In der Bezirksliga Süd hat die SPG Allhaming/Weißkirchen 1b dem SV St. Wolfgang/Rußbach den Samstagnachmittag lange unangenehm gemacht, am Ende stand dennoch ein klares 0:4. Trainer Franz Scherpink sprach nach dem Auswärtssieg und dem eroberten Herbsmeistertitel von einer schwierigen Anfangsphase, in der seine Mannschaft kaum Zugriff bekam, sich dann aber steigerte und mit dem Doppelschlag vor der Pause das Spiel auf ihre Seite zog.

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So deutlich das Ergebnis am Ende auch aussieht, Scherpink machte gleich klar, dass die ersten Minuten in eine andere Richtung gingen. „Wir haben uns sehr schwergetan, ins Spiel zu finden“, sagte der Trainer, und diese Einschätzung zog sich wie ein roter Faden durch seine Analyse der ersten Halbzeit. Allhaming sei im Angriffsdrittel „sehr beweglich, sehr griffig, sehr spritzig“ gewesen, dazu immer wieder über die Seiten durchgebrochen und mit Hereingaben in den Strafraum gefährlich geworden. St. Wolfgang kam in dieser Phase weder in die Zweikämpfe noch sauber in die Umschaltmomente. Erst nach rund zwanzig Minuten stellte sich die Mannschaft laut Scherpink besser auf das Spiel ein, auch wenn offensiv zunächst weiter wenig gelang. Umso wichtiger war aus Sicht der Gäste der erste Treffer in Minute 27, als Josip Curic zur Führung traf. Scherpink nannte diese Szene „aus dem Nichts“ und sprach offen davon, dass die Führung zu diesem Zeitpunkt eher glücklich zustande gekommen sei.
Wenn Scherpink einen Moment hervorhob, dann war es die Phase kurz vor dem Halbzeitpfiff. Nach dem 1:0 blieb für ihn zwar bestehen, dass Allhaming davor über weite Strecken das bessere Bild abgegeben hatte, doch mit dem zweiten Treffer kippte das Spiel auch im Gefühl der Gäste endgültig. Gerald Greiner stellte noch in Minute 45 auf 2:0, und genau dieser Treffer hatte für den Trainer besonderes Gewicht. „Das 2:0 fast unmittelbar mit dem Pausenpfiff hat uns Sicherheit gegeben“, sagte Scherpink. Er schilderte damit nicht nur einen Spielstand, sondern auch die Wirkung dieses Tores auf seine Mannschaft. Schon während der ersten Hälfte hatte St. Wolfgang kleine Anpassungen vorgenommen, in der Pause kam dann noch eine Korrektur im Anlaufverhalten dazu. Ziel war es, die Spieleröffnung des Gegners früher zu stören und im Mittelfeld nicht mehr ständig hinterherzulaufen. Diese Veränderung zeigte sich nach Seitenwechsel deutlich klarer als davor.
Die Gäste legten nach Wiederbeginn schnell nach, und damit war die Partie praktisch entschieden. Gerald Greiner erhöhte in Minute 49 auf 3:0, Josip Curic stellte wenig später in der 58. Minute den 4:0-Endstand her. Scherpink sprach in diesem Zusammenhang von einem „richtungsweisenden“ dritten Treffer und erklärte, dass seine Mannschaft damit eine sehr gute Position bekommen habe, um das Spiel sicher fertigzuspielen. Anders als zu Beginn hatte St. Wolfgang nun mehr Zugriff, blieb stabiler und setzte mit dem Ergebnis im Rücken auch spielerisch Akzente. Der Trainer gefiel vor allem, dass seine Elf in den entscheidenden Momenten da war und vor dem Tor kaltschnäuzig blieb. Ganz ohne Kritik kam seine Einordnung aber nicht aus. Gerade im letzten Drittel sei der letzte Ball oder das Dribbling nicht immer sauber gewesen, weshalb aus der besseren Phase heraus nicht noch mehr Chancen entstanden. Trotzdem war für ihn klar, dass die zweite Halbzeit deutlich in Richtung seiner Mannschaft ging.
Besonders zufrieden war Scherpink damit, wie seine Mannschaft mit den Umständen umging. Er erinnerte daran, dass mit Marco Schiffer ein wichtiger Spieler verletzungsbedingt fehlte und personell nicht alles ideal war. Gerade deshalb rechne er seiner Elf hoch an, „dass sie sich der Situation gestellt hat“. Gleichzeitig blieb er in der Bewertung des Gegners fair. Die SPG Allhaming/Weißkirchen sei „sehr stark, sehr gut“ gewesen, habe sich nur nicht für die eigenen Möglichkeiten belohnt und in der Rückwärtsbewegung nicht immer gut gestanden. Genau dort sah Scherpink auch die Lehren für seine Mannschaft. „Da müssen wir im Kopf wacher sein“, sagte er mit Blick auf das Zweikampfverhalten und die schnellen Spielfortsetzungen des Gegners. Unter dem Strich überwog aber klar der Stolz. „Ich bin relativ stolz auf meine Mannschaft“, betonte der Trainer, denn mit dem 4:0 sicherte sich der SV St. Wolfgang als Aufsteiger die Herbstmeisterschaft. Nach dem Aufstieg ist das für St. Wolfgang das nächste starke Zeichen in einem bislang sehr erfolgreichen Jahr, das nun auch im letzten Spiel noch sauber abgeschlossen werden soll.