In der 1. Klasse Mitte setzte sich der ATSV VLAD St. Martin/Traun am letzten Spieltag klar mit 5:0 gegen die SPG Neue Heimat Linz/Edelweiss 1b durch. Drei frühe Treffer legten den Grundstein, zwei späte Tore rundeten den Auftritt ab. Trainer Gerhard Mittermayr sprach von einem besonderen Abend und ordnete die Partie so ein: „Nach 17 Minuten war es fast entschieden.“ Für ihn war es zugleich das Abschiedsspiel – mit einer deutlichen Revanche für die Niederlage im Herbst und einem Zu-null, das perfekt zu seinem Abschluss passte.

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St. Martin erwischte einen Start nach Maß und zog dem Gegner binnen einer Viertelstunde den Stecker. Nach acht Minuten klingelte es erstmals: Marko Perac traf per Kopf zum 1:0, nachdem laut Trainer Gerhard Mittermayr eine punktgenaue Ecke von Akin Öztürk den Weg ins Zentrum fand. Nur vier Minuten später legten die Gastgeber nach, Elsadat Hasani stellte auf 2:0. Der ATSV blieb am Drücker, und in Minute 17 erhöhte Saikou Colley auf 3:0 – der frühe Dreierpack brachte Ruhe ins Spiel. „Wir sind toll hineingekommen und haben nach acht, zwölf und siebzehn Minuten getroffen. Nach siebzehn Minuten war das Spiel eigentlich fast entschieden“, sagte Mittermayr. Bis zur Pause verwalteten die Hausherren den komfortablen Vorsprung, viel Erwähnenswertes passierte nicht mehr, es blieb beim 3:0-Halbzeitstand. Genau diese Reife im Umgang mit einer Führung hatte sich der Coach in seinem letzten Spiel gewünscht.
Nach dem Seitenwechsel blieb der ATSV das aktivere Team und kontrollierte weite Strecken, ohne ins Risiko zu gehen. Chancen gab es, doch die Entscheidung fiel erst ganz spät: In der 90.+2 traf Emircan Gül zum 4:0, nur eine Minute später setzte Elsadat Hasani mit dem 5:0 den Schlusspunkt. „In der zweiten Halbzeit haben wir großteils das Spiel gemacht und erst in der Schlussphase noch zweimal getroffen. Am Ende war es ein klarer, verdienter Sieg“, fasste Mittermayr zusammen. Diskussionen blieben aus: „Es hat keine besonderen Szenen gegeben. Die Schiedsrichter waren sehr gut, da gibt es nichts zu diskutieren.“ Trotz der klaren Niederlage fand er respektvolle Worte für den Gegner: „Edelweiss 1b ist keine schlechte Mannschaft. Junge Burschen, die 90 Minuten kämpfen und Fußball spielen wollen. Vielleicht fehlt ihnen vorne noch der Spieler, der die Tore macht.“ Besonders freute ihn das Zu-null: „Ich lege großen Wert darauf. Wir haben in der Liga die drittwenigsten Gegentore – darauf bin ich sehr stolz.“
Für Gerhard Mittermayr war es ein emotionaler Abschluss – sportlich klar, inhaltlich rund. „Im Herbst haben wir bei der Neuen Heimat 0:3 verloren, das war bitter. Heute wollten wir uns revanchieren, und das ist uns mit dem 5:0 bestens gelungen“, erklärte der Coach. Gleichzeitig nutzte er den Moment für ein großes Dankeschön: „Ich möchte mich beim Verein ATSV St. Martin verabschieden – bei allen Funktionären, beim Trainerteam, bei meinen Spielern und bei unseren Zuschauern.“ In seine Bilanz mischt sich Stolz und Ehrlichkeit: „Mehr wäre heuer in Richtung Meistertitel drin gewesen, leider hat es nicht ganz gepasst.“ Die Fakten untermauern seine Einordnung: St. Martin beendet die Saison als Vierter mit 45 Punkten. „Ich war zwei Jahre da. Im ersten Jahr sind wir Meister geworden und nach 26 Jahren wieder aufgestiegen. Jetzt sind wir Vierter geworden – insgesamt waren es zwei erfolgreiche Jahre. Ich bin zufrieden und wünsche allen alles Gute.“ Ein Abschied, der mit fünf Toren und einer weißen Weste sportlich kaum schöner hätte ausfallen können.