In der Bezirksliga Süd unterlag der ATSV Zipf den FC Hertha Wels Amateure mit 1:3. Die Hausherren hielten lange gut dagegen und kamen zu Chancen, doch die Gäste nutzten ihre Möglichkeiten eiskalt: Kristijan Augustinovic (15.) und Mustafa Arsalah (65.) trafen, ein unglückliches Eigentor von Bernhard Kibler (69.) entschied die Partie, ehe Eren Tokat in der Nachspielzeit verkürzte. Trainer Thomas Bischof sagte danach: "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen – der Gegner hat die Tore gemacht."

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Zipf startete mutig in die Partie, geriet aber nach einer Viertelstunde in Rückstand. Kristijan Augustinovic stellte in Minute 15 auf 0:1, zur Pause blieb es beim knappen Rückstand. Thomas Bischof schilderte den Beginn als Duell auf Augenhöhe: "Es war ein intensives Spiel auf beiden Seiten. Wir hatten viele Chancen." Zugleich verwies er auf die individuelle Klasse der Gäste: "Man erkennt, dass Hertha lauter gute Spieler hat." Auch das 0:1 ordnete der Zipf-Coach ein: "Unser Tormann hat zunächst super abgewehrt, dann stand Kristijan Augustinovic dort, wo ein Stürmer stehen muss, und hat ihn hineingeschoben." Dieser Treffer änderte an der Herangehensweise der Heimelf wenig – Zipf blieb dran, ließ aber vor der Pause die eine oder andere Gelegenheit ungenutzt und ging mit 0:1 in die Kabine.
Nach Wiederbeginn drängte Zipf auf den Ausgleich, doch in der 65. Minute folgte der Moment, den Bischof als entscheidend bezeichnete. "Der Tormann wollte einen Ball abschlagen und hat den Gegenspieler getroffen. Über die Flanke kam das 2:0. Das war der Knackpunkt, da ist es nicht mehr gegangen." Den Treffer verbuchte Mustafa Arsalah. Nur vier Minuten später wurde es noch bitterer: Ein unglückliches Eigentor von Bernhard Kibler zum 0:3 (69.) nahm den Hausherren den Glauben an ein Comeback. "Das haben sie eiskalt ausgenutzt", fasste Bischof die Effizienz der Welser zusammen. Trotzdem hielt er schützend die Hand über seine Mannschaft: "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben gut mitgespielt. Die Torausbeute war nicht optimal. Wenn es normal läuft, gewinnen wir die Partie vielleicht sogar."
In der Nachspielzeit belohnte sich Zipf doch noch mit dem Tor zum 1:3: Eren Tokat traf in Minute 90.+1, am Ausgang änderte das nichts mehr. Auch nach einer umkämpften Partie blieb Bischof gegenüber dem Unparteiischen sachlich: "Die Schiedsrichterleistung war in meinen Augen okay. Auf der anderen Seite hat man das offenbar anders gesehen, weil er viele Abseits-Situationen gewertet hat. Für mich war sie okay." Sein Fazit fiel knapp und treffend aus: "Der Gegner hat die Tore gemacht." Der Blick auf die Tabelle erklärt die Lage: Hertha Wels Amateure führt mit 46 Punkten, Zipf hält als 14. bei 18 Zählern nach 22 Runden. Bischof weiß um die Aufgabe: "Wir hängen hinten drin im Abstiegskampf." Für die kommenden Wochen gilt daher, an der Effizienz zu feilen und die Chancen, die man sich auch gegen einen Topgegner erspielt hat, konsequenter zu nutzen.