Am gestrigen Mittwochabend gingen die ersten Partien der Auto Günther Relegation von der Bühne und so auch das Match zwischen der Union Thalheim und der ASKÖ Vorchdorf. Die Thalheimer hatten in einem wochenlangen Showdown zwischen mehreren Teams in der Bezirksliga Süd den Kürzeren gezogen, während Vorchdorf nach einer starken zweiten Saison nach dem Abstieg aus eben jener Spielklasse nun mit der Rückkehr liebäugelt. Auswärts in Thalheim konnten die Mannen von Norbert Hutterer der Pfob-Elf trotz 30-minütiger Überzahl ein Unentschieden abringen, geht es im Rückspiel wortwörtlich bei Null los.
Vielleicht auch angesichts der Brisanz sahen knapp 400 Zuschauer eine muntere, auf beiden Seiten aber von Fehlern geprägte Anfangsphase. Die Gäste aus Vorchdorf verbuchten zwar ein wenig mehr Spielanteile, die Gastgeber aber die besseren Chancen. Umut Nacak schnupperte so gleich zu Beginn an der Führung, während Vorchdorf in Person von Tobias Hufnagl und Kevin Wallmen inmitten von Durchgang eins zu guten Möglichkeiten kam. Die nötige Präzision, sowie das Quäntchen Glück fehlten jedoch beiden Teams, auch Thalheims Pio Pavlovic, der kurz vor dem Pausenpfiff das Spielgerät auf den Querbalken setzte.
Nach dem Seitenwechsel flachte die Partie dann vorerst etwas ab. Knapp zehn Minuten gespielt, sah dann Vorchdorfs Fabian Fellinger nach einem Foul die Ampelkarte – die Gäste nun in Unterzahl und mit dem Rücken zur Wand, sollte man meinen. So richtig spürbar war es dann aber nicht, dass ein Team dezimiert auftrat, fanden im zweiten Abschnitt dennoch die Mannen von Norbert Hutterer die besseren Chancen vor. Während Thalheim daran scheiterte, das Ruder an sich zu reissen, wussten die Gäste mit einem disziplinierten Auftreten und laufstarken Offensivspielern zu gefallen. Die beste Möglichkeit hatte in dieser Phase Vorchdorfs Jovica Jesic, der mit seinem Kopfball an einem herausragend-parierenden Benjamin Hetzel im Tor der Heimischen scheiterte. Am Ende reichte es aber für beide Teams nicht für einen Treffer, werden die Karten im Rückspiel neu gemischt.
Christian Magoc (Sportlicher Leiter Union Thalheim):
„Wir hätten Vorchdorf ein bisschen stärker eingeschätzt, weil wir wussten, dass sie oft gewonnen haben diese Saison. In der ersten Viertelstunde waren wir klar überlegen, haben die Chancen aber leider nicht genützt. Das war die ganze Saison schon unser Problem. Danach ging es Hin und Her und beide Mannschaften hatten gute Möglichkeiten. Vorchdorf bekam dann in der 55. die Rote, das konnten wir leider nicht ausnutzen. Wir sind kräftemäßig nicht da, wo wir hingehören. Darum haben wir es auch nicht geschafft, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Auswärts wird es wahrscheinlich schwierig, wenn die den Heimvorteil haben und ordentlich Gas geben kann ich mir vorstellen, dass es sich für uns nicht ausgeht. Insgesamt war das eine gute Partie und die Mannschaften sehr gleich, man merkt schon, dass Vorchdorf unbedingt aufsteigen will. Wir wollen die Liga auch halten, wenn sie nochmal so spielen dann wird es schwierig.“
Norbert Hutterer (Trainer ASKÖ Vorchdorf):
„Am Ende bin ich froh, dass das Spiel 0:0 ausgegangen ist. Wir haben 30 Minuten mit einem Mann weniger gespielt und die Temperaturen waren auch relativ hoch. Das war nicht ganz so einfach. Das Rückspiel wird genau gleich schwer, der einzige Vorteil ist, dass wir daheim spielen. Wir kennen da die Gegebenheiten, ich will daraus aber keine großen Vorteile für uns ziehen. Das wird genau so ein offenes Spiel wie es das Hinspiel war. Die Sperre tut natürlich weh, wir fangen das aber auf, wie wir alles aufgefangen haben diese Saison. Am Ende schauen wir dann wer sich am Samstag um 19:00 durchsetzt.“