Spielberichte

Gute Leistungen, aber zu wenig Punkte: SPG Wilhering/Mühlbach hadert mit der Chancenverwertung

Wilhering/Mühlbach

Die 1. Klasse Mitte hat für SPG Wilhering/Mühlbach eine Saison mit Licht und Schatten gebracht. Rang acht mit 34 Punkten ist am Ende ein ordentlicher Platz im Mittelfeld, ganz zufrieden ist Trainer Alexander Oppolzer damit aber nicht. Vor allem das 5:1 gegen ASKÖ Luftenberg zum Abschluss zeigte laut ihm noch einmal, was in dieser Mannschaft steckt und warum über die gesamte Spielzeit mehr möglich gewesen wäre.

Weitwinkelaufnahme eines Fußballspiels mit Flutlicht

Foto von Abigail Keenan auf Unsplash

Viele ordentliche Auftritte, aber zu wenig Ertrag

Wenn Alexander Oppolzer auf die vergangenen Monate zurückblickt, dann fällt seine Einordnung klar aus. Der Trainer sieht viele Spiele, in denen seine Mannschaft ordentlich gearbeitet und sich auch genug Möglichkeiten erarbeitet hat. Genau dort beginnt für ihn aber auch das große Thema dieser Saison. „Gut funktioniert hat, dass wir in sehr vielen Spielen richtig gute Leistungen abgerufen haben und wir in vielen Spielen sehr viele Torchancen gehabt haben“, sagt Oppolzer. Gleichzeitig schiebt er sofort den entscheidenden Punkt nach: „Das Negative ist einfach, dass wir aus unseren Chancen viel zu wenig gemacht haben.“ Für SPG Wilhering/Mühlbach ist damit der Kern dieser Saison gut beschrieben. Die Leistungen waren laut dem Trainer oft besser als die Ausbeute, und genau deshalb blieb die Mannschaft trotz vieler ordentlicher Auftritte bei 34 Punkten und Rang acht hängen.

Das 5:1 zum Schluss passte ins Bild einer verpassten Saison

Besonders deutlich wird Oppolzers Blick auf die Saison, wenn man auf die letzten Wochen schaut. Vor dem abschließenden 5:1 gegen ASKÖ Luftenberg hatte SPG Wilhering/Mühlbach gegen ASK St. Valentin 1b mit 1:2 verloren, gegen SPG Stahl Linz FC / Ebelsberg ein 0:4 hinnehmen müssen, gegen Dionysen/Traun 1:1 gespielt und gegen Union Pichling 0:1 verloren. Aus vier Spielen war also nur ein Punkt gekommen, ehe zum Abschluss noch einmal ein klarer Sieg gelang. Gerade dieses letzte Spiel nimmt Oppolzer als Beispiel dafür, was über weite Strecken gefehlt hat. „Im letzten Spiel konnte man das ein bisschen besser umsetzen“, sagt er mit Blick auf die Chancenverwertung. Der Trainer macht damit deutlich, dass nicht erst am Saisonende sichtbar wurde, woran es hakte. „Es war eigentlich Woche für Woche ein bisschen Thema“, erklärt Oppolzer. Für SPG Wilhering/Mühlbach bleibt daher ein Rückblick, in dem ordentliche Leistungen und ein eher magerer Ertrag nebeneinanderstehen.

Abgänge tun weh, junge Spieler sollen den nächsten Schritt machen

Während der Blick zurück vor allem die vergebene Chancenverwertung in den Mittelpunkt rückt, ist die Lage im Kader das zweite große Thema bei SPG Wilhering/Mühlbach. Oppolzer spricht von „zahlreichen Abgängen“ und nennt mit Daniel Knezevic, Jannik Stelzer und David Engleder zwei Innenverteidiger und den Spielmacher, die den Verein verlassen bzw. ihre Karriere beenden. Dazu legt Merlind Hondozi eine Karrierepause ein. Das sind Veränderungen, die für einen Unterhausverein nicht einfach aufzufangen sind, schon gar nicht, wenn mehrere erfahrene Spieler wegfallen. SPG Wilhering/Mühlbach hat bereits reagiert und mit Philipp Gartner einen Innenverteidiger aus Hörsching verpflichtet. Oppolzer verbindet damit eine klare Hoffnung: „Er bringt die Körperlichkeit wieder ein bisschen rein, die wir auch benötigen.“ Dazu kommt ein sehr junger Spieler von Babenberg. Gleichzeitig hält SPG Wilhering/Mühlbach noch Ausschau nach Verstärkung im zentralen Mittelfeld oder im Sturm, auch wenn Oppolzer offen sagt, dass der Markt nicht leicht ist. Das Hauptziel formuliert er ohne Umwege: „Wir wollen die Abgänge und die Spieler, die ihre Karriere beendet haben, mit jungen Spielern auffangen.“

Stabile Rahmenbedingungen und ein klarer Plan für den Herbst

Bei allen personellen Veränderungen sieht Oppolzer aber auch genügend Gründe, mit einem guten Gefühl in den Sommer zu gehen. Im Trainerteam bleibt alles beim Alten, verletzte oder angeschlagene Spieler gibt es laut dem Trainer derzeit keine, und genau das ist für die Vorbereitung ein wichtiger Punkt. „Im Moment haben wir zum Glück keine verletzten Spieler“, sagt Oppolzer. Nach der Sommerpause soll es ab 13. Juli wieder losgehen, dann will SPG Wilhering/Mühlbach mit einer „schlagkräftigen Mannschaft“ in die Vorbereitung starten. Auch abseits des Rasens hat sich beim Verein etwas getan. Auf der Sportanlage in Schönering wurde eine neue Flutlichtanlage am Hauptfeld errichtet, dazu stand zuletzt die 80-Jahr-Feier des SV Wilhering mit einem Spiel gegen Blau-Weiß Linz auf dem Programm. Oppolzer betont, dass der Verein die Infrastruktur Schritt für Schritt weiter verbessern will und „auf einem sehr, sehr guten Weg“ ist. Beeindruckt hat ihn in der Liga vor allem Meister Blaue Elf Linz, dem er den Titel gönnt. Den Blick richtet er trotzdem lieber auf die eigene Arbeit. Bei SPG Wilhering/Mühlbach geht es nun darum, aus ordentlichen Leistungen endlich mehr Ertrag zu machen und die nächste Entwicklung der vielen jungen Spieler auch in Punkten sichtbar werden zu lassen.