In der Bezirksliga Süd hat der SV Eberschwang die SPG Windischgarsten/Spital mit 6:0 abgefertigt. Für Sportchef Roland Brandstätter war vor allem das 1:0 der Punkt, an dem das Spiel kippte. Danach habe seine Mannschaft, wie er sagte, das Zepter übernommen, die Partie im Griff gehabt und die eigenen Chancen fast durchgehend konsequent genutzt.

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So deutlich das Ergebnis am Ende auch war, in den ersten Minuten sah Brandstätter noch keine Partie, die früh in diese Richtung marschierte. „Am Anfang war es wie das Wetter“, sagte er und spielte damit auf die kühlen herbstlichen Bedingungen und den regennassen Platz an. Die Verhältnisse seien nicht perfekt gewesen, entsprechend habe es zunächst ein vorsichtiges Abtasten gegeben. Auch den Gegner erlebte er in dieser Phase ordentlich organisiert. „In den ersten 15, 20 Minuten sind sie ganz gut gestanden“, meinte Brandstätter. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Eberschwang im Defensivverbund ein, zwei Eigenfehler hatte. „Wenn sie das nützen, kann es auch 0:1 stehen und dann nimmt das Spiel eine ganz andere Dynamik“, ordnete er ein. Genau deshalb misst er dem ersten Treffer so viel Bedeutung bei. „Das erste Tor war das Entscheidende, das war der Grundstein, der Dosenöffner.“
Dieser Dosenöffner kam in der 21. Minute, als Horvath Gergö das 1:0 erzielte. Und tatsächlich änderte sich die Partie danach innerhalb weniger Minuten deutlich. Nur zwei Minuten später erhöhte Zahid Ilijazi auf 2:0. Brandstätter sprach bei diesem Treffer sogar von einem „Traumtor“ und schilderte, dass Ilijazi nach innen zog und aus rund 25 Metern ins Kreuzeck traf. Eberschwang blieb damit am Drücker und legte noch vor der halben Stunde Spielzeit durch Florian Oberforster das 3:0 nach. Auch dieses Tor blieb dem Sportlichen Leiter in Erinnerung, weil Oberforster sich in der Mitte durchsetzte und dann aus der Distanz abschloss. Noch vor der Pause machten Roland Moser in Minute 35 und Senahid Bekanovic in Minute 43 den Vorsprung immer klarer. Beim 4:0 fiel der Ball nach einem Eckball per Kopf ins Netz, beim 5:0 ebenso nach einem ruhenden Ball aus dem Halbfeld. Dass zur Halbzeit bereits ein 5:0 auf der Anzeigetafel stand, war für Brandstätter der Punkt, an dem die Richtung der Partie endgültig feststand. „Dann war klar, dass sie das nicht mehr aufholen werden“, sagte er mit Blick auf die Gäste.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der SV Eberschwang konsequent und stellte in der 54. Minute durch den zweiten Treffer von Roland Moser auf 6:0. Wieder fiel das Tor per Kopfball nach einer Ecke, womit sich ein Muster des Sonntagnachmittags noch einmal bestätigte. Für Brandstätter lag der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Teams vor allem in der Effizienz. „Wir haben unsere Möglichkeiten konsequent genutzt“, brachte er es knapp auf den Punkt. Am Sonntag sei einfach sehr viel aufgegangen. Gleichzeitig wollte er den Erfolg nicht losgelöst vom Saisonverlauf sehen. Man merke, dass sich das Fußballjahr dem Ende zuneige und es nach vielen intensiven Wochen nicht leicht sei, in den letzten Partien noch einmal alle Kräfte zu bündeln und die Konzentration hochzuhalten. Gerade deshalb wertet er den klaren Sieg hoch. „Der Erfolg gibt uns momentan recht. Wir wollen unbedingt hungrig bleiben und so viele Punkte wie möglich aus dem Herbst mitnehmen“, sagte Brandstätter. Mit dem klaren Heimsieg bleibt Eberschwang nach elf Runden mit 20 Punkten weiter vorne dabei und geht mit Rückenwind in die letzten Aufgaben vor der Winterpause.