Spielberichte

Werner Sickinger (Co-Trainer SV Bögl Hohenzell): "Das Unentschieden ist absolut in Ordnung"

SV Hohenzell
SV Eberschwang

In der Bezirksliga Süd trennten sich der SV Bögl Hohenzell und der SV Eberschwang mit 1:1. Nach torloser Pause brachte Elias Riegler die Gäste in Führung, Tobias Jetzinger glich aus. Co-Trainer Werner Sickinger sprach von einem gerechten Remis, erwähnte eine mögliche Elferszene vor der Pause und die starke Reaktion seines Keepers in der Schlussminute. Angesichts der 90 Minuten vor zwei Tagen sah er schwere Beine – und trotzdem viel Moral.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach zäher erster Hälfte fällt die Führung – Hohenzell antwortet

Die Partie begann ausgeglichen und blieb bis zur Pause ohne Treffer. Hohenzell suchte als Gastgeber etwas mehr die Initiative, Eberschwang stand eng und ließ wenig zu. „Es war ein Spiel mit einem gerechten Unentschieden“, ordnete Werner Sickinger später ein und verwies auf eine Szene vor der Pause: „Vielleicht hätte es in der ersten Halbzeit einen Elfmeter für uns geben können, aber das ist nicht passiert.“ Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel Fahrt auf. In Minute 57 traf Elias Riegler zum 0:1 für die Gäste. Hohenzell brauchte eine Weile, blieb aber dran und kam zurück. In der 70. Minute belohnte Tobias Jetzinger den Aufwand mit dem 1:1-Ausgleich. Danach wogte es hin und her. „In der letzten Minute hatte Eberschwang noch eine große Chance, unser Tormann hat gut reagiert und das 1:1 gerettet“, schilderte der Co-Trainer.

Sickinger lobt Moral und erklärt die Körner vom Nachholspiel

Nach dem Schlusspfiff hob Sickinger vor allem die Moral seiner Mannschaft hervor. „Wir dürfen nicht vergessen, wir hatten noch 90 Minuten vor zwei Tagen in den Beinen. Vielleicht waren die Beine deshalb noch ein bisschen schwer, aber die Jungs waren absolut bereit und haben alles versucht“, erklärte er. Auch auf den Zwischenstand ging er ein: „Eberschwang ist 1:0 in Führung gegangen. Wir haben ausgeglichen. Kompliment, dass wir da wieder zurückgekommen sind.“ Insgesamt blieb sein Fazit positiv, aber bodenständig: „Wir waren vielleicht die etwas aktivere Mannschaft, doch Eberschwang hat nicht viel zugelassen. Von der Chancenverteilung her war es halbwegs gerecht. Das Unentschieden geht absolut in Ordnung.“

Warum es beim 1:1 blieb: Durchschlagskraft und ein routinierter Gegner

Warum es am Ende bei der Punkteteilung blieb, fasste Sickinger nüchtern zusammen. „Vielleicht hat uns die letzte Durchschlagskraft gefehlt, das letzte Quäntchen in der Chancenverwertung“, sagte er. Der Gegner hatte daran seinen Anteil: „Eberschwang ist körperlich sehr stark, eine routinierte Mannschaft, die weiß, was sie tut und nicht viel zulässt.“ Auch zum Unparteiischen fand er klare Worte: „Das Schiedsrichterteam war absolut in Ordnung.“ Ein Blick auf die aktuelle Tabelle unterstreicht das enge Duell: Hohenzell hält bei 38 Punkten auf Rang vier, Eberschwang bei 36 Zählern auf Platz sechs – zwei Teams, die auf Augenhöhe agierten und sich an diesem Abend nichts schenkten.

Ausblick: Regeneration und den Punkt mitnehmen

Für Hohenzell bedeutet das Remis vor allem eines: Durchatmen, regenerieren und den erkämpften Zähler als Basis nehmen. Die Wochenbelastung mit dem Nachholspiel zwei Tage zuvor steckte sichtbar in den Knochen, dennoch blieb die Mannschaft bis zum Schluss wach und sicherte den Punkt. Nach den intensiven Tagen dürfte nun vor allem Regeneration gefragt sein, ehe es mit neuer Frische weitergeht. Sickinger blickte zufrieden, aber nicht selbstzufrieden auf den Abend zurück: „Alles gut. Wir sind zufrieden.“

Bezirksliga Süd: Hohenzell : Eberschwang - 1:1 (0:0)

  • 70
    Tobias Jetzinger 1:1
  • 57
    Elias Riegler 0:1