Mit einem 4:1 gegen ASKÖ Blaue Elf Linz hat sich ASKÖ Doppl-Hart 74 am Samstag aus der Bezirksliga Ost in die Winterpause verabschiedet. Trainer Gerald Dickinger-Neuwirth sprach trotz des klaren Endstands von einer langen, engen und kampfbetonten Partie, in der sein Team vor allem durch gut gesetzte Tore und eine stabile Defensive den Unterschied machte. Für die Gastgeber war der Heimsieg ein versöhnlicher Abschluss einer durchwachsenen Herbstsaison.

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Wer nur auf das Ergebnis blickt, könnte einen einseitigen Nachmittag vermuten. Dickinger-Neuwirth beschrieb die Partie aber ganz anders. "Es war über neunzig Minuten ein sehr enges, sehr kampfbetontes Spiel", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff und rückte damit gleich zurecht, wie dieses 4:1 einzuordnen ist. Doppl-Hart hatte zwar am Ende vier Treffer auf der Habenseite, musste sich diese Führung aber Schritt für Schritt erarbeiten. Das 1:0 in der 26. Minute war dabei laut Trainer auch deshalb bemerkenswert, weil es nach einem Wechsel fiel. Jonas Jelinek kam ins Spiel und war bei der ersten Standardsituation im Strafraum sofort präsent. "Der eingewechselte Spieler Jonas Jelinek war gleich da und hat ein wunderschönes Kopfballtor erzielt", sagte Dickinger-Neuwirth. Kurz vor der Pause legte Fabian Grubeck in der 42. Minute das 2:0 nach. Diese Führung zur Halbzeit war wichtig, aber sie nahm dem Spiel aus Sicht der Gastgeber noch nicht die Spannung.
Gerade das betonte der Doppl-Hart-Coach mehrfach. "Nach dem 2:0 war Blaue Elf Linz immer wieder sehr drückend und hatte auch gute Chancen", erklärte er. Der Gegner blieb also trotz des Rückstands im Spiel und forderte die Hausherren weiter. Dickinger-Neuwirth machte keinen Hehl daraus, dass sein Team in dieser Phase sauber und konzentriert verteidigen musste, um nicht noch einmal unter Druck zu geraten. Erst mit den Treffern in der zweiten Halbzeit kippte die Partie endgültig. In der 67. Minute stellte Alexander Sixl auf 3:0. Es war sein 20. Treffer im Herbst. Als David Tanev in der 80. Minute zum 4:0 einschob, war die Begegnung entschieden. "Mit dem 3:0 und 4:0 war die Partie dann entschieden", sagte Dickinger-Neuwirth. Dass seine Mannschaft am Ende noch das 1:4 hinnehmen musste, blieb für ihn nur ein kleiner Makel an einem ansonsten gelungenen Nachmittag.
Dass Doppl-Hart am Ende dennoch so klar gewann, lag für den Trainer nicht nur an den vier eigenen Treffern. Er stellte vor allem die Arbeit gegen den Ball in den Mittelpunkt. "Die Stärke lag darin, dass wir wichtige Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt und wir in der Defensive alles gut wegverteidigt haben", sagte Dickinger-Neuwirth. Diese Aussage zieht sich wie ein roter Faden durch seine Analyse. Blaue Elf Linz kam zwar immer wieder in Zonen, in denen Gefahr entstehen konnte, vor dem Tor fehlte den Gästen aber die letzte Konsequenz. Genau darin sah der Trainer auch den Unterschied. "Der Gegner hat uns bis zum Schluss gefordert, war aber zu ungefährlich vor dem Tor", meinte er. Besonders zufrieden war er mit der gesamten defensiven Kette, vom Tormann über die Innenverteidigung bis ins zentrale Mittelfeld. Auch die Besetzung auf der Doppelsechs mit Michael Graf und Fabian Grubeck funktionierte nach seiner Einschätzung gut. Für Dickinger-Neuwirth war es deshalb ganz klar eine geschlossene Mannschaftsleistung, die den Ausschlag gegeben hat.
Nach 13 Runden und 17 Punkten geht Doppl-Hart damit auf Platz zehn in die Pause, und genau deshalb hatte dieser Nachmittag für die Gastgeber mehr Gewicht als nur drei Zähler. "Wir wollten heute einfach einen tollen Saisonabschluss", sagte der Trainer. Dass zuvor schon die Reserve mit 6:1 gewonnen hatte und danach die Kampfmannschaft mit 4:1 nachlegte, passte für ihn ins Bild eines gelungenen Tages. Dickinger-Neuwirth sprach von einem "versöhnlichen Abschluss einer durchwachsenen Herbstsaison" und verband den positiven Schlusspunkt sofort mit dem Blick nach vorne. Ganz zufrieden ist er trotz des Sieges nicht, und das machte er ebenfalls deutlich. "Verbesserungspotenzial gibt es immer", sagte er. In der Winterpause wolle man die verletzten Spieler wieder zurückbringen, an der körperlichen Fitness arbeiten und im Spiel nach vorne weiter zulegen. Gleichzeitig soll die Mannschaft in der Defensive noch stabiler werden. Der klare Heimsieg gegen Blaue Elf Linz war also ein guter Abschluss, aber aus Sicht des Trainers auch nur die Grundlage für das, was im Frühjahr besser werden soll.