Spielberichte

Union Thalheim kassiert ein 0:6 – Übleis hadert: "Die roten Karten haben alles kaputt gemacht"

Union Thalheim
SV Hohenzell

Deftig endete der Freitagabend für Union Thalheim in der Bezirksliga Süd: Gegen den SV Bögl Hohenzell setzte es ein klares 0:6. Bereits zur Pause lag die Heimelf 0:2 hinten, nach dem Wechsel legten die Gäste nach. Thalheims Co-Trainer Patrick Übleis haderte danach vor allem mit dem Platzverweis und einem aus seiner Sicht fehlenden Elferpfiff – und sah darin den Knackpunkt. Für Union Thalheim bleibt ein bitterer Abend, für Hohenzell drei souveräne Punkte.

Fußballspieler legt sich den Ball auf

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Hohenzell trifft früh und bleibt eiskalt

Der Start ließ früh ahnen, wohin die Reise gehen könnte: Schon in Minute 6 schob Fabian Glechner zum 0:1 für die Gäste ein. Thalheim brauchte, auch weil der Ballbesitz oft schnell wieder weg war, einige Zeit, um sich zu sortieren – doch der nächste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten. In der 30. Minute sah David Mayr Rot, und Matej Zulj Gelb-Rot nur drei Minuten später legte erneut Fabian Glechner das 0:2 nach. Mit diesem Zwei-Tore-Polster für Hohenzell ging es in die Pause. Direkt nach Wiederbeginn dann die frühe Vorentscheidung: Wieder war es Fabian Glechner, der in der 47. Minute zum 0:3 traf und damit seinen Hattrick komplettierte. Thalheim versuchte, die Ordnung zu halten, musste aber dem hohen Laufaufwand und der Unterzahl Tribut zollen. Hohenzell spielte die Angriffe sauber zu Ende und nutzte die Räume: Jonas Seidlmann erhöhte in der 60. Minute auf 0:4, Simon Ness legte in der 81. das 0:5 drauf, ehe Hannes Pramendorfer in Minute 85 mit dem 0:6 den Deckel endgültig draufsetzte.

Übleis ärgert sich über Platzverweis und Elferpfiff

Nach dem Schlusspfiff war Patrick Übleis die Enttäuschung anzumerken. Er sah die Weichen früh gestellt – nicht zugunsten seiner Mannschaft: "Ja, durch die roten Karten ist es natürlich schwierig. Wenn wir früh einen Ausschluss haben, kommst du kaum mehr ins Spiel." Besonders hakte er sich am Beginn fest: "Wir hätten eigentlich einen Elfmeter bekommen sollen." Übleis blieb in seiner Bewertung deutlich: "Beim Schiedsrichter ist das Spiel verloren gegangen. Der hat uns das Spiel kaputt gemacht." Und weiter: "Die Schiedsrichterleistung war katastrophal. Wir haben die roten Karten gekriegt – da fragt man sich schon: Warum überhaupt?" Gleichzeitig nahm der Co-Trainer seine Elf in Schutz und lobte die Haltung: "Die Burschen haben nicht aufgegeben, sie haben weitergekämpft und versucht, weitere Gegentore zu vermeiden." Den Gegner schätzte er nüchtern ein: "Hohenzell ist eine sehr starke Mannschaft. Die haben drei, vier richtig gute Spieler und sind insgesamt physisch stark." Dass ihm am Ende kaum eine Szene positiv hängen blieb, passt zu seiner Lesart des Abends: "Nach den roten Karten ist das Spiel hingetröpfelt. Die roten Karten haben alles kaputt gemacht."

Zwischen ernüchternder Pleite und Pflicht, wieder aufzustehen

Unterm Strich steht für Thalheim eine klare Niederlage gegen einen abgezockten Gegner – und ein Abend, an dem aus Sicht der Heimischen zu viel gegen sie lief. In der Tabelle hält Union Thalheim nach 23 Runden bei 22 Punkten und rangiert auf Platz 11, während Hohenzell mit 41 Zählern im Spitzenfeld mitmarschiert. Sportlich bleibt für Thalheim die Aufgabe, den Frust rasch abzuschütteln, die Trainingswoche zu nutzen und im Kollektiv wieder Stabilität zu finden. Dass die Mannschaft trotz Unterzahl nicht auseinanderfiel, nahm Übleis als kleinen Anker mit. Der Co-Trainer formulierte es knapp, aber deutlich: "Uns haben nach der roten Karten schlicht zwei Spieler am Platz gefehlt." Für die kommenden Aufgaben heißt das: kompakt bleiben, die Basics sauber abrufen – und die nächste Chance auf Punkte entschlossen anpacken.

Bezirksliga Süd: Thalheim : Hohenzell - 0:6 (0:2)

  • 85
    Hannes Pramendorfer 0:6
  • 81
    Simon Ness 0:5
  • 60
    Jonas Seidlmann 0:4
  • 47
    Fabian Glechner 0:3
  • 33
    Fabian Glechner 0:2
  • 6
    Fabian Glechner 0:1