Spielberichte

„Wir haben uns nach dem Durchhänger zurückgekämpft“ – Union Eberstalzell holt spätes Unentschieden

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Union Eberstalzell
SV Eberschwang

In der Bezirksliga Süd hat die Union ETM Eberstalzell gegen den SV Eberschwang ein 1:1-Unentschieden geholt und dabei vor allem Moral bewiesen. Nach torloser erster Hälfte gerieten die Gastgeber durch Leon Sperl in Rückstand, ehe Simon Kiesenhofer in der 86. Minute ausglich. Sportchef Thomas Pölz sprach von einem intensiven Spiel, in dem seine Mannschaft zwischenzeitlich den Faden verlor, am Ende aber noch einmal zurückkam.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ausgeglichen und intensiv bis zur Pause

Schon in seiner ersten Einschätzung machte Thomas Pölz klar, in welche Richtung dieser Nachmittag ging. „Es war ein sehr intensives Spiel gegen einen starken Gegner, der seine Linie über die neunzig Minuten ganz gut durchgezogen hat und wirklich schwer zu bespielen war“, sagte der sportliche Leiter von Eberstalzell. Genau so entwickelte sich auch die erste Halbzeit. Die Gastgeber kamen aus seiner Sicht „ganz gefällig“ in die Partie, waren ordentlich im Spiel und hielten die Begegnung zunächst offen. Über eine längere Phase war das Duell ausgeglichen, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging, passte deshalb zum Bild dieser ersten 45 Minuten, in denen beide Seiten viel Intensität auf den Platz brachten.


Sperl bringt Eberschwang auf Kurs

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Spiel dann aus Sicht der Hausherren spürbar. Pölz sprach offen an, was seiner Mannschaft in dieser Phase fehlte: „In der zweiten Halbzeit haben wir phasenweise den Faden etwas verloren.“ Eberschwang blieb dagegen bei seinem Stil, spielte seine Linie weiter sauber herunter und belohnte sich in der 55. Minute mit dem 0:1 durch Leon Sperl. Für Pölz war genau diese Konstanz ein wesentlicher Punkt an diesem Nachmittag. Er hob hervor, dass die Gäste ihr Spiel „wirklich über neunzig Minuten sehr konstant durchgezogen“ hätten. Dazu kam, dass Eberschwang nicht nur durch den Treffer gefährlich war. Laut Pölz gab es „die ein oder andere Hunderterchance“, bei der die Gäste entweder am Aluminium oder am Tormann von Eberstalzell scheiterten.

Wechsel helfen, Kiesenhofer trifft spät

Trotz dieses Rückschlags kam Eberstalzell noch einmal zurück. Pölz verwies dabei ausdrücklich auf die Reaktion seiner Mannschaft und auf den Einfluss von außen. „Durch die Wechsel konnten wir noch einmal etwas nachlegen, wieder zurück ins Spiel kommen“, sagte er. Das war keine Phase, in der plötzlich alles leicht wurde, aber die Gastgeber blieben dran und arbeiteten sich wieder näher an die Partie heran. Pölz verschwieg dabei auch nicht, dass im Offensivspiel vieles Stückwerk blieb. „Auch wir hatten einige Halbchancen nicht gut zu Ende gespielt“, meinte er. Umso wichtiger war aus Sicht der Heimischen, dass in der Schlussphase doch noch der Ausgleich fiel. In der 86. Minute stellte Simon Kiesenhofer auf 1:1 und besorgte damit den Endstand.

Zähler mit Wert, aber auch mit klaren Hinweisen

Unter dem Strich war es für die Union Eberstalzell ein Punkt, der vor allem wegen der Art und Weise Gewicht hat. Nach einem Durchhänger noch einmal zurückzukommen, war für Pölz der erfreuliche Teil des Samstagnachmittags. Gleichzeitig benannte er sehr klar, was für mehr gefehlt hat. „Wir müssen im Ballbesitz ruhiger und genauer agieren“, sagte er, und auch in den Zweikämpfen sei es „ganz schwer“ gewesen, weil der SV Eberschwang sehr robust auftrete und ein hohes Tempo gehe. Den Gegner ordnete Pölz entsprechend respektvoll ein: „Das war eine sehr reife Leistung dieser Mannschaft. Sie steht zu Recht da, wo sie ist.“ Für Eberstalzell blieb damit ein Remis, das Moral gezeigt hat, aber auch deutlich machte, wo im Spiel nach vorne noch Luft nach oben ist.

Bezirksliga Süd: Eberstalzell : Eberschwang - 1:1 (0:0)

  • 86
    Simon Kiesenhofer 1:1
  • 55
    Leon Sperl 0:1