In der Bezirksliga West feierte der USV Raiffeisen Eggelsberg/Moosdorf einen klaren 4:1-Heimsieg (2:1) gegen den SV Hargassner Weng. Die Hausherren legten früh vor, ließen aber zwischenzeitlich Chancen liegen und kassierten kurz vor der Pause den Anschlusstreffer. Nach dem Wechsel blieb Eggelsberg am Drücker, ein Strafstoß stellte auf 3:1, ehe Kevin Samstag den Schlusspunkt setzte. Co-Trainer Patrick Waschnig-Theuermann fasste zusammen: „Wir waren von Anfang an dominant.“ Und: „Mit dem 3:1 war das Spiel entschieden.“
Eggelsberg packte vom Anpfiff weg die Initiative, spielte mutig nach vorne und kam sofort zu guten Möglichkeiten. „Wir waren von Anfang an dominant, nach zwei Minuten hatten wir schon zwei hundertprozentige Chancen“, berichtete Co-Trainer Patrick Waschnig-Theuermann. In Minute 17 folgte der verdiente Lohn: Kevin Samstag stellte auf 1:0. „Das 1:0 fiel nach einem langen Ball, meiner Meinung nach war es ein leichter Tormannfehler, und Kevin hat den Ball aus spitzem Winkel mit links reingemacht“, sagte der Co-Trainer. Nur neun Minuten später legte Eggelsberg nach, Kevin Samstag und Philipp Felber spielen die gegnerische Abwehr schwindelig und Felber erhöhte in der 26. Minute auf 2:0. Die Gäste meldeten sich aber noch vor dem Seitenwechsel zurück: Lukas Stöckl verkürzte in der 42. Minute auf 2:1. „Kurz vor der Halbzeit haben wir nach einem kurz abgespieltem Eckball ein dummes Gegentor kassiert“, ärgerte sich Waschnig-Theuermann trotz der insgesamt klaren Überlegenheit über den unnötigen Dämpfer zur Pause.
Nach dem Wiederanpfiff blieb Eggelsberg das aktivere Team, erspielte sich Chance um Chance, verpasste aber zunächst die Vorentscheidung. „Wir sind gut aus der Pause gekommen und haben viele Chancen ausgelassen. Ein großes Lob an den gegnerischen Torhüter, der sich mit vielen starken Paraden auszeichnete und Weng im Spiel hielt“, betonte Waschnig-Theuermann. Zwischenzeitlich hatten die Gastgeber auch das nötige Glück, als ein Freistoß von Richard Tusori nur an die Querlatte klatschte. Dann folgte die Schlüsselszene: Ein Strafstoß brachte das 3:1, Thomas Mühlegger traf in der 78. Minute. „Es war ein Handelfmeter, ich konnte es selbst nicht genau sehen. Die Wenger meinten, der Ball habe den Verteidiger im Gesicht getroffen“, erklärte der Co-Trainer sachlich. Drei Minuten später machte Kevin Samstag mit seinem zweiten Treffer des Abends den Deckel drauf und stellte in der 81. Minute auf 4:1 – der hochverdiente Heimsieg war endgültig eingefahren.
Waschnig-Theuermann hob nach dem Abpfiff die Grundordnung und Stabilität seiner Mannschaft hervor. „Defensiv sind wir sehr gut gestanden, wir haben wenig zugelassen“, sagte er, verwies aber zugleich auf ausbaufähige Effizienz: „Offensiv waren wir nicht kaltschnäuzig genug, auch wenn es positiv ist, dass wir uns viele Chancen erspielt haben.“ Den Unterschied sah er im klaren Plan nach vorne: „Wir haben Kevin Samstag oft gut in Szene gesetzt – mit flachen, tiefen Bällen, da konnte er seine Schnelligkeit ausnutzen. Über die Flügel sind wir oft zu guten Aktionen gekommen.“ Zum Gegner meinte er: „Weng war etwas ersatzgeschwächt, hat aber mit Zweikampfhärte gut dagegengehalten und sie waren bei Standards gefährlich. David Tamas war der auffälligste Akteur, unsere Abwehr hat ihn im Großen und Ganzen in Schach gehalten.“
Mit Blick auf die Zukunft formulierte er einen einfachen Anspruch: „Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert bleiben, da haben wir noch zu viele Schwankungen drin.“
Mit dem Dreier in Runde 25 untermauert Eggelsberg/Moosdorf seine Stellung im vorderen Feld; laut aktueller Tabelle stehen die Hausherren bei 37 Punkten auf Rang vier, Weng liegt mit 32 Zählern im stabilen Mittelfeld.
Neben der Leistung auf dem Platz nahm sich Patrick Waschnig-Theuermann Zeit für ein, zwei persönliche Worte. „Einen langjährigen, zuverlässigen Bestandteil unserer Mannschaft möchte ich hervorheben – Thomas Mühlegger – er wird im Sommer seine Karriere beenden und sportlich und menschlich nur schwer zu ersetzen sein.“ Außerdem richtete er einen breiten Dank an das Vereinsumfeld: „Ein großes Lob an unsere 1B-Mannschaft und das Trainerteam. Aufgrund vieler, auch langwieriger Verletzungen in der Kampfmannschaft haben sie immer wieder neu darauf reagieren müssen und trotzdem bis zum Schluss um die Meisterschaft mitgespielt. Gratulation zur Saison.“
Für Eggelsberg gilt nach dem überzeugenden 4:1: die gute Basis mitnehmen – und die Konzentration über 90 Minuten auf den Platz bringen.