Spielberichte

„Wir hätten früher wechseln müssen“ – Schiedlberg bringt die Führung gegen Admira Linz nicht ins Ziel

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Union Schiedlberg
SK ADmira Linz

In der Bezirksliga Ost hat Union Freller Dach Schiedlberg zum Herbstausklang gegen SK ADmira Linz nach einer 1:0-Führung nur ein 1:1 mitgenommen. Trainer Thomas Hinterreiter sprach danach von einem „verdienten 1:1“, meinte aber auch, dass seine Mannschaft in ihrem Matchplan „eine Spur sicherer“ gewesen sei und den Sieg mit etwas anderen Entscheidungen wohl über die Zeit gebracht hätte.

Eine Reihe Bälle entlang der Seitenlinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Lange Unterbrechung nimmt der Partie früh den Rhythmus

Hinterreiter erlebte eine Begegnung, die aus seiner Sicht von Beginn an unter besonderen Vorzeichen stand. „Es war gute Intensität, super Bedingungen, auch wenn es ein bisschen frisch war. Der Platz war ein Traum für November“, sagte der Schiedlberg-Trainer und verteilte gleich ein Lob an den Platzwart. Sportlich wurde das Spiel aber schon nach elf Minuten von einer Verletzung eines Schiedlberger Spielers überschattet, die zu einer langen Unterbrechung führte. „Gute Besserung auf diesem Weg“, sagte Hinterreiter. Danach entwickelte sich eine Partie, in der Admira Linz laut Schiedlberg-Coach gut presste, Räume zustellte und den Gastgebern nur wenig geordnetes Spiel ermöglichte. Deshalb musste Schiedlberg oft den langen Ball wählen, kam nach Einschätzung des Trainers aber trotzdem zu seinen Möglichkeiten. Auch die Gäste wurden gefährlich, vor allem über die linke Seite, insgesamt sah Hinterreiter seine Mannschaft bei den besseren Chancen aber leicht vorne. Weil die frühe Unterbrechung so viel Zeit kostete, fiel auch die Pause kürzer aus. Es wurde bereits dunkel, der Ablauf musste angepasst werden.


Elfmeter bleibt liegen, Fiala antwortet mit dem Freistoßtor

Direkt nach Wiederbeginn bot sich Schiedlberg die große Möglichkeit, das Spiel in die gewünschte Richtung zu drehen. Die Gastgeber bekamen früh in der zweiten Halbzeit einen Elfmeter zugesprochen, den Hinterreiter selbst als „eine schiedsrichterliche Entscheidung zu unseren Gunsten“ einordnete. Genützt wurde diese Chance aber nicht, der Tormann der Linzer hielt. Dass seine Mannschaft danach nicht den Faden verlor, gefiel dem Trainer allerdings. „Der Spieler, der den Elfmeter nicht verwandelt hat, hat dann ein Freistoßtor gemacht. Das war super Mentalität“, sagte Hinterreiter. In der 56. Minute brachte Julian Paul Fiala Schiedlberg mit genau diesem Treffer doch noch mit 1:0 in Führung. Danach blieb der Gastgeber bei seiner Linie, stand kompakt und wollte aus Umschaltsituationen nachlegen. Genau dort sah Hinterreiter aber auch das größte Manko. „Wir haben die Umschaltsituationen wieder nicht so fertig gespielt wie in den erfolgreichen Spielen“, erklärte er. So blieb Admira Linz im Spiel, auch wenn Schiedlberg nach Einschätzung des Trainers hinten lange wenig wirklich Gefährliches zuließ und die Gäste oft zu Distanzschüssen zwang. Ein Stangenschuss der Linzer war dennoch dabei.

Stöttinger trifft spät, Hinterreiter denkt an Wechsel und System zurück

Dass es am Ende trotzdem nur zu einem Punkt reichte, ärgerte den Trainer vor allem wegen der Schlussphase. In der 86. Minute kam Admira Linz noch zum Ausgleich, Moritz Stöttinger traf nach einer Kombination zum 1:1. Hinterreiter sagte offen, dass ihm dabei das letzte konsequente Verteidigen seiner Mannschaft fehlte. „Wir haben es da ein bisschen zu leicht gemacht, da war nicht mehr der absolute letzte Wille zum Wegverteidigen da“, meinte er. Den entscheidenden Hebel sah er rückblickend aber schon etwas früher. Weil durch die verletzungsbedingte Unterbrechung und den nötigen Wechsel die Möglichkeiten enger wurden, zögerte Schiedlberg mit weiteren personellen Maßnahmen lange. „Wir hätten früher wechseln können, weil wir schon ein bisschen müde waren“, sagte Hinterreiter. Ebenso hätte er sich gegen Ende eine defensivere Umstellung im Zentrum gewünscht, um dort mehr Gleichzahl zu schaffen. Nach dem Ausgleich blieb kaum noch Zeit, noch einmal echte Gefahr zu erzeugen. Unter dem Strich blieb für ihn deshalb ein gerechtes Remis, auch wenn er Schiedlberg im eigenen Plan stabiler sah als den Gegner. Mit 21 Punkten nach dem Herbst könne man „sehr zufrieden sein“, zugleich betonte der Trainer, dass noch Potenzial vorhanden sei. Die Winterpause kommt für die Gastgeber nun zum passenden Zeitpunkt, im Frühjahr will Schiedlberg „richtig durchstarten“.

Bezirksliga Ost: Schiedlberg : SK ADmira - 1:1 (0:0)

  • 86
    Moritz Stöttinger 1:1
  • 56
    Julian Paul Fiala 1:0