Zum Saisonauftakt der Bezirksliga Süd hat sich der FC Spitz Attnang lange teuer verkauft, musste sich am Ende aber den FC Hertha Wels Juniors mit 1:3 geschlagen geben. Nach torloser erster Hälfte gingen die Hausherren zwar in Führung, doch die Gäste antworteten stark. Co-Trainer Ivan Matesic sah vor allem einen Grund für den Auswärtssieg: Seine Mannschaft blieb nach dem Rückstand ruhig, hielt an ihrer Spielidee fest und drehte die Partie mit Geduld und Moral.

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Die erste Halbzeit war aus Sicht der Gäste keine einfache. Ivan Matesic beschrieb den Gegner als sehr tief stehende Mannschaft, die vor allem im ersten Durchgang wenig Räume anbot. „Der Gegner ist vor allem in der ersten Halbzeit in einem tiefen Block gestanden, teilweise mit Fünfer- oder Sechserkette“, sagte der Co-Trainer von FC Hertha Wels Juniors. Genau das machte es seiner Mannschaft schwer, sauber in gefährliche Zonen zu kommen. „Wir haben gegen diesen tiefen Gegner leider nicht so viele Ideen gehabt in der ersten Halbzeit“, hielt Matesic fest. Dazu kam, dass FC Spitz Attnang laut seiner Einschätzung klar auf Umschaltmomente setzte und vorne einen schnellen Zielspieler suchte. „Sie haben ganz klar auf Konter gespielt, und mit der Nummer sieben vorne hatten sie ihren Zielspieler. Der hat uns mit seiner Schnelligkeit vor kleinere Probleme gestellt, vor allem in der ersten Halbzeit“, erklärte Matesic. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, obwohl die Gäste nach eigener Wahrnehmung schon bis dahin mehr vom Spiel hatten.
Direkt nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann ihren ersten klaren Ausschlag. In der 51. Minute brachte Armir Morina FC Spitz Attnang mit 1:0 in Führung. Für Matesic fiel dieser Treffer nach einer Standardsituation, die seine Mannschaft zunächst kalt erwischte. „Attnang hat in der zweiten Halbzeit durch ein Freistoßtor aus einer Standardsituation getroffen“, sagte er. Entscheidend war aus seiner Sicht aber nicht das Gegentor selbst, sondern die Reaktion darauf. „Wir waren das ganze Spiel über die spielbestimmende Mannschaft. Als wir das Tor bekommen haben, haben wir trotzdem nicht aufgegeben und unser Spiel weitergespielt. Wir sind nicht von unserer Spielidee abgekommen“, betonte Matesic. Diese Reaktion zeigte sich auch auf der Anzeigetafel. In der 60. Minute gelang Muhammed Yigit aus dem Spiel heraus der Ausgleich zum 1:1. Nur fünf Minuten später legte derselbe Spieler nach und machte das 1:2. Matesic nannte das erste Tor von Yigit sogar den Knackpunkt: „Der entscheidende Moment für den Sieg war unser erstes Tor in der zweiten Halbzeit durch Muhammed Yigit aus dem Spiel.“ Mit diesem Treffer kam FC Hertha Wels Juniors endgültig in die Partie zurück und übernahm danach klar das Kommando.
Nach dem Doppelschlag blieben die FC Hertha Wels Juniors am Drücker und brachten die Partie schließlich mit dem dritten Treffer auf ihre Seite. In den Spieldaten wird Mustafa Arsalah als Torschütze des 1:3 in der 80. Minute geführt. Matesic sah darin die logische Folge einer starken zweiten Halbzeit seiner Mannschaft. Unabhängig von der genauen Entstehung war seine Bewertung eindeutig. „Besonders gut funktioniert hat die Moral und die Einstellung, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen“, sagte er. Dazu verwies er auch auf die äußeren Bedingungen: „Die Bedingungen waren mit 37 Grad nicht sehr gut für das Spiel.“ Umso höher bewertete er, dass seine Mannschaft nach dem Rückstand nicht nachließ. „Wir haben trotz des Rückstands nicht aufgegeben, unser Spiel durchgezogen und waren am Ende klar die bessere Mannschaft. Somit haben wir das Spiel verdient gewonnen“, so Matesic. Er hob außerdem hervor, dass die Pause genutzt wurde, um Anpassungen vorzunehmen. „Wir haben in der Halbzeitpause ein paar Adaptierungen gemacht, was unser Spiel betrifft. Das haben wir dann auch in der zweiten Halbzeit umgesetzt.“ Die Messestädter nehmen nach dem 3:1-Erfolg in Attnang verdiente drei Punkte mit und starten mit einer gedrehten Partie erfolgreich in die neue Saison.