Nach dem 2:1 gegen SV Neumarkt/P. und Rang acht in der Bezirksliga West geht Union Sanube Diersbach mit einem recht klaren Bild in die Sommerpause. Trainer Christoph Schmidseder, der die Mannschaft erst Ende April übernommen hat, sieht viele ordentliche Auftritte, ärgert sich aber darüber, dass am Ende ein paar Punkte für die obere Tabellenhälfte gefehlt haben. Gleichzeitig laufen in Diersbach personell und im Vereinsumfeld bereits die nächsten Schritte für die neue Saison.

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Diersbach hat eine Saison hinter sich, in der es in der Tabelle immer wieder nach oben und unten ging. Früh stand die Mannschaft schon auf Platz vier, rutschte zwischendurch aber auch bis auf Rang zwölf ab. Im Frühjahr arbeitete sich das Team noch einmal heran und lag nach Runde 19 wieder auf Platz vier, ehe am Ende Rang acht zu Buche stand. Christoph Schmidseder bewertet gerade die letzten Wochen seiner ersten Amtszeit trotzdem positiv. "Ich habe die Mannschaft erst Ende April übernommen. In dieser Zeit waren die Leistungen grundsätzlich sehr gut, bis auf das Spiel gegen Senftenbach, das wir auch in der Höhe verdient verloren haben", sagt der Trainer. Diese 0:5-Niederlage ist in der Schlussphase der einzig negative Ausreisser, weil Diersbach in den letzten beiden Spielen mit dem 2:2 gegen Union Rainbach/I. und dem 2:1 gegen SV Neumarkt/P. noch gut gepunktet hat. Schmidseder zieht deshalb ein positives Fazit: "Grundsätzlich waren die Leistungen und Ergebnisse in Ordnung, auch wenn wir den einen oder anderen Punkt gerne noch mitgenommen hätten." Der Blick geht dabei klar auf die verpasste obere Tabellenhälfte, denn genau dort hätte er seine Mannschaft zum Saisonende gerne gesehen.
Während die abgelaufene Spielzeit aufgearbeitet wird, laufen in Diersbach die Kaderplanungen bereits konkret. Mit Emmanuel Tolno verliert der Verein einen Offensivspieler, der sowohl im Sturm als auch über außen eingesetzt werden konnte. Auch Svatopluk Bohanos wird den Klub verlassen, ebenfalls ein Spieler für die vorderen Positionen. Zudem wechselt Bastian Lang, zweiter Torhüter der Mannschaft, zum SV Lambrechten. Auf der Zugangsseite setzt Diersbach auffällig auf junge Spieler aus der Region. Fix dazu kommen Jakob Schano von der Union Schardenberg und Adnan Kadiric. Schmidseder beschreibt Schano als 17-jährigen zentralen Mittelfeldspieler oder Außenverteidiger, Kadiric als 18-Jährigen, der im Mittelfeld universell einsetzbar ist. Mehr ist aktuell noch nicht abgeschlossen, "aber mit anderen Spielern sind wir zudem derzeit auch noch in Gesprächen", sagt der Trainer. Der Sommer wird in Diersbach also nicht nur zur Bestandsaufnahme genutzt, sondern auch dafür, den Kader gezielt zu verjüngen und breiter aufzustellen. Es sollen nämlich auch die eigenen Nachwuchsspieler aus der U15 bzw. jetzt dann U16 an den Erwachsenenbereich herangeführt werden.
Auch abseits des Rasens ist bei Diersbach einiges in Bewegung, wobei sich vieles derzeit eher stabilisiert als verändert. Im Vorstand hat es im Frühjahr einen Wechsel gegeben. Gleichzeitig hat der Trainer selbst seine Zukunft geklärt. "Ich habe vor zwei Wochen verlängert und gehe als Trainer in die nächste Saison mit Diersbach", sagt er. Das ist für den Verein eine wichtige Nachricht, weil nach dem Wechsel im Frühjahr damit nun Klarheit auf der Bank herrscht. Ganz abgeschlossen ist die Personalsuche im Betreuerteam aber noch nicht. Diersbach hält weiterhin Ausschau nach einem Co- bzw. Reservetrainer. Dazu kommt das normale Vereinsleben, das im Sommer im Unterhaus oft genauso wichtig ist wie der Transfermarkt. Der Frühschoppen am vergangenen Sonntag sei gut gelaufen, dazu steht auch noch ein Kleinfeldturnier am morgigen Samstag, 27.6. auf dem Programm. Nicht ganz so erfreulich ist die Lage bei Michael Pötzl. Der Mittelfeldspieler hat sich im Spiel gegen Weng verletzt und muss bis Anfang Juli einen Spezialschuh tragen. Schmidseder rechnet damit, dass Pötzl die Vorbereitung noch nicht voll mitmachen wird können, im Laufe des Herbsts aber in die Mannschaft zurückkehren kann. Weitere Ausfälle gibt es laut dem Trainer derzeit zum Glück nicht.
Wenn Schmidseder über die Liga spricht, dann tut er das mit Respekt für die Konkurrenz, aber auch mit einem klaren Blick auf die eigene Arbeit. Besonders beeindruckt hat ihn Union Gurten 1b. Trotz der speziellen Ausgangslage habe die Mannschaft "immer richtig gute Leistungen gebracht und sich nicht aufgegeben", sagt er. Auch Meister Natternbach hebt er hervor und spricht von einem verdienten Titelgewinn mit einer guten eigenen Truppe. Ebenso nennt er den SV Riedau, der den Sprung in die Landesliga über die Relegation geschafft hat. Für Diersbach selbst hebt Schmidseder keinen einzelnen Spieler heraus, sondern lobt das Kollektiv: "Wir haben hier wirklich eine tolle Truppe, sowohl auf dem Feld als auch neben dem Platz. Es lässt sich gut arbeiten mit der Mannschaft in Diersbach", sagt er. Genau auf diesem Zusammenhalt soll nun aufgebaut werden.