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„Mit dem 2:0 war es erledigt“: Vöcklabrucker SC macht aus viel Ballbesitz klaren 3:0-Erfolg

Vöcklabrucker SC
UFC PTA

In der Bezirksliga Süd hat der Vöcklabrucker Sportclub am Samstagnachmittag gegen den UFC Peterskirchen/Tumeltsham/Andrichsfurt einen 3:0-Heimsieg gefeiert. Zur Pause stand es noch 0:0, danach zog der VSC die Partie aber immer mehr an sich. Co-Trainer Edis Kenjar sah vor allem das 1:0 als Schlüsselszene: Danach habe seine Mannschaft befreiter gespielt, mit dem 2:0 sei die Sache im Grunde entschieden gewesen.

Tormann beim Abstoß

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Nach torloser erster Hälfte zog VSC nach der Pause an

Über weite Strecken der ersten Halbzeit hatte Vöcklabruck laut Kenjar zwar das Spiel in der Hand, wirklich Zählbares sprang daraus aber noch nicht heraus. Der Co-Trainer beschrieb eine Partie, in der seine Mannschaft daheim viel kontrollierte, der Aufsteiger aber dennoch immer wieder unangenehm blieb. „Die erste Halbzeit haben wir das Spiel schon ein wenig unter Kontrolle gehabt, aber der Gegner war immer wieder gefährlich“, sagte Kenjar. Er verwies dabei auch auf einen Stangenschuss der Gäste und auf jene Konter, mit denen der UFC immer wieder für Momente sorgte, in denen Vöcklabruck aufpassen musste. Nach dem 0:0 zur Pause veränderte sich das Bild dann aber deutlich. „In der zweiten Halbzeit haben wir vollkommen die Kontrolle gehabt über das Spiel. Wir waren spielerisch präsent“, so Kenjar. Diese Überlegenheit schlug sich dann auch auf der Anzeigetafel nieder. In der 66. Minute brachte Abid Mujagic den VSC mit 1:0 in Führung, nur fünf Minuten später legte Kristijan Augustinovic das 2:0 nach. Den Schlusspunkt setzte Augustinovic in der 87. Minute mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags zum 3:0.

1:0 als Türöffner, 2:0 als endgültige Entscheidung

Für Kenjar war klar zu erkennen, an welchem Punkt das Spiel endgültig in die richtige Richtung kippte. „Das 1:0 war wichtig für uns, weil wir dann einfach befreiter aufgespielt haben“, erklärte er. Gerade dieser Treffer habe seiner Mannschaft spürbar geholfen, weil danach mehr Sicherheit ins Spiel kam und die Aktionen nach vorne entschlossener wurden. Noch deutlicher fiel seine Einordnung beim zweiten Tor aus: „Mit dem 2:0 war es dann erledigt.“ Kenjar sah das 1:0 als ganz zentrale Szene des Nachmittags. Ebenso wichtig war für ihn, dass die Gäste nach dem Rückstand eine Gelegenheit auf den Ausgleich nicht nutzen konnten. Erst danach habe Vöcklabruck die Partie vollends an sich gezogen. Dass Augustinovic kurz nachlegte und später noch einmal traf, passte zu diesem Verlauf. Kenjar hob in diesem Zusammenhang aber auch hervor, dass nicht nur die nackten Tore entscheidend gewesen seien, sondern auch deren Entstehung. Das 2:0 und das 3:0 seien „sehr schön ausgespielt worden“, was für ihn gut zum starken zweiten Durchgang seiner Mannschaft passte.

Mujagic im Mittelpunkt, Ballbesitz als größte Stärke

Besonders herausstrich der Co-Trainer nach dem Spiel Abid Mujagic, der mit dem 1:0 den Bann brach und darüber hinaus für Kenjar auch abseits des Tores enorm wichtig war. „Herausheben möchte ich schon Mujagic. Er hat sich wirklich aufgeopfert und nach vorne die Akzente gesetzt“, sagte Kenjar. Vor allem im Zentrum habe er in der zweiten Halbzeit den Unterschied gemacht, weil er Bälle gut verteilt und damit viel Struktur ins Offensivspiel gebracht habe. Überhaupt sah Kenjar die größte Stärke seiner Mannschaft im Umgang mit dem Ball. „Die größte Stärke war einfach der Ballbesitz, dass wir so stark am Ball waren, dass wir das Spiel kontrolliert haben und den Gegner laufen lassen haben“, sagte er. Aus dieser Überlegenheit seien mit der Zeit auch die Chancen entstanden. Gleichzeitig hatte er den Eindruck, dass die Gäste nach rund fünfzig Minuten zu tief standen. „Der Gegner ist nach fünfzig Minuten einfach zu defensiv gewesen und dadurch haben sie dann auch das Spiel verloren“, meinte Kenjar. Aus Vöcklabrucker Sicht war genau das jener Rahmen, in dem die spielerische Qualität nach der Pause immer besser zur Geltung kam.

Trotz 3:0 bleibt ein Punkt auf der To-do-Liste

So klar das Ergebnis am Ende auch ausfiel, ganz ohne Kritikpunkte wollte Kenjar den Auftritt nicht stehen lassen. Er sprach offen an, dass der Vöcklabruck SC weiterhin Probleme mit langen Bällen und schnellen Gegenangriffen des Gegners hat. „Verbesserungspotenzial gibt es immer“, sagte er und ergänzte, dass man „wiederum wie letzte Woche Probleme gehabt“ habe, wenn der Gegner schnell umschaltete. Das passt auch zu seiner Einschätzung der Gäste, die vor allem dann gefährlich wurden, wenn sie direkt und mit Tempo nach vorne spielten. „Wenn sie gefährlich geworden sind, dann eigentlich nur über lange Bälle und Konter“, sagte Kenjar. Gerade dort sieht er noch Nachholbedarf, auch wenn der Gesamteindruck für ihn klar positiv blieb. Unter dem Strich bleibt für den VSC ein klarer Heimsieg, der vor allem auf einer starken zweiten Halbzeit aufbaute. Genau dieser zweite Durchgang dürfte aus Sicht des Trainerteams nun auch der Maßstab für die kommenden Aufgaben sein.

Bezirksliga Süd: Vöcklabruck : UFC PTA - 3:0 (0:0)

  • 87
    Kristijan Augustinovic 3:0
  • 71
    Kristijan Augustinovic 2:0
  • 66
    Abid Mujagic 1:0