball spielen und alle leisten insgesamt "eine sehr gute Arbeit". Auch für das Schiedsrichterteam hatte Schoißwohl Lob übrig: "Schiedsrichter Krczal und die Linienrichter waren fehlerfrei. Sie ließen sehr viel laufen." Gerade in einem intensiven Spiel war das für ihn ein Punkt, den er ausdrücklich erwähnt wissen wollte.
Für die Union Adlwang war das 2:2 deshalb mehr als nur ein weiteres Resultat in der Tabelle. Nach vier Niederlagen in Folge ging es laut Schoißwohl vor allem darum, wieder Boden unter die Füße zu bekommen. "Für uns war es sehr wichtig, wieder anzuschreiben", sagte er, und genau so klang auch seine Einordnung nach dem Schlusspfiff. Er sprach davon, dass die Mannschaft in den vergangenen Tagen "wieder gut trainiert" habe und "zusammengerückt" sei. Der Punkt gegen den Tabellenvierten soll nun Rückenwind für die letzten Aufgaben bringen. Als Nächstes wartet das Heimderby gegen Schiedlberg, danach geht es zur Union Saxen. Auch deshalb richtete Schoißwohl gleich noch einen Appell an das Umfeld: "Kommt zahlreich ins Stadion und feuert die Mannschaft an. Wir brauchen jetzt jede Unterstützung und ein volles Haus." Nach diesem 2:2 ist zumindest wieder etwas Zuversicht zurückgekehrt.