In der Bezirksliga Süd setzte sich der SV Bögl Hohenzell gegen den FC Spitz Attnang mit 2:1 durch. Nach torloser erster Hälfte trafen Stefan Glechner (55.) und auf Attnanger Seite Hamza Bektik (64.), ehe Andreas Miesenberger nur drei Minuten später das Siegtor (67.) nachlegte. Co-Trainer Werner Sickinger sprach von einem verdienten Heimsieg, der am Ende trotz flatternder Nerven über die Zeit gebracht wurde. Entscheidend war für ihn die schnelle Antwort unmittelbar nach dem Ausgleich.

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Hohenzell erwischte den besseren Start und legte viel Ruhe ins Spiel. „Wir sind gut ins Spiel gestartet, haben am Anfang dominiert und am Ende des Tages auch verdient gewonnen. Am Schluss hat das Nervenkostüm aber ein bisschen geflattert“, ordnete Co-Trainer Werner Sickinger ein. Sein Team hatte in der ersten Phase viel Ballbesitz und Struktur, kam aber im letzten Drittel nicht konsequent genug zum Abschluss. „Gerade am Anfang waren wir sehr dominierend, mit gutem Spielaufbau. Was nicht so funktioniert hat, war im letzten Drittel das Herausspielen und Verwerten der Chancen“, sagte er. So blieb die Begegnung zur Halbzeit beim 0:0, auch weil Attnang in der Defensive – besonders zentral – stabil stand und die Hohenzeller Spitze gut kontrollierte.
Nach dem Seitenwechsel fand Hohenzell die Lücke: In Minute 55 brachte Stefan Glechner die Gastgeber 1:0 in Front. Attnang antwortete jedoch und glich durch Hamza Bektik in der 64. Minute aus – eine Szene, die Sickinger klar benannte: „Das 1:1 war im Grunde ein Fehler unsererseits. Wir haben eine Flanke zugelassen und am zweiten Pfosten einen Spieler übersehen, der zum Ausgleich gekommen ist.“ Der Knackpunkt folgte prompt. Nur drei Minuten später segelte eine Hereingabe von Andreas Miesenberger in den Strafraum und landete zum 2:1 im Netz. „Das 2:1 war vielleicht ein bisschen glücklich, der Tormann hat sich da wohl unterschätzt und der Ball ist hinten reingefallen“, so Sickinger. Gerade dieser schnelle Konter auf den Rückschlag gab Hohenzell Auftrieb: „Der wichtigste Moment war, dass wir nach dem Ausgleich in ein paar Minuten wieder das 2:1 gemacht haben. Dann konnten wir ruhiger weiterspielen.“
Über weite Strecken hatte Hohenzell mehr Kontrolle. „In der zweiten Halbzeit hatten wir sehr viel Ballkontrolle“, erklärte Sickinger, der aber auch die eigenen vergebenen Möglichkeiten ansprach: „Wir haben Chancen liegen lassen, mit denen wir die Entscheidung früher hätten machen können.“ Genau das machte die Schlussphase unnötig zittrig. Attnang steckte nicht auf, drückte in den letzten zehn Minuten noch einmal auf den Ausgleich und versuchte, die Hohenzeller Defensive unter Druck zu setzen. „Der Gegner war stark, speziell hinten in der Innenverteidigung. Am Schluss haben sie noch einmal probiert, auf den Ausgleich zu drücken“, sagte Sickinger.
Sein Team brachte das Resultat jedoch über die Zeit und ließ dabei kaum klare Möglichkeiten zu. Ein Wort fand der Co-Trainer auch für das Drumherum: „Es war eine absolut faire Partie, keine strittigen Szenen. Die Schiedsrichter haben das souverän durchgeführt.“
Mit dem 2:1 bestätigt Hohenzell seine starke Saison in der Bezirksliga und steht in der Tabelle auf Rang 3 bei 45 Punkten. Attnang hält als Neunter bei 28 Zählern. Inhaltlich bleibt für Hohenzell ein klarer Arbeitsauftrag: mehr Konsequenz im letzten Drittel und eine bessere Chancenauswertung, um enge Spiele früher zuzumachen. Gleichzeitig wollte Sickinger die Teamleistung nicht kleinreden: „Es war eine allgemein gute Mannschaftsleistung. Am Schluss vielleicht ein bisschen Nervenflattern, aber in Summe ein verdienter Sieg – Kompliment an die ganze Mannschaft.“
Und auch für den Gegner gab es Respekt: „Attnang hat nie aufgegeben.“ Genau diese Mischung aus Selbstkritik und Anerkennung prägte einen Heimsieg, der wegen der schnellen Antwort auf den Ausgleich in Erinnerung bleibt.