In der Bezirksliga Süd hat sich der TSV Baugruppe Schmid Frankenburg am Samstagnachmittag in einem wilden Heimspiel gegen die FC Hertha Wels Juniors mit 5:3 durchgesetzt. Entscheidend war aus Sicht von Sebastian Burgstaller nicht, dass der Aufsteiger über 90 Minuten mehr vom Spiel hatte, sondern dass die Mannschaft ihre Chancen eiskalt nutzte. Dazu kam, wie er offen sagte, „das Fünkchen Glück“ in jenen Phasen, in denen Wels dreimal Aluminium traf.

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Der Sportliche Leiter Sebastian Burgstaller machte nach dem 5:3 keinen Hehl daraus, dass die Gäste zunächst den Ton angaben. „Vom Beginn an war Hertha die klar spielbestimmende Mannschaft und ist verdient 1:0 in Führung gegangen“, sagte er. Dieses 0:1 fiel in der 17. Minute, als Ahmmad Tobesch Rahimi für die Welser traf. Frankenburg brauchte eine Zeit, um in die Partie zu finden, arbeitete sich dann aber hinein. „Wir haben uns zurückgekämpft und sind besser ins Spiel reingekommen“, so Burgstaller. Belohnt wurde das in der 37. Minute mit dem 1:1 durch Balázs Szemere per Kopf nach einer Hereingabe. Lange hielt das Gleichgewicht aber nicht, denn Mustafa Arsalah stellte nur drei Minuten später nach einem Ballverlust im Mittelfeld auf 1:2. Kurz vor der Pause schlug Frankenburg noch einmal zurück: Manuel Kienberger traf in der 44. Minute zum 2:2, mit dem es auch in die Kabinen ging.
Auch nach Seitenwechsel blieb Burgstallers Blick auf den Spielverlauf nüchtern. „Nach der Halbzeit war Hertha wieder ganz klar spielbestimmend und hat uns regelrecht in die eigene Hälfte gedrückt“, sagte er. Genau in dieser Phase lag das Spiel eher auf Seiten der Gäste, doch der dritte Welser Treffer fiel nicht. Stattdessen verzeichnete Hertha laut Burgstaller gleich drei Aluminiumtreffer. Für ihn war das der entscheidende Abschnitt dieser Begegnung: „Das Fünkchen Glück war an diesem Tag ganz klar auf unserer Seite.“ Während Wels am Metall scheiterte, schlug Frankenburg in der 63. Minute eiskalt zu. Nach einem Fehlpass in der Hertha-Abwehr nutzte Bence Peter die Gelegenheit, umkurvte den Torwart und schob zum 3:2 ein. Aus einem Spiel, in dem die Gastgeber lange verteidigen mussten, wurde damit plötzlich ein Spielstand, der ihnen voll in die Karten spielte.
Dass Frankenburg aus diesem Verlauf am Ende sogar noch ein 5:3 machte, erklärte Burgstaller vor allem mit der Chancenverwertung. „Wir haben uns fünf oder sechs Torchancen herausgespielt und fünf davon verwertet. Das haben wir sehr gut gemacht“, sagte er. Das 4:2 durch Dominik Streicher in der 79. Minute entstand nach einer Kombination über die rechte Seite und einem sauberen Abschluss im Eins-gegen-eins. Als Hertha in der Schlussphase weiter aufmachte, legte Oliver Danninger in der 90. Minute das 5:2 nach. Burgstaller beschrieb auch diesen Treffer als gut herausgespielt. Das 5:3 von Mustafa Arsalah in der Nachspielzeit nach einem Fehler im Frankenburger Aufbauspiel änderte aus seiner Sicht nichts mehr am Gesamtbild. „Das war nur noch Ergebniskosmetik“, sagte er.
Trotz der fünf eigenen Treffer stellte Burgstaller nicht nur die Offensive heraus. Er sprach auch davon, dass seine Mannschaft in der zweiten Hälfte „beherzt verteidigt“ habe, selbst wenn nicht alles sauber gewesen sei und Wels immer wieder zu Möglichkeiten gekommen sei. Entscheidend sei gewesen, „dass wir über das Kollektiv und über eine gute geschlossene Mannschaftsleistung den Sieg einfahren konnten“. Gleichzeitig fiel seine Einordnung des Gegners sehr deutlich aus. „Die Hertha Juniors sind eine sehr spielstarke Mannschaft mit extrem guten jungen Einzelspielern, die technisch sehr versiert sind und uns über die Mitte teilweise extrem gut ausgespielt haben“, sagte Burgstaller. Gerade deshalb wertet der TSV Frankenburg den Heimsieg hoch. In der Tabelle zieht der TSV nach elf Runden mit 16 Punkten mit den Welsern gleich und nimmt aus einem offenen, torreichen Nachmittag vor allem eines mit: große Effizienz und das nötige Glück im richtigen Moment.