Zum Saisonauftakt in der Bezirksliga West hat die SPG Raiffeisen Utzenaich/Antiesenhofen gegen die Union Ziegelwerk Senftenbach eine empfindliche 1:5-Heimniederlage hinnehmen müssen. Lange war es laut Co-Trainer Christoph Vogetseder ein vorsichtiges Abtasten, ehe die Partie noch vor der Pause kippte. Vor allem die eigene Nervosität und mehrere individuelle Fehler sah er als Grund dafür, dass das Derby schon bis zur Halbzeit mit 0:3 aus der Hand glitt.

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Zunächst lief die Partie so an, wie es in vielen Derbys oft der Fall ist. Beide Mannschaften tasteten sich hinein, viel Sicherheit war auf keiner Seite zu sehen. Auch Vogetseder beschrieb die Anfangsphase genau so: "Es war am Anfang ein Abtasten beider Mannschaften." Für seine Elf änderte sich das Spiel dann aber binnen weniger Minuten komplett. In der 33. Minute brachte Jakob Leherbauer die Gäste mit 0:1 in Führung. Vogetseder sah davor einen Fehlpass seiner Mannschaft und sprach von einer guten Einzelaktion von Jonas Reisegger. Nur sechs Minuten später folgte nach einem abgefangenen Abschlag das 0:2, wieder durch Jakob Leherbauer, und in der 44. Minute legte derselbe Spieler noch das 0:3 nach. Damit war die Ausgangslage für die Heimelf schon zur Pause denkbar schwierig.
Gerade diese Phase vor der Pause war für den Co-Trainer der Knackpunkt des Abends. "Sicher das 1:0 aus Selbstverschulden. Genauso das 2:0 und das 3:0 vor der Halbzeit – das waren alles individuelle Fehler", sagte Christoph Vogetseder nach dem Spiel. Mit dem 0:3 zur Pause sei es dann "schwierig, zurückzukommen in die Partie" gewesen. Noch deutlicher wurde er bei der Ursachenforschung. "Wir haben einen sehr schlechten Tag im Kollektiv erwischt. Durch die Bank waren alle sehr nervös und nicht auf der Höhe wie in der Vorbereitung." An der Bereitschaft seiner Mannschaft wollte er das nicht festmachen. "Die Einstellung hat sicher gepasst, aber nachdem es ein Derby war, war die Nervosität viel zu groß." Für ihn war genau das der Punkt, aus dem sich auch der weitere Spielverlauf entwickelte.
Auch nach dem Seitenwechsel bekam die SPG Utzenaich/Antiesenhofen das Spiel nicht mehr wirklich gedreht. In der 61. Minute erhöhte Jonas Leherbauer auf 0:4 und Senftenbach hatte die Partie damit endgültig fest im Griff. Das Heimteam kam erst spät noch zu einem Treffer, als Samed Yilmaz in der 86. Minute auf 1:4 stellte. Den Schlusspunkt setzte aber wieder der Gegner: Daniel Schmierer traf in der Nachspielzeit zum 1:5-Endstand. Für Vogetseder lag der Unterschied klar auf der Hand. "Senftenbach war aggressiver und spielbestimmender, in den Zweikämpfen schneller und bei den zweiten Bällen besser." Auch dem Gegner zollte er Respekt: "Sie haben es ruhiger gespielt, gut in die Tiefe gespielt und haben individuelle Einzelspieler." Diskussionen um den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufmachen. "Zum Diskutieren gab es nichts, die Leistung von Schiedsrichter Hruby war sehr gut." Für die SPG bleibt damit zum Start die Aufgabe, diesen Fehlstart rasch aufzuarbeiten und die angesprochene Nervosität schnell aus dem eigenen Spiel zu bekommen.