In der Bezirksliga Süd hat SV St. Wolfgang/Rußbach das Heimspiel gegen UFC Peterskirchen/Tumeltsham/Andrichsfurt mit 5:2 gewonnen. Nach einem frühen Rückstand fand der Tabellenführer erst im Laufe der Partie richtig hinein, drehte das Spiel dann aber noch deutlich. Trainer Franz Scherpink machte vor allem den Ausgleich vor der Pause als Wendepunkt aus, weil seine Mannschaft damit „wieder ein bisschen Vertrauen gewonnen“ habe und danach spürbar sicherer geworden sei.

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Der Beginn gehörte aus Sicht von Franz Scherpink klar nicht seiner Mannschaft. „Wir haben uns am Beginn relativ schwergetan“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff und beschrieb vor allem die ersten zwanzig Minuten als heikle Phase. Die Gäste kamen laut Scherpink immer wieder über die rechte Seite durch, weil St. Wolfgang „zu viel den Ball und zu wenig die Aktion“ verteidigt habe. Dass Peterskirchen schon in der 7. Minute durch Lorenz Feichtinger in Führung ging, passte genau zu diesem Eindruck. St. Wolfgang brauchte einige Zeit, um Ordnung in das Spiel zu bekommen. Erst der Elfmeter zum 1:1 durch Patrick Ambrosch in der 36. Minute brachte die Gastgeber zurück. „Mit dem 1:1 haben wir wieder ein bisschen Vertrauen gewonnen“, sagte Scherpink. Noch vor der Pause habe seine Mannschaft dann schon mehrere Möglichkeiten herausgespielt, „wo ohne Weiteres eine Führung auf unserer Seite möglich gewesen wäre“, auch wenn es mit dem 1:1 in die Kabinen ging.
Im zweiten Durchgang bekam St. Wolfgang das Spiel dann immer mehr in den Griff. Scherpink nannte das 2:1 als nächsten wichtigen Schritt, weil seine Mannschaft damit den Spielverlauf endgültig in die eigene Richtung zog. Wieder war es ein Elfmeter, diesmal verwertet von Josip Curic in der 66. Minute. Der Trainer sprach in diesem Zusammenhang von vermeidbarer Undiszipliniertheit des Gegners im Strafraum. Danach blieb St. Wolfgang am Drücker und legte fast im Minutentakt nach. Das 3:1 in der 70. Minute fiel nach einem Angriff über die rechte Seite, bei dem Nico Hillbrand die Flanke genau auf Gerald Greiner brachte. Nur eine Minute später erhöhte Josip Curic auf 4:1. Scherpink sprach auch da von einer starken Aktion über rechts und einem sauber verwerteten Ball in der Mitte. Zwar kamen die Gäste in der 85. Minute durch Jonas Sinzinger noch einmal auf 4:2 heran, nachdem ein Ball nach einem Pressschlag im Strafraum durchgerutscht war. Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten: Schon eine Minute später stellte Berk Yavuzarslan nach Vorarbeit von Nico Hillbrand den Endstand von 5:2 her.
Für Scherpink war der Sieg nicht nur wegen der fünf Tore wichtig, sondern auch wegen der Art, wie seine Mannschaft nach dem holprigen Beginn reagierte. „Wir haben wieder die richtige Einstellung zu dem Spiel gefunden“, sagte er und verwies darauf, dass St. Wolfgang das sportlich erfolgreiche Jahr 2026 unbedingt positiv abschließen wollte. Gerade dieser Punkt war ihm nach dem schwachen Start ein Anliegen, weil der Gegner zunächst sehr gut ins Spiel fand und seine Mannschaft vor Probleme stellte. Im Laufe der Partie sei der Zugriff aber deutlich besser geworden. Scherpink sah sein Team deshalb am Ende auch verdient vorne, weil Peterskirchen „läuferisch im Laufe des Spiels eher ein bisschen zurückgefallen ist“. Gleichzeitig stellte er klar, dass die Gäste vor allem in den ersten 20 bis 25 Minuten stark waren und auch später noch zu ordentlichen Angriffen kamen. Diskussionsstoff rund um den Unparteiischen gab es aus seiner Sicht übrigens nicht. Im Gegenteil: „Er hat das relativ gut gemacht“, sagte der Trainer. Unterm Strich blieb für St. Wolfgang damit ein klarer Heimsieg, ein starker Schlusspunkt unter das Kalenderjahr und die Bestätigung eines ohnehin schon sehr erfolgreichen Herbstes.