Bezirksliga West

Trainerwechsel in Lambrechten: Günter Fischer soll Negativlauf stoppen

Beim SV Bäck Lambrechten hat man auf den schwachen Frühjahrsstart reagiert und sich von Trainer Rene Weidinger getrennt. Bereits vor dem letzten Spiel übernahm Günter Fischer die Mannschaft. Der erhoffte Umschwung blieb nach unglücklichem Spielverlauf vorerst aus: Gegen die SPG Utzenaich/Antiesenhofen setzte es eine 1:2-Niederlage. Damit steht der Verein weiterhin ohne Punkt im Frühjahr da und ist auf Rang 12 der Bezirksliga West zurückgefallen.

Der Start ins Frühjahr verlief aus Sicht der Innviertler alles andere als nach Wunsch. „Schlechter kannst du nicht hineinstarten mit sechs Niederlagen in Folge“, bringt es der sportliche Leiter Michael Berrer auf den Punkt. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Vor allem personelle Ausfälle wiegen schwer: „Uns sind gleich drei essenzielle Stammspieler abhandengekommen“, erklärt Berrer. Dazu kommen immer wieder Eigenfehler, die sich in entscheidenden Momenten rächen. „Oft passiert es kurz vor oder nach der Halbzeit – so geschehen gegen Utzenaich/Antiesenhofen. Genau in diesen Phasen machen wir zum Teil Fehler“, so seine Analyse. Auch die Balance im Spiel passt aktuell nicht. „Vorne haben wir aktuell zu wenig Durchschlagskraft und dadurch hinten auch keine Entlastung“, sagt Berrer. Die Zahlen unterstreichen das: Während man im Herbst insgesamt 17 Gegentore kassierte, wurde dieser Wert im Frühjahr schon in wenigen Spielen erreicht.

Fischer übernimmt – erste Ansätze, aber noch kein Ertrag

Mit Günter Fischer setzt Lambrechten nach der einvernehmlichen Trennung von Weidinger auf eine erfahrene Lösung. Die Entscheidung fiel bewusst: „Er ist Lambrechtner, kennt den Verein, kennt die Spieler – wir wollten keinen Trainer, der erst Wochen braucht, um sich einzuarbeiten“, erklärt Berrer. Im ersten Spiel unter Fischer zeigte die Mannschaft phasenweise eine Reaktion. „Wir sind erstmals in diesem Frühjahr in Führung gegangen und haben es bis dahin gut gemacht“, so Berrer. Doch danach verlor man den Faden: „Nach dem Tor in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit nach einem Eckball haben wir uns nicht mehr an die Vorgaben gehalten.“ Die Quittung folgte und man kassierte noch den zweiten Gegentreffer zum 1:2-Endstand. Dass sich innerhalb weniger Tage nicht alles verändert, ist dem sportlichen Leiter bewusst: „In einer Woche kann der Trainer nicht alles komplett umkrempeln.“ Dennoch bleibt die Überzeugung bestehen, dass Fischer der richtige Mann ist – auch über die laufende Saison hinaus. Insgesamt blickt man mit diesem neuen Impuls positiv auf die nächsten Aufgaben und möchte das Ruder schnell herumreißen.

Jetzt zählen Punkte – Druck steigt vor Schlüsselspielen

Die Situation ist klar: Lambrechten steckt mitten im Abstiegskampf. „Die direkten Duelle musst du gewinnen“, stellt Berrer unmissverständlich fest. Besonders das kommende Spiel gegen Gilgenberg wird dabei als richtungsweisend gesehen. Zuvor wartet mit Neumarkt allerdings bereits die nächste schwierige Aufgabe. „Jedes Spiel ist aktuell schwierig, vor allem wenn dir das Selbstvertrauen fehlt“, sagt Berrer. Umso wichtiger wären erste Punkte – unabhängig davon, wie sie zustande kommen: „Für den Kopf brauchst du einfach einmal etwas Zählbares.“ Trotz der schwierigen Lage gibt man sich im Verein kämpferisch. „Wir sind überzeugt, dass wir es noch schaffen“, betont Berrer.