Spielberichte

Zwei Fehler, ein Gegentor: Vöcklabruck muss sich in Schlierbach mit 1:1 begnügen

Union Schlierbach
Vöcklabrucker SC

In der Bezirksliga Süd trennten sich am 24. Spieltag Union SRW Schlierbach und Vöcklabrucker Sportclub mit 1:1. Nach torloser Pause brachte Abid Mujagic die Gäste in Front, David Winkler glich kurz darauf aus. In der Nachspielzeit sah Daniel Zivkovic noch Rot. VSC-Trainer Edis Kenjar sprach von einem harten Abstiegskampf, viel Regen und langen Bällen – und haderte vor allem mit zwei Fehlern unmittelbar vor dem Ausgleich.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Kampfspiel im Regen – Führung und schnelle Antwort

Es war von der ersten Minute an das erwartete Abstiegsspiel mit viel Einsatz und wenig Schnörkel. „Es war ein Abstiegsspiel, viele lange Bälle und Regen – nicht leicht zum Spielen“, ordnete Vöcklabrucks Trainer Edis Kenjar ein. Zur Pause stand es 0:0, beide Teams suchten den direkten Weg, große Räume gab es kaum. Nach dem Seitenwechsel erwischte der VSC den besseren Start: In Minute 57 traf Abid Mujagic nach einem „super herausgespielten Tor“, wie Kenjar betonte. Schlierbach ließ sich davon aber nicht beeindrucken und schlug nur fünf Minuten später durch David Winkler zum 1:1 zurück. „Es war eine offene Partie, beide Mannschaften wollten das Spiel gewinnen“, sagte Kenjar, der trotz der schwierigen Bedingungen eine für die Zuschauer flotte Begegnung sah.

Kenjar: „Nach dem 1:0 haben wir den Faden verloren“

Aus Sicht der Gäste lag der Knackpunkt klar zwischen Führung und Ausgleich. „Der entscheidende Moment war nach dem Führungstreffer, da haben wir den Faden verloren und dem Gegner zu viel Raum gelassen“, erklärte Kenjar. Besonders ärgerlich: „Wir machen zwei Fehler in zehn Sekunden, verlängern zweimal per Kopf vors Tor, und der Stürmer schiebt aus drei, vier Metern ein.“ Insgesamt gefiel ihm vieles: „Kämpferisch, läuferisch, vom Einsatz – die Burschen waren voll da. Wir hatten mehr Ballbesitz, haben gut kombiniert und uns Chancen herausgespielt.“ Der Gegner agierte erwartungsgemäß mit langen Bällen auf den großen Stürmer und schnellen Flügeln; „über weite Strecken hatten wir das im Griff, vor allem in der ersten Halbzeit.“ In der Nachspielzeit (90.+2) sah Vöcklabrucks Daniel Zivkovic noch die Rote Karte, am Resultat änderte sich nichts mehr. Auch zum Unparteiischen blieb Kenjar sachlich: „Der Schiedsrichter war okay, keine spielentscheidenden Fehler.“ Eine unschöne Szene gab es dennoch: Ein VSC-Spieler zog sich in Hälfte eins eine Platzwunde am Kopf zu, wurde in der Pause ausgewechselt und anschließend genäht – die Partie blieb insgesamt fair.

Alles auf Donnerstag: Moral stimmt, Abstiegskampf bleibt eng

Trotz verpasstem Auswärtssieg nahm Kenjar viel Positives mit. „Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. Die Mannschaft ist voll da, voll intakt“, sagte der Coach und verwies auf die Trainingsbeteiligung: „Wir sind mit der Reserve oft über dreißig Leute im Training.“ Was aktuell fehlt, brachte er nüchtern auf den Punkt: „Es hat einfach gefehlt, keinen Fehler zu machen. In den letzten Wochen wird jeder Fehler gleich bestraft.“ In der Tabelle liegen Vöcklabruck und Schlierbach nach 24 Runden mit je 27 Punkten Kopf an Kopf im dichten Feld. Umso klarer der Blick nach vorn: „Meiner Meinung nach wird nächste Woche am Donnerstag entschieden, wer absteigt oder in der Liga bleibt. Da sind wir alle gespannt.“ Für den VSC heißt das: die guten Ansätze mitnehmen, die einfachen Fehler abstellen – dann soll der nächste Schritt gelingen.

Bezirksliga Süd: Schlierbach : Vöcklabruck - 1:1 (0:0)

  • 62
    David Winkler 1:1
  • 57
    Abid Mujagic 0:1