In der Bezirksliga West musste sich die SPG Permatinger Munderfing/Pfaffstätt am Freitagabend der Union Ziegelwerk Senftenbach mit 2:5 geschlagen geben. Nach dem 1:4 zur Pause und dem schnellen 1:5 kurz nach Wiederbeginn war die Richtung klar. Neo-Trainer Patrick Ladner machte vor allem die verlorenen Zweikämpfe und die fehlende Konsequenz in der Defensive als Hauptgrund aus, hielt aber auch fest, dass seine Mannschaft sich trotz des Rückstands nicht hängen ließ.

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Der Abend begann für Munderfing/Pfaffstätt denkbar schlecht, denn schon in der 2. Minute brachte Daniel Schmierer die Gäste mit 1:0 in Führung. Die Heimelf fand darauf aber zunächst eine gute Antwort, weil Andreas Maier in der 8. Minute zum 1:1 ausglich. Dieses Zwischenhoch hielt allerdings nicht lange. Jonas Reisegger stellte nur zwei Minuten später auf 1:2, derselbe Spieler erhöhte in der 25. Minute auf 1:3 und Tobias Köck legte noch vor der Pause das 1:4 nach. Genau diese erste halbe Stunde nahm Ladner nach dem Schlusspfiff in den Mittelpunkt. "Man hat gesehen, warum Senftenbach Titelanwärter Nummer eins ist", sagte der Trainer und ergänzte: "Wir haben ihnen die erste halbe Stunde leider leicht gemacht, haben nicht konsequent verteidigt und sind nicht in die Zweikämpfe reingekommen."
Für den Trainer war das Spiel nicht an einem einzigen Moment verloren, sondern in einer grundlegenden Schwäche gegen den Ball. "Wenn wir so inkonsequent verteidigen, dann wird es schwierig. Nicht nur gegen Senftenbach, sondern generell bei jedem Spiel", sagte Ladner sehr offen. Besonders deutlich sprach er dabei das Verhalten in den Duellen an. "Wir haben gefühlt nur zehn Prozent der Zweikämpfe gewonnen, und so wirst du kein Spiel gewinnen." Dazu kam aus seiner Sicht die Anfälligkeit bei hohen Bällen, die Senftenbach konsequent ausnutzte. Ladner meinte, dass seine Mannschaft genau wisse, wie solche Situationen im Normalfall zu verteidigen seien, es diesmal aber nicht auf den Platz brachte. Auch das 1:2 blieb ihm dabei in Erinnerung, weil seine Elf nach einer Situation, in der sie hinten herausspielen wollte, keine gute Lösung fand und danach den Faden verlor.
Was die Niederlage zusätzlich schwer machte, war der Start in die zweite Hälfte. Kaum war die Pause vorbei, stellte Reisegger in der 47. Minute auf 1:5 und nahm den Gastgebern damit sofort wieder den Wind aus den Segeln. Trotzdem hob Ladner hervor, dass seine Mannschaft sich nicht aufgegeben habe. "Von der Einstellung her kann ich nichts Schlechtes sagen, eher im Gegenteil", betonte er. Vor allem die letzte Viertelstunde vor der Pause und dann auch die Phase danach gefielen ihm vom Einsatz her. "Es hat jeder gefightet, es hat jeder alles gegeben." Belohnt wurde das noch mit dem Treffer von Daniel Greinecker, der in der 65. Minute auf 2:5 verkürzte. Viel wichtiger als dieses zweite Tor war für Ladner aber die Erkenntnis, dass seine Mannschaft auf dem kämpferischen Teil aufbauen kann. Gleichzeitig verlangte er mehr Mut mit Ball. "Wir müssen den Ball laufen lassen, mehr Fußball und miteinander spielen."
Dass der Sieg der Gäste unverdient gewesen wäre, wollte der Trainer gar nicht erst behaupten. Im Gegenteil: Er sprach sehr klar davon, dass die Union Senftenbach die Partie "auch in der Höhe verdient gewonnen" habe. Vor allem die Entschlossenheit des Gegners imponierte ihm. "Sie sind in jeden Zweikampf gegangen, und man hat einfach gemerkt, dass sie den Sieg wollen", sagte Ladner. Für seine eigene Mannschaft wollte er die Niederlage dennoch nicht größer machen, als sie ist. Zwar war es das zweite verlorene Spiel in Folge, Panik wollte er aber nicht aufkommen lassen. "Wir brauchen die Nerven noch nicht wegschmeißen. Der Glaube an die Mannschaft ist nach wie vor da", stellte er klar. Gerade weil mit ihm ein neuer Trainer da ist und eine neue Spielidee aufgebaut werden soll, sieht er solche Phasen als Teil des Weges. Seine Botschaft an die Mannschaft fiel deshalb trotz des 2:5 eindeutig aus: mutiger werden, an sich glauben und im Spiel gegen den Ball wieder geschlossener auftreten. Dann, so seine Überzeugung, "werden wir wieder andere Spiele von uns sehen".