In der Bezirksliga West setzte sich der USV Raiffeisen Eggelsberg/Moosdorf im Derby gegen die Druckhaus Adame Union Gilgenberg mit 1:0 durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Christoph Pircher die Hausherren in Minute 54 auf die Siegerstraße. Trainer Wolfgang Felber sprach von einem Abend, der vom ersten bis zum letzten Pfiff auf Messers Schneide stand – und einem Schlüssel, der am Ende den Ausschlag gab: „Wer das erste Tor schießt, gewinnt.“

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Das Derby hielt, was es versprach: viel Spannung, wenig Räume und lange die Frage, wer den ersten Fehler nutzt. „Es war ein gewaltiges Bezirksderby. An die sechs-, siebenhundert Zuschauer, eine starke Stimmung. Pure Spannung, weil es für beide um viel geht“, schilderte Wolfgang Felber. Zur Pause stand es noch 0:0, beide Teams suchten den einen Moment. Gleich nach dem Seitenwechsel fand ihn Eggelsberg. In der 54. Minute traf Christoph Pircher zum 1:0 – der einzige Treffer des Abends. Felber beschrieb die Szene so: „Unser Sechser hat den Ball bekommen, geht halblinks zehn, fünfzehn Meter durch und schiebt ihn gekonnt flach ins lange Eck. Den kann der Torwart nicht halten.“ Mit der Führung im Rücken blieben die Hausherren konzentriert und ließen hinten kaum etwas zu, während Gilgenberg im Umschalten weiter lauerte. Für Felber passte das Gesamtbild: „Am Ende haben wir es 1:0 für uns entschieden – optimal.“
„Unser Defensivspiel hat heute sehr gut funktioniert. Wir waren auf Standards eingestellt, wir waren bombenfest“, betonte Felber und erinnerte daran, dass man zuletzt bei ruhenden Bällen zweimal bestraft worden war. Diesmal hielt die Kette, das Zentrum war dicht, und genau diese Geduld trug den Plan. „Das war der Trumpf zum Sieg, weil bei so einem Spiel der gewinnt, der das erste Tor schießt.“ Gleichzeitig zollte er dem Gegner Respekt: „Gilgenberg hat immer die Möglichkeit, über Konter oder hohe Bälle Gefahr auszustrahlen. Sie haben sehr gute Spieler, auf die man aufpassen muss.“ Dass die Gäste offensiv nicht ihren besten Tag erwischten, half den Hausherren, die Führung sauber zu verteidigen. „Aus unserer Sicht waren wir näher dran und haben mehr fürs Spiel getan, aber Gilgenberg muss man immer auf der Rechnung haben“, so Felber.
Ein Punkt, den der Coach ausdrücklich hervorhob, war die souveräne Leitung des Derbys. „Ein Lob ans Schiedsrichterteam: keine klare Fehlentscheidung, Ruhe im Spiel, klare Ansagen. Da muss sich niemand beschweren – Topleistung“, sagte Felber und unterstrich damit, warum die Partie trotz Derby-Schärfe bis zum Schluss kontrolliert blieb. Sportlich bedeuteten die drei Zähler einen wichtigen Schritt. Laut Tabelle steht Eggelsberg/M. nach 22 Runden bei 31 Punkten und mischt damit im vorderen Drittel mit, während Gilgenberg bei 23 Zählern hält. Für Felber ist die Richtung klar: „Es waren einfach ganz wichtige drei Punkte für uns. Jetzt haben wir 31 Punkte, sind von hinten weg und können uns in den letzten vier Spielen auf die vorderen Ränge konzentrieren.“ Der Abend passte ins Bild, das er zuvor gezeichnet hatte: „Wer das erste Tor schießt, gewinnt“ – und wer danach so stabil verteidigt, nimmt im Derby alle drei mit.