Spielberichte

„Wir waren in jedem Aspekt überlegen“ – Hertha Wels belohnt sich beim 0:0 nicht

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FC Hertha Wels Juniors
Union Mondsee Juniors

In der Bezirksliga Süd ist FC Hertha Wels Amateure am Freitagabend gegen Union Mondsee Juniors trotz klarer Feldvorteile nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Für Teammanager Adnan Begic war das Remis ein bekanntes Bild: viel Ballbesitz, Überlegenheit in mehreren Bereichen, aber kein Ertrag vor dem Tor. Mondsee verteidigte konzentriert, hielt das 0:0 bis zur Pause und nahm den Punkt aus Sicht der Gäste gerne mit.

Nahaufnahme: Spieler setzt zum Eckball an

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay


Viel Ballbesitz, aber kein Durchbruch

Begic ordnete die Partie unmittelbar nach dem Schlusspfiff sehr klar ein. „Das Spiel gegen Mondsee war ein Spiegelbild unserer ganzen Saison“, sagte er. Hertha Wels habe die eigene Linie über weite Strecken durchgezogen und sei dabei „in jedem Aspekt überlegen“ gewesen. Vor allem mit Ball sah der Welser Vertreter seine Mannschaft im Vorteil, weil sie viel Ballbesitz hatte und das Spiel meist kontrollierte. Dass es zur Halbzeit dennoch 0:0 stand und sich am Ergebnis auch nach dem Seitenwechsel nichts mehr änderte, führte er vor allem auf ein bekanntes Problem zurück: „Wir haben unsere Tormöglichkeiten nicht genutzt.“ Genau dieser Satz zog sich durch seine gesamte Analyse und erklärte auch, warum ein Spiel mit Übergewicht am Ende ohne Tor blieb.

Mondsee macht das, was es sich vorgenommen hat

Mondsee musste sich diese Null aus Welser Sicht aber auch erst erarbeiten. Begic sprach dem Gegner ausdrücklich Anerkennung aus und machte deutlich, dass das torlose Remis nicht nur mit der eigenen Chancenverwertung zu tun hatte. „Aufgrund der Tabellenplatzierung war ich vom Gegner positiv überrascht“, sagte er über die Gäste, die vor der Runde hinter Hertha lagen. Vor allem gegen den Ball habe Mondsee sehr ordentlich gearbeitet. „Sie haben sich sehr auf die Defensive konzentriert und das, was sie sich vorgenommen haben, sehr gut gemacht“, meinte Begic, der den Auftritt des Gegners mit einem knappen, aber deutlichen „Respekt aus meiner Sicht“ zusammenfasste. Aus seiner Sicht war auch spürbar, dass sich die Gäste mit dem einen Punkt gut anfreunden konnten, während Hertha mehr wollte.

Hinten stark, im Abschluss fehlt der Ertrag

So blieb unter dem Strich ein Spiel, in dem Hertha nach eigener Einschätzung näher am Sieg war, ohne sich dafür zu belohnen. „Wir waren näher am Sieg. Wir haben mehrere Torchancen gehabt“, sagte Begic. Gleichzeitig hob er hervor, dass seine Mannschaft in anderen Bereichen sehr stabil auftrat. „Im defensiven Bereich waren wir ausgezeichnet. Im Mittelfeld waren wir ausgezeichnet“, lautete seine Bewertung. Gerade deshalb fiel seine Analyse so eindeutig aus: „Unsere Schwäche ist nur in der Chancenverwertung gelegen.“ Für die Welser ist damit klar, woran die Partie gegen Mondsee hing. Hinten ließ man wenig zu, im Aufbau und im Mittelfeld passte vieles, nur der letzte Schritt zum Tor fehlte. Dazu kam ein Abend ohne große Aufreger, den Begic auch wegen der Spielleitung positiv einordnete: „Die Schiedsrichterleistung war ausgezeichnet. Es hat keine strittigen Szenen gegeben.“ Mit 20 Punkten nach 13 Spielen bleibt Hertha im oberen Tabellenbereich, doch nach diesem 0:0 stand für Begic vor allem eine Erkenntnis im Mittelpunkt: Das Spiel war da, die Chancen waren da, nur der Abschluss fehlte.