In der Bezirksliga West setzte sich Union Raiffeisen Gurten 1b bei Union CAB Rainbach/Innkreis mit 1:4 durch. Die Gäste legten früh vor, kontrollierten über weite Strecken das Spiel und blieben auch nach dem späten 1:3 stabil. „Wir haben unseren Matchplan von Anfang an umgesetzt und einen hochverdienten Auswärtssieg geholt“, sagte Trainer Mario Krämer, der vor allem den Willen und das stabile Auftreten seiner jungen Truppe betonte. Nach einer 2:0-Pausenführung legte Gurten 1b nach der Halbzeit das dritte Tor nach und machte in der Schlussphase endgültig alles klar.

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Gurten 1b erwischte den besseren Start und setzte früh die eigenen Vorgaben um. „Wir sind gut ins Spiel gestartet und haben unseren Matchplan von Anfang an umgesetzt“, erklärte Mario Krämer. Nach zehn Minuten stellte Sebastian Baier mit einem satten Abschluss aus der Distanz auf 0:1 – ein Auftakt, den der Trainer als „zu diesem Zeitpunkt hochverdient“ einordnete. Die Gäste hatten mehr vom Spiel, hielten den Ball, ließen hinten wenig zu und suchten mit Tempo immer wieder den Raum hinter der letzten Rainbacher Linie. Das 0:2 fiel in Minute 31: Torschütze war Luca Wimmer. Wie Krämer schilderte, lief der Angriff über rechts, Mark Oravecz brachte den Ball zur Mitte und nach einer kurzen Weiterleitung von Baier war Wimmer zur Stelle. Mit der 2:0-Führung ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb Gurten 1b am Drücker – mit Ansage. „Wir wollten nach der Pause schnell das dritte Tor nachlegen, damit wir nichts anbrennen lassen“, so Krämer. In der 55. Minute traf Aron Oravecz zum 0:3, „ein schöner Abschluss der Mittelfeld-Arbeitsbiene", wie der Trainer es nannte.
Rainbach gab sich trotz Rückstands nicht auf und suchte den Anschluss. Die Hausherren kamen in der Schlussphase tatsächlich noch einmal heran: In der 85. Minute traf Gergö Szabó aus großer Distanz zum 1:3 – „ein Wahnsinnsschuss aus 30 Metern ins Kreuzeck“, staunte Krämer, ohne seiner Mannschaft dabei einen Vorwurf zu machen. Der Gast blieb aber sofort griffig und zog seine Linie durch. Nur zwei Minuten später sorgte Fabian Baumgartner für die endgültige Entscheidung: 1:4 in der 87. Minute, und zwar per Elfmeter – „ein ganz klarer Strafstoß“, wie der Trainer betonte. Entscheidend aus seiner Sicht war das Timing der Treffer: „Wichtig war, dass wir von Anfang an gut reinkommen, schnell das 1:0 machen und nach der Pause gleich nachlegten. Nach dem 1:3 haben wir sofort wieder die richtige Antwort gegeben.“ So blieb es beim klaren Auswärtssieg, der nach Eindruck der Gäste nie ernsthaft in Gefahr geriet.
In seiner Analyse hob Krämer nicht nur die Spielkontrolle, sondern vor allem die Mentalität hervor. „Die größte Stärke ist im Moment unser Wille. Wir sind ein eingeschworener Haufen und funktionieren miteinander richtig gut“, sagte er. Die Mannschaft sei sehr jung – „ein Durchschnittsalter von knapp 21 Jahren“ –, dennoch bringe sie Woche für Woche auf den Punkt Leistung. „Ich bin richtig stolz auf die Truppe“, so der Coach. Verbesserungspunkte sah er trotz des 4:1 auch: „Verbesserungspotenzial gibt es immer. Die eine oder andere Situation hätten wir besser ausspielen können.“ Bitter war der Ausfall von Raphael Zaglmayr um die Stundenmarke, laut Krämer möglicherweise eine Bänderverletzung ohne Fremdeinwirkung: „Er ist in super Form. Wir wünschen ihm gute Besserung.“ In einer späten Szene berichtete der Trainer zudem von einer Notbremse gegen einen durchbrechenden Gurten-Spieler; in der Nachspielzeit sah David Ortbauer bei Rainbach die Rote Karte. „Der Gegner war absolut intakt und hat nie aufgegeben“, lobte Krämer die Hausherren. Auch für das Gespann fand er klare Worte: „Ich finde, die Schiedsrichterleistung war sehr gut.“
Sportlich steht Gurten 1b nach Runde 22 auf Platz zwei (49 Punkte), nur einen Zähler hinter Natternbach. „Wir freuen uns auf die nächsten Aufgaben“, blickte Krämer zum Schluss nach vorne.