Spielberichte

Windischgarsten/Spital biegt Tabellenführer: Kühn lobt Abwehr – "Elfer war der Knackpunkt"

SPG Windischgarsten/Spital
FC Hertha Wels Amateure

In der Bezirksliga Süd feierte die SPG Windischgarsten/Spital einen 2:1-Heimsieg gegen FC Hertha Wels Amateure. Nach torloser Pause brachte Muhammed Yigit die Gäste kurz nach Wiederbeginn in Front, ehe Jürgen Gressenbauer mit einem Doppelpack drehte. Trainer Manuel Kühn sprach von einer kompakten Abwehr, starken Umschaltmomenten – und einem verwandelten Elfer als Knackpunkt gegen den Tabellenführer. Ein Sieg mit viel Arbeit, aber auch mit klarem Plan und der nötigen Konsequenz im zweiten Durchgang.

Tormann beim Abstoß

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Vom 0:1 zur Wende

Von Beginn an war zu sehen, warum der Gegner oben steht; die Amateure ließen den Ball laufen, doch die Hausherren standen dicht. „Wels war heute sicher spielerisch klar überlegen“, bekannte Manuel Kühn, „wir waren im Defensivverbund sehr kompakt und haben wenige Chancen zugelassen.“ Bis zur Halbzeit blieb es beim 0:0 (45.). Gleich nach dem Wechsel schlug Muhammed Yigit in Minute 48 zu und stellte auf 0:1. Windischgarsten/Spital brauchte nicht lange für die Antwort: Zehn Minuten später glich Jürgen Gressenbauer zum 1:1 aus (58.), in der 78. Minute legte er das 2:1 nach. „Wir hatten immer wieder unsere Umschaltmomente“, so Kühn, „und über das Umschalten kamen wir zu Chancen.“ So entwickelte sich aus einem zähen Abnützungskampf ein Heimsieg, der vor allem über Disziplin und Geduld wuchs.

Kompakter Block, clevere Umschalter

Auch wenn die Hertha-Amateure über weite Strecken mehr vom Ball hatten, blieb Windischgarsten/Spital im Spiel, weil der Defensivverbund arbeitete und die Laufwege stimmten. „Meine Mannschaft war heute hervorragend im Defensivverbund“, lobte Kühn, „sie hat sich immer wieder wehren können gegen eine spielerische Top-Mannschaft.“ Gleichzeitig blieb der Trainer realistisch: „Wir hatten unsere Momente, die wir leider nicht so genutzt haben, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Zum Gegner fand er klare Worte: „Der Gegner war heute sicher einer der besten, die wir im Frühjahr hatten. Technisch und spielerisch stark, aber heute wohl nicht ihren besten Tag gehabt.“ Aus dieser Mischung entstand die Chance zur Wende – und Gressenbauer war zweimal zur Stelle, um die Mühe der Kollegen in Zählbares zu verwandeln.

Elfer als Knackpunkt und Lob für den Unparteiischen

Beim Blick auf die Schlüsselstelle des Abends wurde Kühn konkret: „Der entscheidende Moment war sicher der Elfmeter für uns. Wir wollten eine Flanke in den Strafraum bringen, der Welser Verteidiger geht mit der Hand zum Ball und wir verwerten den Elfer. Das war der Knackpunkt.“ Dass danach nichts mehr anbrannte, passte zum disziplinierten Auftritt der Hausherren – und auch zur Linie des Referees. „Der Schiedsrichter war heute wirklich top. Es macht Spaß, wenn solche Schiedsrichter am Feld sind. Wenn Trainer und Schiedsrichter auf einer gemeinsamen Ebene kommunizieren und sich gegenseitig respektieren, macht der Fußball im gesamten Spaß“, sagte Kühn und ergänzte: „So sollte das immer sein – ein Schiedsrichter, der auf Augenhöhe agiert und mit Trainern und Spielern kommuniziert.“ Unterm Strich steht ein 2:1 gegen den Tabellenführer (49 Punkte), das Windischgarsten/Spital bei 24 Zählern wichtige Punkte und spürbaren Rückenwind für die nächsten Runden bringt.

Bezirksliga Süd: Windischgarsten/Spital : FC Hertha Wels Amateure - 2:1 (0:0)

  • 78
    Jürgen Gressenbauer 2:1
  • 58
    Jürgen Gressenbauer 1:1
  • 48
    Muhammed Yigit 0:1