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„Das 1:1 vor der Pause war ausschlaggebend“ – Union Rainbach/I. kassiert in der Nachspielzeit das 1:2

Union Senftenbach
Union Rainbach/I.

In der Bezirksliga West hat sich die Union Ziegelwerk Senftenbach am Samstagnachmittag gegen die Union CAB Rainbach/I. mit 2:1 durchgesetzt, weil die Gastgeber nach dem Ausgleich kurz vor der Pause in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte noch einmal trafen. Aus Rainbacher Sicht überwog trotzdem der Ärger, denn Neo-Trainer Stefan Unterberger sah seine Mannschaft über weite Strecken auf Augenhöhe und meinte nach dem Abpfiff, dass „mindestens ein Punkt“ verdient gewesen wäre.

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

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Rainbach bringt Plan auf den Platz und geht in Führung

Rainbach fand nach der Einschätzung seines Trainers gut in die Partie und setzte das um, was man sich für den Auftritt in Senftenbach vorgenommen hatte. Nach 22 Minuten gingen die Gäste durch Rumen Stefanov Kerekov mit 1:0 in Führung. Unterberger erinnerte daran, dass diesem Treffer eine Standardsituation vorausging und seine Mannschaft dabei hellwach war. „Wir haben da gut nachgesetzt und waren wachsam“, sagte der Trainer. Genau das war für ihn ein wichtiger Punkt in dieser Phase, weil Rainbach nicht nur das Führungstor machte, sondern insgesamt sauber verteidigte und dem Gegner wenig anbot. Senftenbach sei „ein richtig, richtig guter Gegner“ gewesen, betonte Unterberger, klare Abschlüsse habe seine Mannschaft aber lange kaum zugelassen. Aus seiner Sicht war es bis auf einen Lattenstreifer eine sehr stabile erste Hälfte der Gäste.

Ausgleich vor der Pause sitzt tief

Umso mehr störte Unterberger deshalb das 1:1 kurz vor dem Seitenwechsel. In der 43. Minute traf Lucas Wagner für Senftenbach zum Ausgleich, und genau dieses Gegentor beschrieb der Rainbacher Trainer im Gespräch mehrfach als einen entscheidenden Moment der Partie. „Das 1:1 kurz vor der Halbzeit war einer der Knackpunkte, weil es einfach ein unnötiges Gegentor war“, sagte er. Besonders ärgerlich war für ihn dabei, dass Rainbach die Situation bei einem Freistoß nicht gut genug verteidigte. „Wir haben es dem Gegner leicht gemacht“, so Unterberger. Gerade weil seine Mannschaft bis dahin vieles wegverteidigt hatte und das Spiel auf gutem Niveau offen hielt, wog dieser Gegentreffer schwer. Aus Rainbacher Sicht ging damit eine Halbzeit zu Ende, in der mehr drin gewesen wäre als ein 1:1.

Auch nach der Pause ordentlich im Spiel, aber ohne Lohn

Nach dem Seitenwechsel blieb Unterberger bei seiner Einschätzung, dass seine Mannschaft in vielen Bereichen ein gutes Auswärtsspiel ablieferte. „Mit Ball haben wir funktioniert, in der zweiten Halbzeit noch besser. Gegen den Ball hat es auch gut funktioniert“, erklärte er. Ganz ohne Kritikpunkt kam er aber nicht aus, denn gerade bei den Umschaltmomenten sah er noch Luft nach oben. „Da müssen wir noch ein bissl cleverer und gieriger Richtung Tor sein“, sagte der Trainer. Dass Senftenbach am Ende dennoch als Sieger vom Platz ging, lag aus seiner Sicht nicht daran, dass die Gastgeber sich viele Möglichkeiten herausspielten. Vielmehr verwies Unterberger darauf, dass man ihnen über weite Strecken viel von dem genommen habe, „was sie auszeichnet“. In der Nachspielzeit reichte dann aber eine nicht sauber verteidigte Situation, und Thomas Grochar machte noch das 2:1 für Senftenbach.

„Ich kann der Mannschaft heute nichts vorwerfen“

Deshalb fiel das Gesamturteil des neuen Trainers trotz der Niederlage bemerkenswert deutlich aus. „Ich kann der Mannschaft heute nichts vorwerfen“, stellte Unterberger klar. Er hob hervor, wie bereit seine Spieler gewesen seien, „zu leiden, sich aufzureiben am Platz“ und gemeinsam zu arbeiten. Für ihn war es „eine richtig, richtig gute, geschlossene Mannschaftsleistung“, die zumindest einen Punkt verdient gehabt hätte. Auch den Unparteiischen nahm Unterberger ausdrücklich aus der Verantwortung. Die Leistung von Schiedsrichter Hubinger sei „im Großen und Ganzen sehr, sehr gut“ gewesen, und „es liegt nicht am Referee, dass wir das Spiel verloren haben“. So blieb für die Union Rainbach zwar die bittere Heimfahrt ohne Ertrag, im Auftritt selbst sah Unterberger aber klar Positives. „Wenn wir auf diese Art und Weise weitermachen, dann ist der weitere Erfolg nur eine Frage der Zeit“, sagte er.

Bezirksliga West: Senftenbach : Rainbach/I. - 2:1 (1:1)

  • 91
    Thomas Grochar 2:1
  • 43
    Lucas Wagner 1:1
  • 22
    Rumen Stefanov Kerekov 0:1