Spielberichte

„Eigentlich müssen wir das Spiel 2:1 oder 3:1 gewinnen“ – Coach Pröller hadert mit Remis

Allhaming/Weißkirchen 1b
Vöcklabrucker SC

In der Bezirksliga Süd trennte sich die SPG Allhaming/Weißkirchen 1b zum Auftakt vom Vöcklabrucker Sportclub 1:1. Für Neo-Trainer Andreas Pröller blieb nach dem ersten Spieltag vor allem das Gefühl, dass für seine junge Mannschaft mehr drinnen gewesen wäre. „Am Ende des Tages müssen wir das Spiel eigentlich ganz klar 2:1 oder 3:1 gewinnen“, sagte er nach einer Partie, in der seine Elf viel Ballbesitz hatte, sich dafür aber nicht voll belohnte.

Torhüter legt sich Ball für Abstoß zurecht

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Allhaming/Weißkirchen 1b hatte anfangs mehr vom Spiel

Aus Sicht von Andreas Pröller entwickelte sich die Partie zunächst so, wie er sie sich vorgestellt hatte. „Wir sind gut in die Partie gestartet, hatten mehr Ballbesitz, waren spielbestimmend und hatten das Spiel weitgehend unter Kontrolle“, sagte der Trainer. Das 0:0 zur Pause passte damit zu einer ersten Hälfte, in der SPG Allhaming/Weißkirchen 1b offenbar das aktivere Team war, ohne sich schon auf der Anzeigetafel abzusetzen. Gleichzeitig beschrieb Pröller den Vöcklabrucker Sportclub als „sehr kompakt, abwartend“ und darauf ausgerichtet, auf Konter zu warten. Genau dieses Bild zog sich durch seine Einschätzung des Spiels: SPG Allhaming/Weißkirchen 1b investierte mehr, der Vöcklabrucker Sportclub hielt dagegen und lauerte auf seine Momente.

Rückstand nach Freistoß, Ausgleich durch Kaderle

Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann auch ihre Treffer. In Minute 72 ging der Vöcklabrucker Sportclub mit 1:0 in Führung, Abid Mujagic traf für die Gäste. Pröller verwies dabei auf einen ruhenden Ball als Ausgangspunkt und sagte: „Es war ein Freistoß von der Seite, wo wir leider nicht aufgepasst haben.“ Für SPG Allhaming/Weißkirchen 1b war das ein Rückschlag, doch lange hielt der nicht an. Nur sechs Minuten später stellte Philipp Kaderle auf 1:1. Der Trainer gefiel dabei vor allem die Reaktion seiner Mannschaft auf den Rückstand. „Wir haben uns gut berappelt und dann mit einem super Konter über die Seite den Ausgleich gemacht“, so Pröller. Damit war SPG Allhaming/Weißkirchen 1b wieder in der Partie, und aus Sicht des Trainers hätte das sogar erst der Anfang eines noch besseren Ergebnisses sein können.

Defensive gelobt, vorne fehlte noch die Routine

Gerade dieser letzte Schritt nach vorne war der Punkt, an dem Pröller am Ende ansetzte. „Wir hatten drei hundertprozentige Möglichkeiten“, sagte er, und ergänzte, dass seine Mannschaft danach „noch einmal oder zweimal alleine vor dem Tor“ gewesen sei, die Chancen aber nicht genutzt habe. Deshalb fiel seine Einordnung des 1:1 trotz Punktgewinns auch klar aus. Zufrieden war er nicht. Gleichzeitig wollte er die Leistung seiner jungen Mannschaft nicht kleinreden. „Die Defensive muss man wirklich loben“, betonte Pröller, der auch das taktische Verhalten hervorhob und ausdrücklich festhielt, dass es in seiner Elf „keine Ausfälle“ gegeben habe. Der Unterschied lag für ihn vielmehr in der fehlenden Routine in der Offensive. „Nach vorne hat uns noch die Routine gefehlt, da müssen wir uns steigern und darauf in den nächsten Wochen aufbauen.“ Dazu kam am Ende noch eine Szene, die der Trainer zumindest als diskussionswürdig einstufte. Aus seiner Sicht hätte man bei einer Situation in der Schlussphase „eigentlich Elfmeter geben“ können. Viel mehr wollte er daraus aber nicht machen. So blieb unter dem Strich ein Remis zum Auftakt, mit dem die SPG Allhaming/Weißkirchen 1b leben muss, bei dem nach Pröllers Eindruck aber klar mehr möglich gewesen wäre.

Bezirksliga Süd: Allh./Weißk. 1b : Vöcklabruck - 1:1 (0:0)

  • 78
    Philipp Kaderle 1:1
  • 72
    Abid Mujagic 0:1