Nachdem man sich im Hinspiel der Auto Günther Relegation mit 0:0 getrennt hatte, ging am gestrigen Samstagnachmittag das alles-entscheidende Rückspiel zwischen der ASKÖ Vorchdorf und der Union Thalheim von der Bühne. Rund 700 Zuschauer sahen in der FALK Fachkraft Arena in Vorchdorf ein unterhaltsames Spiel, das die Hausherren nach einem frühen 0:2-Rückstand zu ihren Gunsten drehen konnten. Nach zwei Jahren 1. Klasse wird so in Vorchdorf künftig wieder Bezirksliga-Fußball zu sehen sein.
Nachdem die Gäste vor heimischer Kulisse angesichts der 30-minütigen Überzahl etwas enttäuscht hatten, startete man hochmotiviert und traumhaft ins Gastspiel beim Kontrahenten. Nach einem langen Einwurf war Dino Coralic zur Stelle und schoss die Thalheimer in Front (18.). Und nur drei Minuten später legten die Mannen von Andreas Pfob nach. Pio Pavlovic netzte nach einem Stanglpass ein. Vorchdorf war in dieser Phase noch gar nicht in der Partie, präsentierte sich nicht griffig genug und war so verdient mit 0:2 in Rückstand. Kurz vor der Pause wendete sich das Blatt dann, gab die Union die doch komfortable Führung binnen zwei Minuten aus der Hand. Erst verkürzte Paul Klimitsch nach einer schönen Einzelaktion auf 1:2, ehe Thalheims Ivan Vareskic in Kooperation mit Vorchdorfs Gregor Steiner einen Stanglpass von Jonas Traunbauer ins eigene Tor beförderte (44.).
Die sicher-geglaubte Pausenführung für die Gäste war so futsch, und das Momentum auch nach dem Seitenwechsel ganz klar auf Seiten der Hutterer-Elf. Ähnlich wie im Hinspiel schien mit fortschreitender Spieldauer die Kraft auf Seiten der Gäste zu schwinden, was Vorchdorf diesmal eiskalt ausnützte. Man verbuchte nun eine Chance nach der anderen und musste auch nicht lange auf die Führung warten. Kevin Wallmen scheiterte in Minute 58 erst an Thalheim-Schlussmann Koch, drückte dann aber im Nachschuss das Spielgerät über die Linie. Die Pfob-Truppe konnte sich infolgedessen nicht mehr richtig rehabilitieren und schluckte knapp zehn Minuten vor Schluss dann auch noch das vorentscheidende 4:2 – Stefan Filzmoser traf und versetzte die heimischen Anhänger in Extase (82.). In den Schlussminuten tat sich dann nicht mehr sonderlich viel und nach Abpfiff war der Jubel riesengroß.
Nachdem man vor etwa zwei Jahren ausgerechnet in der Verlängerung des Relegations-Rückspiels gegen die Union Adlwang den Gang in die 1. Klasse antreten musste, kehrt man nun in die Bezirksliga zurück.
Norbert Hutterer (Trainer ASKÖ Vorchdorf):
„Die ersten 30 Minuten waren nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Ich glaube, dass da die schweren Beine eine Rolle gespielt haben, vielleicht hatten wir auch ein bisschen Angst. Wir sind auch folgerichtig mit 0:2 in Rückstand geraten. Nach dem schnellen Ausgleich wussten wir, dass wir in der zweiten Halbzeit kräftemäßig Vorteile haben, das hat man am Mittwoch schon gesehen. Da kam dann die zweite Luft und wir konnten das Spiel für uns entscheiden. Das war dann sehr einseitig, Thalheim war meines Empfindens nach am Ende. Das Ergebnis ist am Ende des Tages völlig richtig so. Nachdem wir in die 1. Klasse Ost gekommen sind und keine Mannschaft außer Steinerkirchen, die mit uns gewechselt sind, kannten, war die Zielsetzung innerhalb des Vereins die Gleiche. Aufgrund dessen, das wir mit allen Rückschlägen in dieser Saison umgehen konnten und trotzdem performt haben, haben wir uns den Aufstieg am Ende auch verdient.“