In der Bezirksliga Süd hat die ASKÖ Vorchdorf bei den FC Hertha Wels Juniors nach einem 0:2-Pausenrückstand noch ein 2:2 geholt. Co-Trainer Wolfgang Wagner sah zunächst einen Auftritt, in dem seine Mannschaft zu wenig mutig war und sich vom starken Gegner beeindrucken ließ. Nach der Pause legte der Aufsteiger aber zu, kam zurück und rettete sich in der 86. Minute noch zum Punktgewinn.

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Der Beginn gehörte klar dem FC Hertha Wels Juniors, und genau dort setzte Wolfgang Wagner mit seiner Analyse an. „Wir hätten erwartet, dass wir das von der Besprechung gleich vom Beginn weg umsetzen, und das ist uns einfach nicht gelungen“, sagte der Co-Trainer von ASKÖ Vorchdorf. Schon in der 9. Minute brachte Mustafa Arsalah die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nach 20 Minuten erhöhte Ahmmad Tobesch Rahimi auf 2:0. Für Wagner war das kein Zufall, sondern das Resultat eines Auftritts, in dem ASKÖ Vorchdorf nicht sofort in die Partie fand. „Großes Lob an den Gegner. Sie haben rund siebzig Minuten sehr guten Fußball gespielt“, sagte er. Vor allem die vielen jungen Spieler des FC Hertha Wels Juniors hätten ihn beeindruckt, weil sie spielerisch stark waren und im Eins-gegen-eins viel Qualität mitbrachten.
Dass aus dem klaren Rückstand am Ende doch noch ein Punkt wurde, hatte für Wolfgang Wagner vor allem mit dem veränderten Auftreten seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel zu tun. „In der zweiten Halbzeit sind wir besser ins Spiel gekommen“, sagte er, und genau das war auch am Verlauf abzulesen. In der 52. Minute verkürzte Chavdar Dimitrov auf 1:2. ASKÖ Vorchdorf stand danach höher, wurde aktiver und setzte den FC Hertha Wels Juniors früher unter Druck. Wagner meinte dazu: „In der zweiten Hälfte haben wir einfach Druck ausgeübt, genauso wie wir hoch gestanden sind. Da haben sie auch manchmal Probleme gehabt.“ Die Partie blieb damit offen, und ASKÖ Vorchdorf blieb im Spiel. In der 86. Minute glich Ivan Matanovic zum 2:2 aus und brachte seiner Mannschaft doch noch das Remis.
So zufrieden Wolfgang Wagner mit der Reaktion nach der Pause war, so deutlich sprach er auch an, was ASKÖ Vorchdorf vorher das Leben schwer gemacht hatte. „Die beiden Tore, die wir bekommen haben, waren eigentlich aus Eigenfehlern“, sagte er. Seine Mannschaft sei in diesen Situationen schlecht gestanden und nicht aktiv genug gewesen. Dazu kam für ihn, dass ASKÖ Vorchdorf dem Gegner anfangs zu viel Respekt entgegenbrachte. „Wir sind nicht ganz positiv in das Spiel hineingekommen und haben uns vom Gegner etwas einschüchtern lassen“, sagte Wagner. Genau das will er mit seiner Mannschaft rasch abstellen. Er sprach davon, dass ASKÖ Vorchdorf vom Anpfiff weg den Fokus auf das Spiel legen müsse und in solchen Partien beherzter auftreten soll. Gleichzeitig machte er aber auch klar, dass es nicht nur bei Kritik bleibt, weil ASKÖ Vorchdorf schon in der ersten Halbzeit einige gute Möglichkeiten hatte und sich nach der Pause deutlich steigerte.
Am Ende ordnete Wolfgang Wagner das 2:2 als verdienten, aber nicht als makellosen Punktgewinn ein. „Aufgrund der guten Möglichkeiten in der ersten Halbzeit und weil wir in der zweiten Hälfte stärker gespielt haben, haben wir den Punkt verdient, wenn auch etwas glücklich“, sagte er. Viel wichtiger war ihm aber der Blick nach vorne. „Wir müssen beherzter auftreten. Wir brauchen vor keiner Mannschaft Angst zu haben, weil ich denke, wir können in der Bezirksliga bestehen“, sagte der Co-Trainer. Die ASKÖ Vorchdorf steht damit nach zwei Runden bei zwei Punkten und geht mit einem klaren Auftrag in die Trainingswoche. „Wir wissen, welche Hausaufgaben wir zu machen haben“, hielt Wagner fest.