Bezirksliga West

SV Weng: Nach holprigem Start und Trainerwechsel wieder zu guter Form gefunden

Nach dem Vizemeistertitel in der Vorsaison hatte sich der SV Weng für die neue Spielzeit in der Bezirksliga West einiges vorgenommen. Doch der Start verlief alles andere als nach Wunsch. Erst mit dem Trainerwechsel während der Hinrunde kam die Wende. Unter Richard Tusori stabilisierte sich das Team, holte wichtige Punkte und überwintert mit 19 Zählern auf Rang sieben. Das Torverhältnis von 18:18 unterstreicht: Defensiv steht man mittlerweile solide, offensiv fehlt noch die letzte Durchschlagskraft.

Schwieriger Beginn, klare Steigerung

Der sportliche Leiter, Johannes Meindl, spricht offen von einem „ziemlich schlechten Start“. Die ersten Wochen seien enttäuschend verlaufen, ehe sich die Mannschaft im Laufe des Herbstes gefangen habe. „Wir sind dann gegen Mitte der Herbstsaison besser in den Tritt gekommen“, so Meindl, „und haben noch 19 Punkte geschafft.“ Der Trainerwechsel spielte dabei eine zentrale Rolle. Nachdem Kurt Aigner die Mannschaft abgegeben hatte, übernahm Richard Tusori – und setzte neue Akzente. „Es ist unter dem neuen Trainer mehr auf die Defensive geschaut worden“, erklärt Meindl. Zwar habe es auch systemische Anpassungen gegeben, entscheidender sei jedoch etwas anderes gewesen: „Hauptsächlich ist das Teamgefüge besser geworden, es ist mehr Anstrengung da gewesen – und dadurch sind die Ergebnisse besser geworden.“ Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider. Während man offensiv mit 18 Treffern noch Luft nach oben hat, steht die Defensive stabil. Für einen Tabellen-Siebenten ist das Gleichgewicht zwischen erzielten und kassierten Toren zumindest ein Zeichen, dass die Basis stimmt.

Fokus klar auf Klassenerhalt

Mit Blick auf das Frühjahr gibt es in Weng keine überzogenen Ambitionen. Der Vizemeister des Vorjahres weiß die aktuelle Situation realistisch einzuordnen. „Wir versuchen, so schnell wie möglich irgendwo die 30, 33 Punkte zusammenzubringen, die wir brauchen, um die Klasse zu erhalten“, stellt Meindl klar. Nach oben zu schielen wäre aus seiner Sicht verfrüht: „Vorne hinein wird das eher schwierig werden für uns. Wir werden schauen, dass wir von hinten so schnell wie möglich wegkommen.“ Die Liga sei ausgeglichen, jeder Zähler könne entscheidend sein.

Junge Perspektivspieler sollen wachsen

Im Winter wurde der Kader punktuell ergänzt. Mit Kilian Sengthaler (ATSV Laab), Anel Jasarevic (SK Altheim 1b) und Joel Simmes (zuletzt SV Waldzell) kamen drei junge Spieler, während Michael Aigner den Verein Richtung Ranshofen verließ. „Das sind junge Burschen, Perspektivspieler, die unseren Kader verbreitern sollen“, betont Meindl. Man hoffe natürlich auf eine positive Entwicklung, sie sollen sich Schritt für Schritt an Tempo und Intensität der Bezirksliga gewöhnen.

In der Vorbereitung absolvierte Weng bislang zwei Testspiele: Einem 1:0-Erfolg gegen Altheim folgte eine deutliche 1:7-Niederlage gegen USV Neuhofen. Für Meindl sind die Resultate jedoch zweitrangig. „Es ist einiges ausprobiert worden“, erklärt er. „Richtig viel Aufschluss geben die ersten Aufbauspiele noch nicht. Wichtig ist, wie das Ganze passiert.“ Man habe gesehen, dass „ein paar Sachen vom Herbst noch drinnen“ seien – genau daran gelte es nun zu arbeiten. Die Basis scheint jedenfalls zu stimmen: „Die Stimmung ist gut, die Jungs sind brav im Training.“

Trainingslager als Feinschliff

Den nächsten wichtigen Schritt setzt der SV Weng im Trainingslager in Kroatien, das Ende Februar auf dem Programm steht. Kampfmannschaft und Reserve reisen gemeinsam – nicht nur zur sportlichen Arbeit, sondern auch für den Zusammenhalt. In einer engen Liga kann genau dieser Faktor den Unterschied machen.